caro diario

wo      gern    extras

april 2020 – stay calm & carry on
mittwoch, 1. april 2020 – wien:
hs legt mich noch beim zähneputzen rein mit dem hinweis, wanderung fällt aus weil alles unter einer schneedecke.

märz 2020 – do pause
dienstag, 31. märz 2020 – wien:
ausschlafen ist sehr ok und auch, nicht mehr jedes ö1 journal zu hören. wir teilen uns das glühbirne-wechseln. die simkarte wird geliefert. 39′ sieben. spaziergang mit telefonaten und maske am schluss. zwar schon ein paar monate alt, aber anja rützel über take that im spiegel live talk ganz grossartig. dicke weisse flocken. thomas erkundigt sich lieb nach allen und meint, museen würden eher erst im sommer wieder aufsperren. soll man eine serie fertigschauen, obwohl sie einen eigentlich schon ein bisschen nervt?
montag, 30. märz 2020 – wien: danke an thomas für das alex kristan video. boris im standard. 64′ sieben. yoor ist wie immer prompt zur stelle. der am telefon höflichst und gelassenst helfende drei mitarbeiter sollte jener des monats werden. gang zu müller für gummibänder, denn hs ist der regierung voraus und macht uns karierte. wir unterstützen die lebensmittelhändler auf der landstrasse. podcasts über andrew lloyd webber und erich wolfgang korngold lenken zwischendurch von corona ab. mein heutiger favorit: der schweizer minimalismusguru zum thema homeoffice. das wort pendentenfach ist grossartig. beherzige fast alle punkte seit jahren. fein, wenn man mit einer russischen lösung bei einem schwesterlichen appleproblem helfen kann. mamis erste reaktion, den elf jahre alten zu ersetzen, wird revidiert. juttas kollege ist durch seine promiskuität der größte risikofaktor in ihrer umgebung. traurige narzissen neben dem orf wie wir. bastis gesicht in der zib spezial absolut meme-würdig. ‚wisst ihr noch als risikogruppe ein treffen von brettspielern war?‘ fragt das lumpenpack. wenn jemand fragt, wofür du stehst … sag für amore. strecken!
sonntag, 29. märz 2020 – wien: ich höre lobo (schützt euch vor der corona-wut) fast so gerne zu wie er sich selbst. früher 7 km gang, weil sich die meteorologen geirrt haben werden. besuch des leeren stephansdoms während des sehr langen kirchengeläuts. dutzende kerzen, zeichnungen und ein osterhase vor der pestsäule. das ungewöhnlichste im ersten ist die stille. man hört jedes herannahende auto, jedes vogelgezwitscher, jedes absatzklackern. ob die innenstadttauben jetzt wohl eine ungewollte fastenkur machen? die ameisen am boden vor unserer bank neben dem jasomirgottdenkmal auf der freyung preppen ihre kellerräumlichkeiten mit einem großen stück gebäck. thomas theodor heine spricht mir aus der seele mit seinem buchtitel „seltsames geschieht“ in der ringstrassenauslage. fette fische in der wien. der briefträger-psychatrieoberarzt gert postel bei den elementarfragen erweist sich zwar als rhetorisch hervorragend und hat seine erfolgsreise (wie ich) mit dale carnegie begonnen, bleibt aber unsympathisch und -moralisch. mami erzählt vom anruf bei der tierrettung wegen des dann doch mobilen eichhörnchenkinds. laut andrea vier infizierte gradeser. brudl meldet sich, während ‚die leute‘ in der hasnerstrasse sind. dieter bornemann muss man nicht auf 1,2 stellen.
samstag, 28. märz 2020 – wien:
47′ sieben. matthias meldet sich und beim ersten halbsatz sind wir ohne umstände dort, wo wir zuletzt aufgehört haben. café samedi auf zoom klappt hervorragend. stefan und samira beginnen gleich herumzuhopsen mit dem seven-trial. besuch auf der mödlinger terrasse mit doppeltem abstand. papi benötigt einen friseur und mami ein neues ipad. ‚du isst wie eine großfamilie‘ sagt hs und beisst ins selbstgebackene brot. alex berichtet von elternversorgung und garten-auf-vordermann-bringen. ich präferiere die heute show auch post-corona bitte ohne zuschauer. zum fünften mal eisgreisler und bombongeschäft und neubaugasse in der zib gesehen. es wird offensichtlich kein neues schnittmaterial hergestellt. karins mann neben dem finanzminister und ich wusste, der kommt mir bekannt vor. die earth hour mache ich halbherzig mit. schade eigentlich, dass ich nicht von konrad paul liessmann profitieren konnte, als er noch im akg unterrichtet hat. crazy ex-girlfriend noch immer ok.
freitag, 27. märz 2020 – wien:
langes whatsappfonat mit charlotte, die sich ihr erstes board gekauft hat und ab jetzt die abende zu hause verbringen muss. gang von der agnesgasse via hackenberg über häuserl am stoan (mitgebrachte jause mit traumblick) zu sulzweg und neustift runter zu cento retour. gut, dass wir so früh dran waren. sundee macht mit mir im ohr trip zu altglas und post. gratuliere, dass das viele kochen in der wunderschönen neuen küche stattfinden kann. man schreckt fast schon auf, wenn man am screen händeschütteln und umarmungen sieht. wie lange wird wohl die umstellung retour dauern?
donnerstag, 26. märz 2020 – wien:
38’ sieben. skype mit gaylene. man entfremdet sich nicht nur wegen distanz. zwei stunden spaziergang mit rosinenkauf in der wollzeile. die hasen im herzilein scheren sich nicht ums versammlungsverbot. der erpel sucht – vermutlich vom stadtpark kommend – nach fütterern. geparkte kollonne  des krisenstabs mit wagenkarten hinter dem ministerium. tc dankt für franziskanerplatz und taubenmarke.
mittwoch, 25. märz 2020 – wien:
telefonische mini-analyse vor der endgültigen entscheidung in der hinterbrühl. charlotte darf bleiben, wo sie ist. das sollte auch (wie andere vergossene milch) nicht mehr hinterfragt werden. mein phone ist übrigens auf flugmodus, wenn ich (nächtens) schlafe. hs‘ bildschirmschoner sagt „the sun shone, having no alternative, on the nothing new“. 36′ sieben, 5,71 walk countrystreet. prinz charles hat wohl zu viele hände geschüttelt. gerne erkläre ich, was ein podcast und was streaming ist. tc gibt zu, dass sie manchmal absichtlich nicht nett ist. es tun sich abgründe auf. podcast-schlafen, belletristik sortieren. frankreich möchte nicht an die große glocke hängen, dass es tausende häftlinge vorzeitig entlässt. warum eigentlich, wenn es nur um ein paar monate geht? zum kotzen, wenn amis ihr land als ‚the greatest country‘ bezeichnen. haha: „if there’s a baby boom in 9 months, it’ll consist entirely of first-born children“ @winston_chang .. oder auch „six feet away or six feet under.“ @thetweetofgod .. empfehlenswerte talks: oliver kalkofe bei elementarfragen, janis joplin bei radiowissen und bill gates bei ted connect. noch immer erstaunlich, diese netflix-explained-doku zu „the new pandemic“ (veröffentlicht nov 2019). in wien sind 232 hotelbetriebe von 365 geschlossen.
dienstag, 24. märz 2020 – wien: renée spricht im morgenjournal. man würde meinen, synlab gehört zu den gewinnern. aber das ist nicht so wegen der normalen ops, die ausfallen und daher keine blutbefunde benötigen. typography insight klingt wie eine für mich gemachte app. ich kann mich aber auch ohne begründungen an fonts erfreuen und verzichte daher. 36′ sieben. eines der worte, das ich nie lernen wollte: triage. die sympathische thea dorn empfiehlt bei thadeusz für die krise das hörbuch zum mann ohne eigenschaften und diverse kinderbücher. dass man die pest von camus einfach laden oder hören kann, scheint manchem nicht in den sinn zu kommen. die cassetta am see wird gesaugt und weiter entwintert. die mistkübelautofrequenz wurde erhöht, weil die tonnen schneller voll sind in diesen tagen. hs schneidet für die biotonne klein. zwei mal rundherum und dann sonnenbad. so viele tv-nachrichtensendungen wie dieser tage habe ich zuletzt in meiner kindheit gesehen. ein telefonat bitte lieber beenden als hörbar gähnen. immer wenn ich eine uwemba-pastille nehme, singe ich innerlich ‚in the jungle‘. die karten sind in jeder hinsicht gut angekommen. ‚it’s a video life‚ prophezeite bilgeri schon 1981.
montag, 23. märz 2020 – wien: langer gang durch den dritten mit starkwind am rückweg auf der landstrasser hauptstrasse. keine covidiots unterwegs. die postkarten erfreuen hoffentlich. die wohnung riecht nach dem bärlauch (aglio orsino!), den hs im prater gepflückt hat. boris versorgt mich mit ein paar internet-witzchen, lässt die sexistischen aber dankenswerterweise weg. laut der essity statistik benötigt eine person im durchschnitt eine rolle klopapier pro woche. mariella vermutet mich in mödling wegen meines prelogs im hintergrund. der tag verfliegt mit sieben, (video)telefonaten, whatsapp mit den travel buddies, essen zubereiten und vor allem podcasts: ö1 (digital leben, matrix, radiokolleg, journale, wissen aktuell, leporello), smarter leben, ndr info mit prof. drosten, br2 radiowissen, srf 100 sekunden wissen, thadeuszzukunft heute, thema des tages, reality check und natürlich falter radio. wer wird noch arbeiten können, wenn er sich wochenlang angewöhnt hat, den tag mit anderem  und vielleicht interessanterem vollzufüllen? claudiaguide empfiehlt body scan meditation. ziemlich großartig und nicht nur wegen des satzes ‚und wenn du möchtest, kannst du auch die zehenzwischenräume in das feld deines gewahrseins aufnehmen.‘ heute „auch gelernt: strach“ bedeute auf tschechisch „angst“. wie passend. to do: wein sortieren und nach alter trinken. eigenes sieben mit 21 matten-übungen zusammengestellt. feyhan (ist) geht richtung insolvenz, carlos (mad) füllt sich in hell, carole (syd) benötigt chemotherapie. wann und wo wir einander persönlich wiedersehen werden, steht in den sternen.
sonntag, 22. märz 2020 – wien: langer gang allein zur hauptpost und durch den ersten mit sonnenpausen am judenplatz (danke an ellas, dass die sessel weder versperrt noch weggeräumt wurden) und am graben. auch das babylon hat zu. enthusiasmus (ursprünglich die inspiration durch eine göttliche eingebung) kommt (verkürzt) von éntheos, wörtlich „der von gott erfüllte“. ‚rührend‘ in zweierlei hinsicht das video von dem italiener der außer haus geht, um am fenster eine barsituation nachzuspielen. self acceptance could be used to excuse complacency. da sollte man aber hinkommen wollen: zur self-acceptance, „defined as truthfully accepting whatever i am experiencing at the moment as what is happening.“ (aus einem gespräch zwischen der phantastischen brené brown und tim ferriss). so wie ich spricht auch ranga yogeshwar im presseclub im zdf von einem aufgezwungenen sabbatical. luisa in brüssel möchte mit hs den horx-test übersetzen. sein sohn und er dann im frühstück ohne musik wohltuend optimistisch. hs macht köstliches kürbis-sechskorn-risotto und daher braucht sich willi keine sorgen machen um uns. sundee freut sich gsd über die bravo-downloads per wetransfer. crazy ex-girlfriend gefällt mir in wellen.
samstag, 21. märz 2020 – wien: knapp eine milliarde menschen rund um den globus müssen wegen der coronavirus-pandemie das wochenende laut schätzungen in den eigenen vier wänden verbringen. weltweit wurden bisher über 280.000 covid-19-fälle bestätigt, 81.286 davon meldete china. eine firma in brescia 3d-druckt ventile für atmungsgeräte. wenn nötig, bitte online bestellen nur bei österreichischen firmen. rip kenny rogers, obwohl er drumpf unterstützt hat. (promise me, son, not to do the things i’ve done / walk away from trouble if you can / it won’t mean you’re weak if you turn the other cheek / i hope you’re old enough to understand / son, you don’t have to fight to be a man) (you’ve got to know when to hold ‚em know when to fold ‚em / know when to walk away / and know when to run / you never count your money / when you’re sittin‘ at the table / there’ll be time enough for countin‘ / when the dealin’s done). fendrich singt „i am from austria“ von daheim und um achtzehn uhr auf radio wien. die café samedi teilnehmer sind einzeln interessierter an einem gespräch als spontan in der gruppe. frau pigl winkt nach pflanzenkauf bei penny.  bini freut sich über die second hand tastatur. am formal friday lässt jimmy kimmel die killers im badezimmer spielen und ist nicht auf drogen sondern italienischer herkunft. schöner gruss von paolo rumiz aus triest. papi entdeckt ö1 und liest alte parnass. 
freitag, 20. märz 2020 – wien: am see bei sommerlichem wetter. kärchern ist eine lohnenswerte tätigkeiten mit sofortigen resultaten. kurz verkündet den ostermontag als hoffnungshorizont. jutta hat größte schwierigkeiten, den ihr schutzbefohlenen die situation klar zu machen. manfred geht es ebenso mit seinem vater. ich freue mich auf positive entwicklungen neben den negativen. für alle podcasts, die ich hören möchte, benötige ich mehr stunden pro tag. ich glaube, wir sind die einzigen, die noch nicht trinken. die eilmeldung des kaiserlichen hofes hatten hs und ich auch schon intern gefordert. wenn demenzkranke auf den bundespräsidenten hören, dann sicher auch auf den kaiser.
donnerstag, 19. märz 2020 – wien: langsam hat sich das hirn auf ‚hände weg‘ (von türklinken und dem eigenen gesicht) umgestellt. ein se(e)gen. ich filme hs beim auswintern. das puschelgras war noch nie so gut vorbereitet auf den frühling; die eulenbemmel kommen in die tonne; der maulbeerbaum wird zerkleinert. ein guter plan wartet vor der tür. anekdotische evidenz ist meine bevorzugte art und weise zu diskutieren. hs findet das nicht so prickelnd. er offeriert die empirische evidenz. errors in production von heike bollig. apps kann man nach farbe sortieren, wenn man sehr visuell veranlagt ist. selbst dann ist die frage, ob schönheit über komfort gehen soll. bei allem mitleid und sorgen finde ich es wie immer und weiterhin erstaunlich, wie viele menschen ruhig schlafen können, obwohl sie von paycheck zu paycheck bzw. von der hand in den mund leben, obwohl sie es anders könnten (also bitte keinesfalls jene, die nichts weglegen können weil alleinerziehend oder sehr wenig verdienend). was würden also erstgenannte machen, wenn gleichzeitig waschmaschine und auto kaputt gehen, eine krone nötig ist und eine schnellfahrstrafe reinkommt? das stylebook muss mit alten sneakers vorlieb nehmen, denen ein bissl spritzwasser nichts ausmacht.
mittwoch, 18. märz 2020 – wien: wunderbare runde von bis feuerwache über den weilhelminenberg mit schönem blick und interessanten architektonischen details von schrebergärten bis miramare. claudiaguide überlegt mithilfe bei winzern. man kann sehen, wie die welle langsam runterschwappt nach australien. colette, verna, carole, mary und jen geht es gut. toilet paper ist das wort der stunde. carlos darf nicht raus. kultur heute wurde vorübergehend eingestellt, weil keine kultur.
dienstag, 17. märz 2020 – wien: eine art stundenplan wird erstellt, damit der tag nicht einfach so ratzfatz vergeht. langeweile kenne ich nicht. mangels kieser muss vier mal sieben gemacht werden. die matte in der bibliothek hilft, an zwischendurchübungen zu denken. kreul bringt eine sehr frohe botschaft. eine stunde durch den ersten. susi am hohen markt. ein fast leerer graben. die india auslage zeigt ‚kranke zeiten‚ shirts. mami lernt, gesendete e-mails zu finden. gute idee, von acht bis neun die billas für die schwächeren zu öffnen. beim durchsehen der 2017 fotos entdecke ich endlich, wie radio gioconda früher geheißen hat: latteemiele. werden wir gestärkt aus dieser krise gehen? danke jedenfalls an alle, die für die gemeinschaft arbeiten.
montag, 16. märz 2020 – wien: alles gute nach australien, liebe charlotte! die svs wird informiert, dass ich den erholungsaufenthalt in vorarlberg nicht antreten konnte und ist unbeeindruckt. podcast italiano sendet riflessioni dalla quarantena. ich soll dann noch mal eine bewilligung einholen, wenn sich die situation geändert hat. eine verlängerung der frist wäre mir lieber gewesen. ein spaziergang durch den zweiten und ersten bringt frischluft und bewegung. alle gehsteigmitbenutzer extrem respektvoll und höflich.  zweite fotosession bei wurms wärmeflasche. good news: entgegen einer ersten interpretation der wiener polizei ist es erlaubt, mit dem auto zum zweitwohnsitz  zu fahren. das werden wir bald nutzen. hervorragende zusammenstellung österreichischer lieferanten statt amazon.  toll kuratierter hintergrund der orf-rom-korrespondenz. die wiener linien reagieren superschnell und korrekt auf die doppelzahlung. willis emoji kommen die augen hervor vor überraschung, eine lehrerin geheirtatet zu haben. unsere erste begegnung ist zwei jahrzehnte her. christoph niemann hat wie immer die besten sujets zum thema. das new yorker cover ein meisterwerk.
sonntag, 15. märz 2020 – wien: unterschrift abholen in mödling mit viel abstand. ein letztes schnitzel im wild in der sonne. eis am schwedenplatz und gang zurück am donaukanal. das könnte alles bald fern jeder realität sein. es ist der richtige zeitpunkt ‚crazy ex-girlfriend‘ anzugehen.
samstag, 14. märz 2020 – wien: der vorarlberg tourismus bestätigt mir, dass alle hotels geschlossen sind ab montag. der kiesertrainer rät vom zweiten mal morgen ab. die studentischen billakassierer sind besonders nett heute. ‚im dienst‘ steht am alten langsamen dackel. anschober wird mir immer sympathischer. sehr vorausblickend meine monatsüberschrift. den kleiderständer aus der pizza mari‘ finde ich fast. über eine filmperle gestolpert: ’84, charing cross road‘ von und über helene hanff und ihre korrespondenz mit frank doel. anne bancroft, anthony hopkins, judi dench, james eckhouse. speriamo che #andratuttobene.
freitag, 13. märz 2020 – wien: papi liegt und zumindest für ihn ist es gut, dass die geschäfte nächste woche geschlossen bleiben sollen. der dogenhof-kellner hat zu viele fake news konsumiert und gibt sie munter weiter. lunch enttäuschend. superblick von der aida auf den praterstern. wenn man schon kein gemüse mehr kaufen kann (geleerte kisten beim billa), könnte man ja noch nahrung für den geist besorgen? hs schreibt mir live die pk mit hübschen zusatzinfos wie „kurz.. kotz.. hawada hawada sülz..“ frau brigitte helfe ich mit festnetz auf mobilumleitung. das ferstel arbeitet so schnell wie ich in meinen zwanzigern. [oxfam: ungleichheit immer größer: 1% der bevölkerung besitzt bereits 90% des klopapiers.] café samedi wird abgesagt. was wohl die vorarlberg-pk am frühen abend für informationen bringt? in isolamento casalingo si ingrassa. (alessandro gassmann). ‚grazie roma‘ in rom von den balkonen zu hören (dimmi cos’è che ci fa sentire uniti anche se siamo lontani).
donnerstag, 12. märz 2020 – wien: walk bei fast zwanzig grad zu kieser, wo weniger und hauptsächlich weibliche trainieren. viele offene fragen. wenige antworten. schwarze seife von frau witek, die offiziell gar nicht offen hat. abstand zu thomas im fast leeren bräunerhof. caroline unbeeindruckt. erschütterndes weltjournal: china – peking unter quarantäne.
mittwoch, 11. märz 2020 – wien: gut, dass wir das mak schon gestern abgesagt haben. #iorestoacasa. vor-packen und dankbar für bibliothek. das büro-ivar neigt sich in unsere politische richtung. wir schichten um. rudolphs sky könnte freude bringen. der virologe prof. christian drosten informiert angenehm unaufgeregt und sehr profund im ndr corona update.  wieder einmal eine wunderbare deko auf orf iii: ‚wiener parks – grüne oasen am rand der stadt‘. hahaha: who was your favourite performer in ‚once upon a time in hollywood‘ and why was it brad pitt? (screen rant). ohsnap passt auf den scansnap. langes telefonat mit eva und die gewissheit, dass es tausend überlegungen gibt in allen lebensbereichen. großeltern sollen nicht zur kinderbetreuung herangezogen werden. die imex wurde abgesagt; diverse kongresse in wien auch. sara hat zusperren müssen. achja, und mein jahr ist leer. gsd habe ich vorgesorgt.
dienstag, 10. märz 2020 – wien: run gegen den feind wind zu kieser. der möglicherweise letzte christbaum von xmas 2019 wartet am gehsteig auf seine abholung. überprüfung des falterartikels über das heeresgeschichtliche museum. ja, das könnte man verbessern. fesche (teure) bar lucy und brandl im 21er haus. site inspection des sehr chicen (teuren) andaz inklusive wow-blick von der aurora-bar. verblüffend gastunfreundliches gehabe im eloa. hs setzt sich auf den schoss des elefanten. mit gaylenes und vernas hilfe e-mail an marissa. mit ralf von mitte los. wir lassen uns sicher nicht von ein paar tropfen ärgern. pizza bianca bei mari. es muss ja nicht gleich eine therapie sein. um den block für sauerstoff. susi in der perle. ähnliche wünsche punkto alkoholgenuss.
montag, 9. märz 2020 – wien: s&b mit vollen energieakkus. cartoon & betty. stöcke und hosen und beeindruckende erklärungen vom eybl-mitarbeiter. fewa sport werden wir kaufen. bissen vom käseleberkäse. heindl schokolade museum mit sehr schönen ‚ich habe einen an der waffel‘-erinnerungsfotos. der chef selbst sorgt für ordnung. heute gelernt: schokolade kann man abblasen. alice smst und sara meldet sich telefonisch. sie meint, der italiano medio lehnt sich gerne auf gegen von oben verordnete regeln. und die sonntagsdiga-fotos waren von ihr. gern gehört rotraud a. perner im ö1 gespräch.
sonntag, 8. märz 2020 – wien: happy women’s day! run zu kieser, wo personalmangel und bei den schlössern selbstbedienung herrscht. sonnenspaziergang bis zur schlange vorm central. ryan air storniert brudl&mamis andalusienreise. auf der wikam werden hände geschüttelt als wären wir alle immun oder besonders cool. ich desinfiziere mehrmals. kurz hat li hua porträt von sich selbst gekauft, um es ins bundeskanzleramt zu hängen. deborah sengls madvertisement (speziell die echte  zigarettenwerbung für schwangere aus den fünfzigern) wie die meisten ihrer arbeiten sehr geist-anregend. börek im levante. mit dem airpod im ohr vergeht der nachmittag.
samstag, 7. märz 2020 – wien: wer das smartphone nur für ein technisches gerät halte, müsse auch jesus als weinproduzenten bezeichnen (sascha lobo). gang in die lerchenfelderstrasse. akustisch schwieriges café samedi in der melangerie. tarek leitner hat schon wieder etwas geschrieben. posch spendet mimosen zum frauentag. spontane boot tulln mit gerald & patricia. shuttle-service wunderbar. der besuch bringt mich insofern weiter, als ich nun sicher kein boot möchte. weil sparkasse. herren wickelraum zwischen den hallen. die vater-sohn-chirurg-gender-geschichte von alina hole ich gerne raus, wenn bedarf besteht. hurra: alex‘ eltern sind am weg nach hause. frauenbilder – gegenbilder: die künstlerinnen der wiener moderne: tobias natter ist aussprachlich bruder von wukonigg.
freitag, 6. märz 2020 – wien: manne erzählt mir in der tastery von monomaterial und  grifflücke, die wir dann auch gleich bei den bohnen finden. werde ich „vo mello bis ge schoppornou“ laufen? entzückende damen der vorarlberger tourismusbüros werden mir schneckenpost senden. drei tv gerade noch rechtzeitig storniert. es blüht lila am praterstern. olivia werkt und bleibt optimistisch.
donnerstag, 5. märz 2020 – laa / wien: gelernt, dass die booking app eine taste für bitte um kostenlose stornierung hat. unsere inhouse-klingel kann man wirklich nicht hören. calypso rimini bietet von sich aus kostenlose stornierung an. claudia kommt zu uns statt ins volksgarten und lehrt uns, was der verdeckte arbeitsmarkt ist. wir finden trotz veronica ferres nicht mit absoluter sicherheit heraus, ob wir belauscht werden. dafür aber, wie man eine whatsapp-gruppe stumm schaltet.
mittwoch, 4. märz 2020 – laa: ein guter plan von milena glibmovski (milenskaya). die lisa-instastory mit offensichtlich gefälschten amazon-rezensionen wird hoffentlich ein nachspiel für den mitbewerber haben. die masseurin ist spezialisiert auf post-op und narben. wie schön. der koch gibt das nougat-krokant-parfait-rezept frei.
dienstag, 3. märz 2020 – laa: james lipton no longer „inside the actors studio“. hätte nie gedacht, dass er schon so alt war. telefonate mit mehr oder weniger netten svs-mitarbeitern. ‚erholungsaufenthalt‘ kann nicht jeder verstehen. sulzberg scheint möglich.
montag, 2. märz 2020 – wien / laa: hs posiert vorm übersiedelten clown im prater. bei kieser gibt es hygienemaßnahmen. die reha ist bewilligt, aber man hat nicht platz, wenn ich zeit habe. herrliche überlandfahrt nach laa und es blüht mir sogar etwas. geruhsamer schlafnachmittag am pool; entspanntes dinner zu dritt. dass axiomatisch unanzweifelbar / gewiss heißt, weiß ich jetzt auch.
sonntag, 1. märz 2020 – wien: weder anfangs- noch endzeit in meinem kalender stimmen. nach dem nackten wahnsinn im burgtheater eine vorspeise in der ostaria allora.

februar 2020 – mehr arbeit als gedacht
samstag, 29. februar 2020 – wien:
gerne erkläre ich hs, dass die temperatur auf der stirn geringer sein darf als im körperhöhlen. café samedi mit claudia und stefan. großartiger riesenpulli und big mutter von wurm im beim stephansdom. literaturmuseum verblüfft mit gestaltung. spiegelordner, klappe-auf, drehen (johann nestroy als specht), grillparzer-zimmer, videos schauen, hören, lesen. das nächste mal der zweite stock. übelkeit. schlaf. tante. schlaf. auch das café engländer ist erwähnt. glücklich ist, wer vergißt, was doch nicht zu ändern ist. (johann strauss / richard genée: die fledermaus, 1874). sympathisches interview in saldo mit werner landthaler (evotec). charlotte scheint es bestens zu gehen. fendrich mit 65 recht unverändert. und man kennt sooo viel.
freitag, 28. februar 2020 – wien:
jedes telefonat mit leonding eine bereicherung. hs bringt die weisse tasse ans bett. active listening for dummies ist ein mutiges geschenk. bei ikea erfolgreiche inspirationsrunde im ersten stock. es wird ein runder teppich. mörser, gewürzmühlen, fellpolster, schuhlöffel kommen mit. linzerauge nach der augenärztin. auch sundee übersieht das pausenzeichen. strides werde ich aufgeben, denn i am not a to do list.
donnerstag, 27. februar 2020 – wien: run vorbei an den breitbeinigen polizisten am praterstern zu kieser. man soll aufhören, post an frau christian zu senden. unverständliche vorgehensweise der inder: zuerst venue für dinner suchen und ceos befragen. dann erst hotelzimmer suchen. manish kann nicht nur whatsapp sondern auch whatsappcall. gerhard-bronner-doku.
mittwoch, 26. februar 2020 – wien: wir lassen claudia im khm nicht genug zu wort kommen. anthonis van dycks portraits (jan van montfort, nicholas lanier etc) regen kolossal meine phantasie an. kaffee unter der kuppel. blauer mantel im dz favoriten. bei der wiener städtischen steht es drei zu eins für willkommenskultur. erwin wurms pulli im stephansdom gefällt mir. das schmale bett aus dem schmalen haus weckt erinnerungen an berlin. auf der rotenturmstrasse kommen gelbe tulpen neben den frischen bäumen zum vorschein. dr. castro vollendet sein werk. spontan köstlicher leberkäse im vestibül. das curry war im pulled; nicht in der sauce. feinstaubalarm bei faust. zu viel blut. mephisto in stöckelschuhen. eine aufführung mit großartigen schauspielern, bei der man gerne dabei gewesen ist (vergangenheit). andrea wenzls stimme ist immer wieder verwirrend ähnlich der von minichmayr. die szene mit den rosen erinnert mich an ‚american beauty‘. in der bim arbeite ich weiter als lektorin.
dienstag, 25. februar 2020 – wien: ein nussknacker wird aus mödling geliefert. mit mami wunderbare spontan-backstage-führung von tatsächlicher mitarbeiterin gabi im porzellanmuseum augarten (innenausstattung von podrecca). schälchen und rosensalz wäre eine möglichkeit. das palais grassalkovich (ehemaliger wien tourismus standort) wird zum ’nobelsten einfamilienhaus im herzen wiens‘. domingo gibt schnell sexuelle übergriffe zu, während die ganze welt mit dem coronavirus beschäftigt ist. alex‘ eltern haben das grosse pech, in teneriffa im einzigen quarantäne-hotel zu residieren. s&b überheizt und aggressionsfördernd. hs zerkleinert am see. siebzehn grad. endlich schreibe ich an dimore treviso wegen der dreifachsanduhr. geschichten vom walzer und vom würstelstand. lustig, mal wieder stephan eicher zu hören und auch gar nicht schlecht, was er 2019 gemacht hat. aber richtig begeistert bin ich nicht.
montag, 24. februar 2020 – wien: der postler bringt die mütze aus siofok. zwei stunden neun zu fuss gegen den wind zu caroline. skifahrer auf staubzucker in der margaretenstrasse. feine orange-radiosendung von alina zum thema gendern. der mitarbeiter der bäckerei schwarz sollte jener des monats werden. zurück ist die ubahn dann doch die vernünftigere wahl. das zweite auto wird hinten angeschnitten. sehr amüsante opernballdoku und -nachschau.
sonntag, 23. februar 2020 – wien: gang durch den zweiten endend bei kieser. orf zeigt fotos von for forest beim villacher fasching. bini kommt gerne in die ow.
samstag, 22. februar 2020 – wien: 
 erdmännchennachwuchs in linz gilt es der einen dame vom grill zu berichten. phantastische erstwanderung bei frühlingstemperaturen mit claudia von strebers- nach stammersdorf mit feinen ausblicken über wien. hs wird auf meinen grabstein schreiben ’sie stolpert gern‘. einkehr im weingut klager. könnte mich als lektorin bei infoscreen bewerben. und weil ich noch nicht genug gegangen bin heute, mit ralf vom westbahnhof zur haupt- ins momoya und zur nachspeise in die perle. mittlerweile weiss ich die erinnerungsfotos sehr zu schätzen.  
freitag, 21. februar 2020 – wien: 
hagel um zehn, sonne um elf. herrlicher windspaziergang zickzack durch den zweiten endend bei kieser. das stern benötigt herrenjeans; the student hotel ist riesig geworden. es gilt im büro zu scannen und ordnung in alles zu bringen. alex hat ‚keinen pulsschlag mehr‘, wenn es um den dürrsee geht. muss mir diesen herrlichen ausdruck endlich merken. manfred ist weiterhin leicht aufgeregt, wenn es um seine wohnung geht.
donnerstag, 20. februar 2020 – budapest / wien: wenn man genau darauf achtet, schließen viele klodeckel nicht korrekt ab; so auch im fünfsternhaus. hs nimmt mich auf einen feinen spaziergang mit, den er während ilg so ähnlich schon gemacht hat. die italia politica karte findet er ohne probleme wieder. csendes store lässt uns um punkt rein nach der sonnenbank im beserlpark. in der galerie, in der wir anläuten müssen, um ins mezzanin gelassen zu werden, frage ich mich: kann man anhand von objekten menschen noch nach ihrem tod kennenlernen? unmengen an mini kaffeeanbietern ein herrliches sprachendurcheinander mit der ungarin, die auf italienisch-englisch erklärt, dass das gebäude kein theater ist. die wintersonne ist wie ein entgegenkommendes auto. es gibt noch viele vierteln zu entdecken. bis zum nächsten mal. hs chauffiert, während ich am laptop die letzten achtundvierzig stunden abarbeite. heller & schuh begleiten uns bis in die ow. imola freut sich sehr über die schicke pfauen-dankeskarte. das strasserbräu offeriert grosse portionen und einen gemischten satz von krug mit sexuell leicht aufgeladenem etikett. die falconacht im u4 bereitet mir riesenfreude. brudl und ich singen gemeinsam mit roman gregory, georgij makazaria, skero, edita malovčić, johannes krisch, tini kainrath, dem nino aus wien und  anderen. wir tanzen und können von hinten nicht belästigt werden.
mittwoch, 19. februar 2020 – budapest: hs hat schon recht, dass laufen den kopf frei macht, aber das hätte es zwei stunden später auch. nun gut, ich habe ja nicht geburtstag.  heuer gibt es ein aufklappbares parlament, gutschein für sterne und das lange gewünschte reiseplätteisen. langes frühstück mit besuch von gleich zwei sales-personen und sekt on the house. soy milk = milk but introducing itself in spanish. was für eine aufregung um die marzipantorte. zuerst rennauto statt cabrio. und dann mit imolas hilfe beides. süsse autos geschmacklich viel besser als erwartet. ubiquitär war mir nicht geläufig, ich werde es aber möglichst oft einstreuen, damit es mir locker von der zunge kommt. graue ersatzmütze von zara, seifenschale aus email im pauza, bomo art, wartebank für cordy roy oder seine freunde im paloma, marzipantiere im auguszta (seit 1917), beeindruckende lobby-besichtigung im parisi, kaffee mit aussicht und mohn im madal, wonderlab, fünf weiche täschchen im tatika. ‚do pause‘ von robert poynton, gesehen im (wie passend) pauza, bestelle ich in england, habe es aber auch gleich als e-book. aperitivi im kiosk. tasting menu im babel mit langer lange-haare-diskussion.
dienstag, 18. februar 2020 – siofok / budapest: laufen bei beginnendem wind dafür direkt am seeufer. der maulwurf grüßt nach leonding. geld für kaffee mitzunehmen, war etwas optimistisch. fünfzig, siebzig, fünfzig, siebzig, fünfzig, siebzig in ausgesprochen kurzen abständen entlang des plattensee. fast schon bei budapest: was genau bedeuten die hundeschilder auf der autobahn? nach Anruf lässt uns art.. in die Fabrikshalle, in der einige möbel- und accessoire-Besonderheiten aus den letzten hundert jahren käuflich erwerbsbar wären. unser zimmer mit blick auf ferris wheel und stephanskathedrale ist für ein early check in bereit. premiere im arioso: zum cappuccino gibt es eine blume. wir folgen den makers of budapest in interessante shops abseits vom typischen souvenirzeug: retrock, lollipop factory, the garden studio, berlin. andrassy. la perle noire im mamaison offeriert einen köstlichen und visuell ansprechenden business lunch mit jagdservice zu einem nicht nachvollziehbaren preis. imola und wir werfen den resttag weg und zeigen manish und seinem kunden das museum of fine arts, brainstormen punkto restaurants, besichtigen callas, besuchen das vigado, erfreuen mit spoon. drei mal fahren wir mit der spielzeug-ubahn. sie laden uns dafür zum indischen dinner ins haveli auf der andrassy ein und in die szimpla ruin bar kommen wir auch noch. das muss ich mir mal bei tageslicht ansehen. ob ich wirklich eine konferenz für vierhundert ausrichten möchte, wenn der client auf whatsapp als hauptkommunikationsmittel besteht, überlege ich noch. zuerst muss es überhaupt budapest werden. die inder machen übrigens ihre site inspection am e-scooter.
montag, 17. februar 2020 – grado / siofok: dms wird informiert, dass wir endgültig keine fits mehr machen. gegen die einbahn zum vignettenkauf bei der tankstelle. der polizist hat mitleid mit uns. hs ist den full gas bmw buben neidig, weil sie ihren namen aussuchen konnten. ein mcdonald’s, der nur saisonal geöffnet hat. wir nehmen an, dass es am plattensee keine sehr detailreiche bauordnung gibt. check in bei greta klappt bestens; zimmer hübsch. spaziergang bei höchst kitschigem sonnenuntergang zur mole und durch die nebensaisonale tristesse der balaton-buden. wir landen im mala garden, das sich als einzige und gleichzeitig hervorragende dining option bietet. der wein heißt ’szexi‘ und der forint steht so gut wie nie. meinen woolen hat vergesse ich ebendort und lerne dadurch, dass ein porto zahlt empfänger auch von ungarn nach österreich möglich ist.
sonntag, 16. februar 2020 – grado: meine brille ist ein money magnet. den finanzführerschein für schüler schlage ich schon seit jahren vor. auch das unterrichten von gluck bzw. resilienz erscheint mir sehr clever und hilfreicher als mathematik in der oberstufe.
samstag, 15. februar 2020 – grado: maura nimmt bargeld und hat keinen besseren deckel für uns. focenza-bestellung am markt. am radl zur all’anfora geht besser als gedacht. um die ankunftszeit nur österreicher. aquilea café. retour dann spürbar sitzprobleme. budget mit vier mal gedrehter sanduhr. heute show.
freitag, 14. februar 2020 – grado: run bis zur trafik. wir müssen ein angebot machen. ich nehme an, der coronavirus ist schuld an der neuen destinationssuche. marco prüft therme, bringt gleichen deckel und weckt mein interesse fürs smart home. gang mit wind und spar. ich darf schnippeln; feta wunderbar.
donnerstag, 13. februar 2020 – venezia / grado: blick auf den gemüsehändler beim frühstück. gerne setze ich mein geld in die sanduhr. aber nicht zu oft, sonst werden es zu viele. im museum correr wird deutlich, wie wenige touristen zur zeit in venedig sind. man lässt mich trotz leicht zu große tasche eintreten. unklar, wie viel der ort beinhaltet. die italienische signora meint, der sekretär hätte einmal sehr viele geheimnisse verborgen. ich schaue runter aufs illy kaffee beim imperialen garten, aber hs ist mittlerweile ganz woanders. die erklärung erzählt mir von clemens xiii und dass er der venezianer carlo rizzo nico sei, aber das weiß ich natürlich seit gestern. das café ist entzückend und hat den blick auf den markusplatz wie der meine auf den graben. ostaria a la campana. café im calcina. 16 nach zattere. treviso wegen (geistiger) erschöpfung gestrichen. the morning show auf apple hervorragend.
mittwoch, 12. februar 2020 – venezia: frühstück mit barmusik. der versteckte giardino di ca‘ bembo mit mittagspause. ca‘ rezzonico, museo del settecento veneziano höchst beeindruckend. ein ganzes schlafzimmer mit heiliger familie über dem kopfteil und achtundfünfzigteiligem necessaire wurden im zweiten stock nachgebaut. ovale glasstürze, goldener thron und undezente bilderrahmen, canaletti, clemens xiii, live-restaurierung, grüner laser wegen ausstellungsaufbau. halten wir bei der chinesischen touristengruppe automatisch die luft an? jedes kindergartenkind bekommt eine rettungsweste, bevor es in den schulbus darf.  heute alkohol statt kaffee in der sonne der bar canton. viele französischsprachige hier, aber generell wenig touristen. eine mischung aus angst vor hochwasser und virus. wir holen das gepäck im einen und übersiedeln ins nächste hotel. das zimmer im scandinavia am campo santa maria formosa ist größer und im vierten stock und hat eine badewanne. spritz in der bar all’orologio in der sonne mit spanischen videos rechts vor uns. ‚basta non sbagliare la strada’ sagt der kellner auf die frage nach einer bestimmten richtung (auf dem campo santa maria formosa). eine gemeinsame portion spaghetti bringt den glasschüssel-provider fast zum lachen. die halbverhungerten kinder werden von den eltern direkt bei der schule gefüttert. erinnert mich an aupair-tage in paris. willemotte zeigt fotos aus den vierzigern und fünfzigern. bling-hülle und puschel bei meiner dealern in der strada nuova. mit agnes im do colonne. hs meint, es war schon einmal schleppender. erschöpfung. fornarine. der eintrag auf yazio müsste heute ‚venezia fünftausend‘ lauten.
dienstag, 11. februar 2020 – grado / venezia: hs macht den rallyepiloten. der fährmann wartet auf meinen marito, ohne dabei stress zu bekommen geschweige denn zu zeigen. allein die lobby und der rezeptionist im nani di mocenigo machen schon einen unterschied. mega-acqua dell’elba in der lobby. casa di carlo goldoni. halbe pizza in der sonne von san polo. ich erkenne das mais-plastik am geräusch. die birreria la corte meint, es sei zu 200 % bio. nur in der welt der kleingeistigen heissen die linzeraugen ausschließlich fiorellini. weiter herumgekommene sagen auch occhio di bue dazu. museo di palazzo mocenigo e centro studi di storia del tessuto e del costume mit verschiedenfarbigen seismografischen tapeten. das parfümieren begann in der serenissima, bevor es nach frankreich kam. mit dem einser beim richtigen licht den canale grande zur accademia. ob man das rote blinklicht wohl beheben kann? brad pitt, exfrau und kinder haben in unserem hotel gewohnt, erfahren wir bei prosecco und cichetti. im conad darf man nicht fotografieren, aber gerne weihnachtspanettone kaufen.
montag, 10. februar 2020 – grado: schlafen bis in den grauen mittag hinein. anfrage. telefonwalk. few women really appreciate being called “ma’am” – it tends to make them feel old and disrespected. sollte mal der dude auf seine pappe schreiben. nebenbei sende ich an alle aussies einen newsletter.
sonntag, 9. februar 2020 – grado: run nach pineta; von der bar royal schauen wir runter. alleingang mit airpods. notar und notarzt haben denselben beginn, wie ich in meinem kalender erkenne. madame moneypenny sollten alle (jungen frauen) hören. spannung, wer mir die bilder zum oscar zeigen wird. alexander horwath outet sich als woody allen nicht-fan, man hört ihm aber wie immer sehr gerne zu. bin für viel mehr von maya rudolph und kristen wiig und auch von steve martin und chris rock oder auch von allen vieren. können die nächstes jahr moderieren? eminem haut mich vom sessel, wie er da mit bart und orchester ‚lose yourself‘ performt und fast alle im saal mitsingen und -wippen. james corden und rebel wilson treten in wuschelkatzen-kostümen auf, machen witze über „cats“ und präsentieren die nominierten in der kategorie „best visual effects“.
samstag, 8. februar 2020 – grado: alleingang mit airpods bis zum faro. despar. markt ohne meine biancheria intima. hansel. taron egerton macht einen grossartigen elton john in rocketman. ich schaffe fiorello und amadeus aus sanremo nicht bis zum schluss. vor allem, weil unklar ist, wann dieser sein wird. drücke für viceversa von francesco gabbani die daumen.
freitag, 7. februar 2020 – grado:  lauf bis zur zeit beim trafikanten, der mir die borghi più belli reservieren wird. begegnung auf der diga: kurzarm zu nerzmantel. der seilspringende hamster am zeittitel zu „der traum vom anderen leben“ ist köstlich. die sonne brennt fast. neue farbe gefolgt von amüsanten aperitivi mit sara, marita und maurizio. dua lipa nicht nur im zeit magazin sondern auch auf der sanremo bühne.
donnerstag, 6. februar 2020 – wien / grado:  kieser. sonnige fahrt gen süden. therme wieder einen tick schneller für uns bereit. ‚dolor y gloria‘ mit antonio und über pedro gewinnt im verlauf meine grosse sympathie. georgina rodriguez macht zwar gute figur aber sprachlich eher probleme an der seite von amadeus. dann erkenne ich erst, wer ihr mann in der ersten reihe ist. vielleicht sollte man excel einfach bei excel lernen?
mittwoch, 5. februar 2020 – wien: podrecca im ringturm. bei dem wind kommt spaziergang doch nicht in frage. köstliches reisfleisch und ungestürzter pudelling in mödling. meinungsdifferenzen zu homosexuellen eltern. es bleibt die frage, wieso sich alles ändert, würde es um verwandte gehen. uns fällt auf, dass unsere gay kunden immer die besonders netten waren.
dienstag, 4. februar 2020 – wien: jutta und ich entscheiden uns gegen den windspaziergang und für ein feines gespräch. hs besorgt rain-x für cento. schuberth nimmt seine kindergartenarztschrift für den kurantrag. ganz wird es ohne eisen noch nicht gehen. ö1 hat die karte mit schneckenpost und erlagschein gesendet. amadeus und sein als priester verkleideter amico eröffnen sanremo.
montag, 3. februar 2020 – wien: kieser. zweite süditalienkarte von posch. aber die von michelin ist besser weil gedreht. claudia g. gefällt das venezianische cover. linked in prüft, ob ich eine maschine bin. hat der handwerker nicht zu oliver in den haag gesagt: ‚worst-case scenario? the renovation goes three years and two million dollars over budget, one of you bludgeons me to death with my own hammer, and you both get the electric chair.‘
sonntag, 2. februar 2020 – wien: 
heute ist ein palindromischer tag (02.02.2020). ich gewinne den monatelangen kampf mit microsoft for mac und der indizierung. mein outlook kann wieder uneingeschränkt suchen. auch finanzen synct. mary und carole nehmen an thiems finale teil im gegenteil zu mir, die ich sportschauen nichts abgewinnen kann. a ciascuno il suo. schon 1982 berichtete das new york magazine über die abgekuppelten steinberg-poster anderer städte. in melbourne hängt natürlich das original-sujet neben dem tvgerät. danke für die leistungen von leonardo dicaprio, brad pitt, margot robbie, luke perry, al pacino (mit iris apfel brille), lena dunham, damian lewis, timothy olyphant, michael madsen und costa ronin in ‚once upon a time in hollywood‘ und danke an quentin tarantino für das umgeschriebene ende der geschichte. möglicherweise wird man von julia butters noch einiges hören.
samstag, 1. februar 2020 – wien: der mann meint weiterhin ‚das schneckt‘. denke an pauli, wenn ich innocent-werbung ‚im neuen year weniger denglisch geused?‘ lese. frühlingsspaziergang bei 13 grad bis zu an den kohlrutschen. der von mir mitfinanzierte bäcker hat täglich von sieben bis sieben offen und der brotduft ist schon von der weite zu riechen. rostiges im austria campus nicht fotographisch einfangbar. kieser. den vor gefühlten zehn jahren in paris gekauften penhaligon-puschel weihe ich ein. welch schöner moment, wenn das kleenex perfekt aus der box gleitet. ich habe endlich in case of bezwungen. bipa antwortet enorm schnell, kann aber nicht komplett recycletes anbieten. ‚the irishman‘ gefällt uns. die grosse kritik an der verjüngungssoftware kann ich nicht nachvollziehen. online wird behauptet, eine narbe zwickt oder juckt, wenn sich die wetterlage ändert. interessante und womöglich korrekte theorie.

jänner 2020 – toleranz üben
freitag, 31. jänner 2020 – wien: kieser. mary gratuliert zu thiem. weiterhin gilt in österreich rechts vor links im strassenverkehr, nur dass das mal wieder erwähnt wird. fragen kostet nichts und castro kommt mir entgegen. podcasts hören, während man mir wurzelspitzen entfernt, erweist sich als win-lose und damit besser als lose-lose. wenn man ‚wer hat angst vor virginia woolf‘ ansieht, kommen einem die kleinen problemchen in der eigenen partnerschaft leicht verdaulich vor. ’springing things on me‘ wird mit ‚mich vor fertige Tatsachen stellen‘ übersetzt. heißt das nicht ‚vollendete tatsachen‘? auch doris knecht ist von gillian anderson und sex education season 2 begeistert. verstörender falter-leitartikel zum thema kosmetik bei jungen mädchen. 
donnerstag, 30. jänner 2020 – wien: wegen zeitmangel skype statt treffen mit bini. das können wir öfter machen. wien mitte ist gut aufgestellt mit media markt, wemove, müller, douglas, macshark und eurospar. aber sympathisch wird mir nie eine mall sein. auch nicht the. von ahava gibt es zu viele verschiedene sorten für einen überraschungskauf und ich weiß nicht mehr, wie es in tel aviv gerochen hat. bin erfreut, dass ich bald eine ‚italian gesture‘ als emoji zur verfügung haben werde. ‚du darfst nicht zu enrico mutieren‘ sage ich zu hs, weil er mich nach etwas fragt, das ich eine minute vorher erklärt habe. augentropfen vier mal am tag bedarf einer guten planung. apropos, das frühstückreservieren sollte ich nicht anderen überlassen. klaus nüchtern schrieb 2014 unter dem titel „wegrauchen, aussaufen auslöffeln, aufbrauchen“, sein bruder sei der großkalif des erledigens und betreibt in dieser disziplin einen aufwand im vergleich zu dem sich der taj mahal ausnimmt wie ein kindergarten im bauhaus-stil. wenn der einen sack puntalette leermacht, dann richtet er sofort einen familieninternen feiertag des puntalettesäckeleerens ein und schichtet ein paar termine um, damit er am nächsten donnerstag seine kinder erstmals zum gemeinsamen puntaletteeinkauf mitnehmen kann, was sich zeitökonomisch wunderbar mit der abholung des dosenspitzers kombinieren lässt, der in der dosenspitzermanufaktur gerade generalüberholt und mit einer neuen klinge ausgestattet worden ist.“ möglicherweise bin ich mit ihm, dem bruder, verwandt. weiter schreibt nüchtern: ich bin froh, wenn auch mal was weg ist, vor allem im kühlschrank. man hat dann wieder die übersicht und die gewissheit, dass in den hinteren reihen nichts am wegschimmeln ist [..] weil verfall aber schon traurig ist und macht, soll man alles immer gleich aufmachen und weglöffeln, vor allem die kandierten veilchen, die sauer eingelegten lilien und die selbstgemachte schlehdornmarmelade, die man ständig geschenkt kriegt. dasselbe gilt für edle notizbücher. sofort reinschreiben! einkaufslisten, erledigungsvorhaben, eisprungstatistiken – egal, irgendwas. [..]
mittwoch, 29. jänner 2020 – wien: kieser. sonja erstmals getroffen, obwohl sie schon seit  jahren am praterstern trainiert. reha-recherche. bei posch süditalienkarte holen, damit ich meine highlighter zum einsatz bringen kann. die telegram emojis können mehr. köstliche moules frites zu dritt am furtwänglerplatz. gaylenes mutter wird nach canberra ziehen, aber ich bekomme nicht heraus, how she feels about it.
dienstag, 28. jänner 2020 – landshut / wien: die ludmillastrassen-strafe lässt mich an omi denken. frühstück im zugig-ungemütlichen chocolat. cancanstiefel mit zipferschluss und gummisohle. erich freut sich über ‚leo‘ und neu erworbene e-mail-fähigkeiten. zurück. ’sex education‘ auch in der zweiten staffel erfreulich.
montag, 27. jänner 2020 – wien / landshut: eine menge lkws unterwegs richtung bayern nach dem wochenende. centerroom ok. besprechung verläuft gemütlich und ohne überraschungen. stadtspaziergang. biogulasch.
sonntag, 26. jänner 2020 – wien: heute zwei mal burgtheater: europa im diskurs – debating europe – wer hat angst vor der digitalen demokratie? vier menschen und ein büschel weiße haare diskutieren und gestikulieren. ich bewundere die wackeleule im panettone am see. gemeinderat wählen in münchendorf. the party von sally potter in der burg etwas zu banal. handzahme akteure beim wiedersehen im dschungelcamp. wir haben es geschafft und hoffen, einige teilnehmer nie wieder zu sehen.
samstag, 25. jänner 2020 – wien: ausdauernde café samedi gäste in der ow: claudia, jutta, manfred, ronke. claudia und ich singen den k+k deutschmeister song aus dem fünfziger jahre film als würden wir das täglich tun. streif-nachschau. wenn sport, dann aktiv. rützel meint: „prince damiens easy-breezy-cheesy-blick auf die welt mag einen in seiner hartnäckigen kindlichkeit zwar manchmal genervt haben, aber am ende steht er hier als einziger camper, der sich nie über einen anderen dschungelsitzer erhoben hat, nie gemein und verletzend war. als beschützer von witwen und greisen hat er sich den titel verdient. jede andere krönung wäre ein fatales signal.“
freitag, 24. jänner 2020 – wien: sundee und ich schaffen wirklich brav unsere telefonate und ich genieße jede minute. dr. castro erstbesprechung. er ist (noch) teurer geworden. mit ralf zu fotosessions spazieren. haupt- im reinthaler gluckgasse und nachspeise in der schönen perle. tanzen ist fix vorgenommen für zwanzigzwanzig.
donnerstag, 23. jänner 2020 – wien: kieser. hs beliefert werkbank & repertoire. bin beeindruckt von boris podreccas unglaublicher werkliste in ‚meinen‘ regionen. zu fuß zum höchst beeindruckenden weibsteufel (karl schönherr) im akademietheater. moretti und minichmayr genial. besonderes bühnenbild mit übergrossen baumstämmen. 
mittwoch, 22. jänner 2020 – wien: schuberth nimmt persönlich ab und rät zur recherche im reha-kompass. endlich mal wieder ein längeres update mit boris im menta. goodbye, charlotte!
dienstag, 21. jänner 2020 – wien: kieser. räumen und dabei podcasts hören stellen sich als geniale kombi heraus. hs besorgt mir bei roma vier auf vorrat. doku american factory und ich frage mich, wieso die chinesen in ihrer heimat-fabrik filmaufnahmen zugelassen haben. langsam merken wir, dass wir zu wenig schlaf bekommen. gottseidank ist nur einmal im jahr dschungel.
montag, 20. jänner 2020 – wien: kieser. thomas im bräunerhof. der nachname wird jedes mal anders geschrieben; mal mit d, mal hinten mit c. jüdisches museum: die ephrussis. zwei stunden und ich versuche, jedes detail wahrzunehmen. grace and frankie bingen. hoffentlich bleiben jane fonda und lily tomlin noch lange als schauspielerinnen tätig. getränke in der schwemme, weil nur koch und kellnerin. heisenberg von simon stephens im akademietheater.
sonntag, 19. jänner 2020 – wien: charlottes abschiedsbrunch in der hinterbrühl. der nackte wahnsinn (noises off) von michael frayn in der burg (übernahme vom residenztheater münchen) phantastisch lustig. wir stellen uns das komödiantische mit den props alles richtig machen sehr schwierig vor.
samstag, 18. jänner 2020 – wien: staudigl schenkt mir zehn euro. café samedi im engländer mit ungewohnter und sehr entspannter besetzung: stefan, gerald, patricia, manfred. charlotte in der hinterbrühl beim packen für sechs monate australien helfen. wir packen nichts, kreieren aber eine ziemlich gute liste. am wichtigsten: in beide richtungen schauen beim queren von strassen. dschungelcamp dank twitter und rützel wie immer sehenswert.
freitag, 17. jänner 2020 – wien: herr specht bringt mir die weisse tasse ans bett zum telefonat mit sundee. manche wollen dunkelheit im badezimmer, andere einen laufenden föhn. ob ich bereits als teenager organisiert war? man ist schon froh, wenn eine waschmaschine neun jahre gehalten hat. vom vierteltelefon zum normalen festnetz zum mobilen riesenbrocken zum smartphone. paris 1992 mit münzen zum hüttl; heute jederzeit gratis whatsappcall möglich. schön, dass die ö1app existiert, aber ich hätte noch ein paar verbesserungsvorschläge und würde lieber für sie zahlen als gis. in anlehnung an die guten vorsätze von andrea maria dusl nehme ich mir folgendes für 2020 vor:  mehr spazieren zu gehen, noch mehr postkarten und mit der hand zu schreiben, mehr musik zu hören und mehr am meer zu sitzen.
donnerstag, 16. jänner 2020 – wien: zink und vitamin c haben gewirkt. kieser. proppenvoll: das rote wien 1919 bis 1934 im musa. gut, dass ich mir die zeit (und cento) genommen habe. heller aufgenommen um später zu transkribieren und zitate zu speichern. habe das büro für mich allein wegen des handballmarathons. ich tauche ein in videos aus ’85 von live aid. every time that bass comes on I pray that it’s ‚under pressure‘ and not ‚vanilla ice‘. ibes wird interessanter. outlook darf nicht mehr durchgehend offen bleiben.
mittwoch, 15. jänner 2020 – wien: olivia am augarten ist nicht nur älter als gedacht sondern auch gebräunt vom kanaren-urlaub. der jänner ist der montag des jahres, finden manche. ich aber mag montage sehr. mit christiane in der kühlen aber sehr schönen aida-hutfabrik. wir sind die zwei erstaunten familienmitglieder. den anderen war möglicherweise gleich klar, dass eine entscheidung nicht viel zu bedeuten hat. luksch schlägt einen cortison-versuch vor. nutzt’s nix, schadt’s nix. in der schwemme arbeitet man nur zu zweit, aber immerhin bekommen wir ein snackchen. wo wohl der steinhauser sitzt außer ganz klein im pausenfoyer? neben uns der exzentriker mit der stola. die pferde sind bereit. grossartige ‚deponie highfield‘ von rené pollesch im akademietheater. besonders gut: kathrin angerer.  
dienstag, 14. jänner 2020 – wien: möglicherweise muss brudl jetzt aber wirklich und endgültig in den panzer steigen und mit augen zu und durch dem schrecken ein ende bereiten. kieser. zotter hat sich leider geirrt, sonst hätte ich gleich bei ihr neu angelegt.  auch hier sieht man, wie schlecht das ba-online-system ist. sogar bei mundhygiene helfen die airpods pro sehr. gegen zue nase soll zink und vitamin c wunder wirken. ich falle auf den slogan ‚wie ein pulli für die nase‘ rein in der annehme, sie werden weicher sein; nicht grösser. in der apotheke fast dreistellig. es gibt auch von mautner markhof honigsenf . 
montag, 13. jänner 2020 – wien: aus australien bekomme ich ein paar genauere einblicke in die situation und höre von mehreren seiten, dass es auch gutes zu berichten gibt. ‚on the bright side, tragedies always bring out the best in people also, well most people. it is the beautiful aspect of human beings who reach out to others in their time of need selflessly. there are many many instances of the kindness of people that brings tears to our eyes. my goddaughter told me there were people along the road who set up water stations and people putting up signs that they can use their toilet. others are offering accomodation free of charge for however long they need.‘ sagt verna. kieser. hellers ö1-gespräch mit renata schmidtkunz berührt mich sehr. ekad zahlung vierstellig. sollte aber für vierzehn monate halten. sundee, bleib so wie du bist! posch-theres not amused über den tag. pagrodame wie ausgewechselt. weljournale über lkw-fahrer aus osteuropa und über elektroautos hochinteressant. ibes langweiliger als wir es gewöhnt sind. 
sonntag, 12. jänner 2020 – wien: nase zu. ich bleibe zuhause. weihnachtsbaum entrötet und für nächstes jahr verstaut. wenn frank gillett (technology analyst for forrester) recht hätte mit „computer chips are making their way into other electronic products like earphones, which means that companies are likely to introduce innovations in wearable accessories .. two possibilities: earphones that monitor your health by pulling pulses from your ears, or earbuds that double as inexpensive hearing aids.“, könnte das manfred, mir und anderen helfen. auch wenn es  natürlich unhöflich aussehen würde.
samstag, 11. jänner 2020 – grado / wien: packen und halb entscheiden, dass eine rückkehr vor märz stattfindet. ruhige fahrt nach wien. die augen der katze poppen enorm wegen der sonneneinstrahlung. thermenfehler f22. boris mit maria retter in der kalten not. wir merken uns jetzt, was hinter dem türl zu tun ist. erstes familienmeeting ever. entscheidung gefallen und gut zu wissen, dass es angeblich niemandem schlecht gehen wird damit. in fünf jahren werden wir zurückblicken und wissen, wer recht hatte.
freitag, 10. jänner 2020 – grado: mit klodeckel zu maura. run bis zum tor. piscina-kaffee. sieben. sonnenbad. mehr als fünf zentimeter kommen weg. sara spricht mir ‚la madre degli ignoranti è sempre incinta‘ in justpressrecord. aperitivi im tergi und nachbesprechung camper-reise der vier menschen und acht pfoten. das nicht-weglegen-können der tausend anderen universen schafft unverständnis.
donnerstag, 9. jänner 2020 – venezia / treviso / grado: frauenpower bringt uns zur friedhofsinsel. die gräber auf san michele schauen alle in dieselbe richtung und werden nach fünfzig jahren aufgelöst. es gibt kein rücken an rücken. plastikblumen machen es  farbenprächtig. herr basso zeigt uns, bis wohin das hochwasser gegangen ist und verkauft mir wahrheiten zum älterwerden (growing old isn’t so bad considering the alternative). spaghetti in der glasschüssel mit handwerkern. wir genießen ‚drei tore in zwei minuten‘ am canale grande. das beste ist die abwesenheit anderer touristen. (16) nach fusina. landstrasse nach treviso. die clessidre sind auf urlaub. eine gasse mehr wiederentdeckt. prosecco und cichetti im san michele. so schließt sich der kreis.
mittwoch, 8. jänner 2020 – venezia: meine kleinen bepelzten freundinnen reiten ein ins do colonna und setzen sich ohne mit der wimper zu zucken, um sich dann um zwei euro ein glas wein zu bestellen, obwohl sie sicher seit jahrzehnten wissen, dass hier selfservice ist. so werde ich das ab siebzig auch machen.
dienstag, 7. jänner 2020 – venezia: beeindruckendes frühstücksbuffet zu lauten klängen, vornehmlich portugiesisch. der löwe ist kein architekturmodell. vor dem sprechenden angeschickerten ein sonnenmacchiato mit blick auf den nie leeren platz. interessante führung durch die kalten synagogen des jüdischen museums. die lockenköpfige guidin neidet den festlandbewohnerinnen haus, garten und auto. dass wir jemanden kennen, der nach venezia gezogen ist und arbeit gefunden hat, kann sie kaum glauben. hundertwassergarten eden angeblich geschlossen. ostaria la campana unverändert mit bestellung an der buddel. brudl stimmt mit mir überein, dass es kein tribunal werden darf.
montag, 6. jänner 2020 – grado / venezia: ob das wohl die numero verde ist, die man bei der roten ampel an der baustelle anrufen muss? alles läuft am schnürchen. wir finden den parkplatz am terminal fusina, fahren mit (16) bis zattere. agnes wartet schon beim palazzo veneziano. befana regatta bei der rialto brücke versäumen wir schlussendlich, entdecken aber neue wege parallel zum canale grande. pranzo mit pizzen in der birraria am san polo. die schwarze baustellen-hand, die das kind in treviso vermisst hat, ist in hier allgegenwärtig. die sonne kommt raus. die heiligen drei könige am markusplatz-uhrturm. mit agnes über zhao hanzhong zur officina ormesini auf einen prosecco. mit 5.1 durchs dunkle wasser nach zattere. l’eridità.
sonntag, 5. jänner 2020 – grado: kurzer lauf mit wind und desinteresse. sieben. samstag ist nicht amtstag, aber lustig. es ist fast zu warm in der sonne. salomons buch sehr sympathisch, heben wir uns aber für inselerkundungen auf. zeit zum addendum-lesen.
samstag, 4. jänner 2020 – grado: markt mit kleineren focenza. café im tergi weil hansel zu. massen an keifenden hunden. blinkist copy paste weil der siebente naht. besuch beim doch nicht nach lissabon reisenden andrea und seiner stark blutenden mutter. walk entlang canale genüsslich. ‚everything is figureoutable‘ hätte ich für falsches englisch gehalten, ist aber dann ein nettes büchlein von marie forleo.
freitag, 3. jänner 2020 – grado: goodbye schatzis, es war sehr fein. dass ‚kleider machen leute‘ von gottfried keller ist, hat mir lamls unterricht ins hirn gebrannt. lauf, sieben. jetzt essen wir mal weniger.
donnerstag, 2. jänner 2020 – grado / treviso: traumausflug in eine der feinsten städte italiens, in der das zurechtfinden wie immer herausfordernd ist. aperitivo beim fischmarkt. pranzo im odeon alla colonna (arkaden unter dem kanal). der weisse radicchio sowohl beim piatto tipico als auch in der lasagna köstlich. die wandmalerei mit den schaukelnden girls täuscht uns alle. fielmann-lesebrillen zum ausprobieren an der bar. zwei mal magnum für brudl am rückweg. kann ich nur noch lebensmittel zu mir nehmen, deren barcode yazio erkennt? qigong Cathrin schreibt und ich würde mich über ein wiedersehen freuen.
mittwoch, 1. jänner 2020 – grado: danke für alle guten neujahrswünsche. was für eine schöne jahreszahl! nicht-essbare glücksbringer werden wiederverwertet werden. boemo erwartet tausende spaziergänger. sie kommen auch alle in die sonne. reparaturaperol  im al porto (alice erfreut-erstaunt, dass ich weiß, wie optikerin gegenüber der apotheke heißt) und carbonara im superfreundlichen panino helfen bei der wiederherstellung des wohlbefindens. ‚my way‘ als tattoo auf der hand ist wenigstens originell. alle haben neuerdings superschicke brillen.

rückblick 2019
liebster mensch und bester krankenpfleger – herr specht
bald gerechter bedachter auto-, uhren- und bergeliebhaber – brudl
wieder genesene und bald vom muttersein sabbatical nehmende geduldigste recht-erklärerin – sista
beste telefonpartnerin und laa-zimmerteilerin – sundee
abwechslungsreichster egal-wohin-ausgeher und über-alles-reden-könner – ralf
bastelndste schenkerin und zukünftige wanderpartnerin rund um wien – claudia
telefonisch immer am laufenden bleibende atterseependlerin – alex
beruflich glückliche neudurchstarterin – bini
großzügigster kitzbühelfahrer – boris
positivst gestimmte hamburg-pendlerin – jutta
beste familen-fotos verschickende vierfachmutter – manne
wien-interessierteste spazierende woman of vienna – ronke
vielleicht bald mehr dankbarkeit fühlender wohnungsoptimierer – manfred
helfendster komplimentemacher – raffael
handwerklich begabteste op-näherin – dr. lehner-rothe
lässigste ultraschall-besitzende physiotherapeutin – olivia schmidjell
am lautesten lachende und unabhängigste wienbesucherinnen – sara & giulia
verliebteste bellissima figura machende elbanische mutter – alice
sanftester flinserlbestückter krankenbruder – andrea
spontanste und begeisterungsfähigste wandervögel – die schatzis
temporärste änderung – null = invent
stillstes neues haustier – der bosse-hase
beste nicht mehr wöchentliche frühstücksrunde – café samedi
lässigstes neues accessoire in der ow – sanduhr(en)
lässigstes neues accessoire in der viale del sole – sanduhr(en)
beste neue aussicht – meer & horizont wegen gestutzter bäume
kulinarisch exzellenter aber durchs hockerln auch leicht absurder 47er – dinner im showroom
schönste wanderung – brda
beste technik-anschaffung – iphone 11 pro max
größtes dejà vu – op im bauchbereich
überraschend hervorragende musik – spätes leuchten von andré heller
weiterhin bzw. wieder zu verbesserndste fortschritte – italienisch, run, sieben, kieser, radl- und wanderkondi
unausrottbarste unhöflichkeit – mobiltelefon während eines live-gesprächs benutzen.
originellster us-slogan für nächstes jahr – any functioning adult 2020
beste reise in neues terrain – süditalien
so fein, dass gleich 110 nächte – grado
concerto ottimo – jovanotti beach party
hervorragende businesslunch-überraschung – le ciel
viertbestes wohnzimmer – café engländer
spontanstes wohlbefinden – snoezelen
unnötigster schreck – papi in wiener neustadt
konstanteste aktion – photo booth, stylebook
spätester sonnenplatz mit getränk – spritz bianco in der bar al porto am 31. dezember
bestes motto – do more of what makes you happy
größte vorfreude – süditalien, die nächste.
rip: elisabeth, elizabeth t. spira, lotte tobisch, marie fredriksson, bruno ganz, karl lagerfeld, luke perry, doris day, niki lauda, karel gott, andrea camilleri, danny aiello, peter matic, guillermo mordillo, joao gilberto.