caro diario

juli 2019: don’t rest in peace, live in peace
donnerstag, 11. juli 2019 – wien: spontan entscheiden sich die schwerreichen riesen   doch gegen die radtour. auch die kleinfamilie hat anderes vor. der naschmarkt giorgi-roni in topform. die brille ist spürbar, sieht aber super aus. wenn wir draussen sitzen, muss schella kann her.
mittwoch, 10. juli 2019 – wien: to do liste wird von verbaler autokorrektur in todesliste verwandelt. mein melkfahrplan war gut berechnet. echte wachauer marillen für alle in der winkelgasse. mit dem rücken zu den rugbyfans probieren wir vom kapitän abwärts alles menschenmögliche. mitten in der ersten halbzeit des state of origin game klappt es dann. eine weitere technik-challenge brauche ich bitte nicht. die hangovers essen drei mal. sound of music singers möglicherweise nur für maria. hs geht in marmelade-produktion. renatas calamari weit über denen von der cantinetta antinori. der smartass kellner nicht so sympathisch wie die fossalon-jungs. aber wer zahlt, darf natürlich das restaurant aussuchen.
dienstag, 9. juli 2019 – wien: um fünf uhr früh aufstehen im sommer gar nicht so schwierig. der kleine techniker von kfp gehört zu einer grundschulung. themen wären pünktlichkeit und pünktlichkeit. hotelstaff hilfsbereit aber ohnmächtig. orientation walking. melissa. im the kitchen wird plötzlich ein mikro ermöglicht. ich darf tarte au citron mitnehmen.
montag, 8. juli 2019 – wien: es läuft. dankeschön-uhr bekomme ich schon vorab. angenehme teilnehmer. joe und peter am flughafen. hs hilft beim lollipop-halten und tasche-tragen und überhaupt. heidi vergisst sprite. die enten finden reissenden absatz. theuer & punzet catering hervorragend. brownies und blümchen kommen mit nach hause.
sonntag, 7. juli 2019 – wien: der speedy gonzales im gasometer findet denselben zahn wie ich und behandelt sofort. wir bezweifeln gemeinsam, dass man das nicht schon gestern am panorama gesehen hat.
samstag, 6. juli 2019 – wien: maria, joe und peter nett wie erwartet. meetings gehen gut. berenike angenehmst. hasni fährt mit smartphone zwischen den beinen. ob das klug ist? heurigenessen ausgezeichnet. die schrägen von der schmerzfrei-crew in der sieveringer strasse verabreichen zwar globuli zum schutz gegen röntgenstrahlen (sic!), aber sie finden die ursache trotz ausgezogener schuhe nicht. die schlimmste nacht meines bisherigen lebens. möge ich nie etwas schmerzhafteres erleben.
freitag, 5. juli 2019 – wien: laufen, kieser. wild zu mittag. letzte vorbereitungen. gute idee, im hotel hallo zu sagen. wenn maria sich freut, ist alles besser.
donnerstag, 4. juli 2019 – wien:
die neue lounge ‚under the trees‘ im volksgarten eine sehr hübsche idee, vor allem, wenn man ganz früh da ist und einen hochtisch ergattern kann. hs geht nicht zum fado. die gesangseinlage weitaus besser als ‚falco‘. mit claudia, manfred dann auch noch getanze. word up!
mittwoch, 3. juli 2019 – wien: run zu kieser. der parkplatz wartet natürlich auf uns und ist der allernächste zu stino. ob schwarzmatt oder graulack, wird noch zu entscheiden sein. schattenkaffee. caroline. mit charlotte auf der suche nach geschenken. altmann & kühne, manner. veganista in der taborstrasse. mit hs garage 01. stechender schmerz beginnt.
dienstag, 2. juli 2019 – see / wien: ich wusste ja, dass ich keine anmeldung bei der ma36 brauche für diese sache im waggon 31..
montag, 1. juli 2019 – wien / see: die zeitliche flexibilität von hs ist ein traum. ich könnte mir eine scheibe abschneiden. das plane ich gleich mal und setze es auf die to do liste. hendl meine ich, nicht handy. der blick vom schreibtisch heute besonders hübsch. mir fällt ein, dass ich mit elf, zwölf stundenlang die mordillo-schrift geübt habe. machen wir einfach open house zum baden. hs kümmert sich um mariella und konstantin, während christiane, eva und ich bei prosecco plauschen. alles schön chillig hier. sturm zieht auf.

juni 2019 – may you live in interesting times, baby
sonntag, 30. juni 2019 – wien: früher walk und loungebesuch. gedankenspiele zu italienischen immobilien. möglicher toskanaurlaub sollte doch mit curves möglich sein. kieser schwach. vielleicht brächten aussenrollos am büro etwas? likörgruppenvorbereitung. frieren trotz hochsommerlicher temperaturen. lieber gleich ins bett als zum see.
samstag, 29. juni 2019 – wien / see / wien: langes gemütliches seefrühstück mit claudia und manfred. fast kühl auf dieser terrasse, man glaubt es kaum. stefan sitzt vollkommen unverändert mit family im fabios. top-rooftop in der herrengasse. ralf applaudiert. schanigarten perle. gleich wieder weg aus dem spelunken-dachding.
freitag, 28. juni 2019 – wien: run zu kieser mit worst performance seit langem. sir jony ive verlässt apple. hoffentlich werden sie auch ohne ihn akzeptables design kreieren. fisherman-wein war ein irrtum.
donnerstag, 27. juni 2019 – wien: also so eine hochstecksache kann schon einiges. gefühlte zwei dosen spray verbraucht. im hornig keine bedienung, dafür bravo, cosmopolitan, falter, presse, standard, emma etc. yogesh hat mir vier kreiert und ich werde probieren. brudl freut sich über besuch und blut-test überlege ich noch. „grazie infinite“ sagt der bart am schottentor. der kellner im bräunerhof versucht, thomas und mich zu einer nachspeise zu überreden, aber wir können nicht. zerfließen im einser gemeinsam mit dreissig kindern. nur schnecken heute. sundees karte ist schon gelandet. fisherman gibt vielleicht doch einen wein aus.
mittwoch, 26. juni 2019 – wien: run zu kieser lieber etwas früher als sonst, damit uns nicht der hitzschlag trifft. katja ist wieder großmutter. diesmal von maximilian. ich kämpfe mich durch die likörgruppenkorrespondenz. fenster bleiben zu. zeit vergeht im sauseschritt. nuller geschafft.
dienstag, 25. juni 2019 – london / wien: geniales stasher bei schusterin nahe victoria. ein letztes mandel-croissant beim vierten pain quotidien. pimlico besonders hübsch. orange square nächstes mal. kings road mit schokoverkaufender italienerin. god save the queue. conran führt perigot bambus & wolle feudel. muss mit. hs sucht uns aubaine für finalen lunch. der isokon penguin donkey mark 2 gefällt mir ausnehmend gut. rules of life‘ gleich im flieger begonnen.
montag, 24. juni 2019 – london:
sonntag, 23. juni 2019 – london: 
columbia road. david bowie erkenne ich trotz großer abweichung. die campania-italiener lassen warten, dafür ist der steinteller mit obst beeindruckend.
samstag, 22. juni 2019 – london: hs hat uns liebenswürdigerweise schon oyster karten besorgt und auch einen stadtplan, der genau abdeckt, wo wir uns aufhalten werden. noch vor aufsperren beim pain quotidien, vor allem weil mein laptop dachte, es sei eine stunde später. phantastische spekulatiusschmiere, die sich später als relativ nusslos herausstellt. mit (23) zu carnaby / liberty. wir sparen schritte: mit dem bus eine station zur jermyn street: käse kosten und bier-salami kaufen, schnarchenden heimatlosen in der kirche zuhören. in der buchhandlung keine little pleasures finden. im fortnum & mason keinen tee kaufen, weil nur ein prozent ginger. durch die princess arcade (schoko) und die burlington arcade zur meile der überteuerten markenmode. tolle auslagen aber obszöne preise. galerie mit dem herrn quinn, dessen vornamen ich immer vergesse (lorenzo). sieht in venedig in weiß viel besser aus als in kitschig glänzendem metall. es kommt leichte unterzuckerung und ungeduld auf. großes glück: tisch für drei im market place mit exzellentem lunch im freien. eine kellnerin vom gargano, eine aus südtirol, eine französischsprachig. wie spricht man coleslaw aus? (bin nur hier zum sprache studieren; geht mich nichts an). gelbe börse bei oliver bonas. ohne tasche mit (18) durch einen weitaus kleineren teil von london als man glauben würde. trellig tower mit lift aussen. die cafés in der golborn street auf den ersten blick sehr nett. auf den genaueren kein betretungswunsch. kekskaufstop bei texaco. wembley: es gibt gratis kaltes trinkwasser, die toiletten sind sauber, das publikum ist gemischt. laute menschen vorn und hinten bekommen keinen raum in meinem leben und schon gar nicht auf der schokoseite. herr joel singt zwei stunden und fünfzehn minuten (hs). fast 70.000 erfreute zuhörer. tolle mischung: a matter of trust – my life (intro piano 9th beethoven, ode to joy) – the entertainer – vienna – the downeaster alexa – say goodbye to hollywood – don’t ask me why – she’s always a woman – the ballad of billy the kid – the magnificent seven theme (elmer bernstein cover) – movin‘ out (anthony’s song) – new york state of mind – allentown – rule britannia (virgil thomson cover) – we’ll meet again (vera lynn cover) (first verse) – i go to extremes – sometimes a fantasy – only the good die young – the river of dreams – nessun dorma (giacomo puccini) (sung by mike delguidice) – scenes from an italian restaurant – piano man – encore: we didn’t start the fire – uptown girl – it’s still rock and roll to me – big shot – you may be right. tolle koordination der massen. (18) home ist mir lieber als metro.
freitag, 21. juni 2019 – wien / london: easyjet fliegt uns nach zwei stunden warten im flieger über den dürrsee und auch weiter bis london. unser fahrer ist ein irrsinnige netter sri lankese, der 2007 mit 19 nach london gekommen ist und dort kein vegetarisches restaurant ohne eier vorgefunden hat. jetzt arbeitet er 80 stunden die woche, davon circa 40 auf einer tankstelle und 40 als chauffeur. wie geplant hervorragende sightseeingartige tour je näher wir zu unserer wohnung kommen. irina kommt uns aufsperren. wohnung wie erwartet, nur etwas niedriger. eine manfred wohnung also. die tottenham court road entlang zu fuß in den theaterbezirk. sehr lebendiges freitagabendtreiben. baskisches vor-theater-abendessen im super stylischen ambiente des eneko im one aldwych. köstliches essen und erkenntnis, dass optional tip nicht unbedingt optional gehandhabt wird. mamma mia phantastisch. taxi nach hause erkämpft.
donnerstag, 20. juni 2019 – wien:
mittwoch, 19. juni 2019 – wien:
dienstag, 18. juni 2019 – wien: 
run zu kieser, damit was weitergeht. boris im menta und die frage, ob kapitalismus immer ‚mehr und größer‘ bedeuten muss. bini an der alten donau krempelt das haus um und hat noch nicht abgeschlossen. besser katja zum nächsten geburtstag als irgendein ding. irina antwortet doch noch halbwegs zeitgerecht. einhorn-transfer gebucht. anton wird gefeiert. köstliches beef tartare in toastbrot-wrap vom grill. die todesstrafe ist in keinem fall zu befürworten. t-mobile an der tangente in regenbogenfarben. alfred e neuman sieht rory stewart ähnlich oder umgekehrt.
montag, 17. juni 2019 – wien: run bis kieser. wenn an den kirschen erkannt wird, dass man wieder in wien ist, funktioniert instagram. sehr feines dreiertreffen mit vier zusätzlichen girls im nachbarfreien paradies in kierling. c2 scheint unterschiedlich unterrichtet zu werden. den namen ‚freund‘ im gegensatz zu ‚lamel‘ hatte ich längst vergessen. wenn ich damals gewusst hätte, dass mich manch eine döblingerin für die cowboyboots aus der skodagasse beneidet und nicht ächtet, hätte sich die badewannenklasse besser angefühlt.
sonntag, 16. juni 2019 – grado / wien: run bis zum wasser. sieben. all’anfora. offen im tunnel ohne lkws ist angenehmer als erwartet. dhl war eine visa von der unicredit. strano.
samstag, 15. juni 2019 – grado: run bis zum wasser. solarium-monika rät ihrem sohn zu sangue freddo. einmal sieben, so wie an jedem kieserfreien tag. auflauf bei der 0-km-gemüsehütte in fossalon. keine paprika, dafür marillen und kirschen. und wann die tomaten reif sind, kann man uns ungefähr sagen. chinesische haarspangen am markt, wenn auch keine geschlossenen. der lignano-schuhboutique-typ versteht unsere abneigung gegenüber silber, gold und nieten nicht. kurze verabschiedung im salone und sabri mit susan-verzweifelt-gesucht-gedenkfrisur. die kleine ratte des tisch-übernehmers im hansel heißt mia. seine frau ist im assemblea. gut, dass castro das e-mail zur vokabelauffrischung gerade heute geschickt hat. mary freut sich: „loved, loved, loved, loved, loved, loved all six postcards! your thoughtfulness, kindness and generosity never cease to amaze me. thank you.“ danke an christiane für die mithilfe!! “robert doisneau. across the century” im magazzino delle idee di trieste. ich hoffe, den restlichen arte-film online zu finden. trieste in bianco & nero – exhibit around | dotart. hs not amused aber es war den versuch wert. aperitivo-vergleich im james joyce, white und corte café. schlechtbeschrifteste gelateria & dann noch drinks bei der börse mit blick auf „das merkwürdige verhalten geschlechtsreifer großstädter zur paarungszeit“. mehr flache als hohe schuhe. ein fortschritt.
freitag, 14. juni 2019 – grado: run bis zum wasser. bürotag. nuller.
donnerstag, 13. juni 2019 – grado:
sehr früh wach und daher eine stunde gewonnen. was ich am bahnhof cervignano lerne: dem ‚nicht über die gelbe linie treten’ sollte man unbedingt folge leisten. sonst zieht einen womöglich der sog des durchrauschenden schnellzuges auf die schienen. neuen aus- und eingang ohne stufen direkt zum bahnsteig in santa lucia entdeckt. von aussen kein hinweis. 73 künstler und auch ein foto von joseph beuys in der chiesa di santa maria delle penitenti. zur kunst gehört ein gewisser duft und der wird in der früh durch die mitarbeiter erzeugt. zum ersten mal im ghetto nuovo. der gleichnamige campo ist einer der baumreichsten und größten plätze, die ich je in venedig gesehen habe. jede menge koschere bäckereien. sicherheitskontrolle im museo ebraico di venezia und die herren meinen es sei ‚peccato‘, dass wir das im jmw nicht haben. berührende keramik psalmen von edmund de waal (@mund der wahl). hillarys e-mails im ersten stock vom despar. die mobiltelefone zum umhängen sind prinzipiell eine phantastische idee der asiaten, aber nicht für frauen über 155 geeignet. rumänien am campo santa fosca zeigt den ‚black sea‘ teller. im corte supernova nicht nur der proforma pavillon mit anläuten sondern auch lee bea in der wilmotte fondazione mit großartigen ‚venice. water. wood‘. mauer und schwarze alltagsgegenstände, die an verbrannte chinesische grabbeigaben erinnern in der chiesa della misericordia. nicht nur mozambique im palazzo mora (strada nova) sondern auch drei stockwerke feinster contemporary art. lustig die geschredderte million in euro- und dollarnoten. guatemala im palazzo albrizzi mit vom tattoo-künstler bearbeiteten gipshänden. die cichetti im combo teilweise ausgezeichnet und ich darf mein telefon laden. der spritzwein ein scherz. auch kein bringer der piedmont pavilion ebendort. mit dem vaporetto außenrum. leicht erschöpft in den zug. den schatzis schmeckt es erfreulicherweise in der renata genauso gut wie uns.
mittwoch, 12. juni 2019 – grado: laufen bis zum wasser. invent. peperonata bei ovidio so gut wie in der erinnerung. wilhelms bekannte sortiert in parship nach clean skin. keine schlechte idee, aber auch nicht hundert prozent sicher. man könnte den traumpartner so rauskicken, ohne es je zu erfahren.
dienstag, 11. juni 2019 – grado: laufen bis zum wasser. schatzis im carpe diem. schön, wenn alle denselben zeitrespekt haben. agnes schenkt uns das radle; ich bringe sie zum zug. giorgio sieht schlecht aus, könnte aber am gelblichen der sonnenschirme liegen. im il timon stimmt alles. süditalien-eindrücke bei uns.
montag, 10. juni 2019 – grado: run bis zum wasser mit unterbrechung durch wilhelm+. in italien (mit ausnahme von südtirol) wurde der pfingstmontag als gesetzlicher feiertag vor einigen jahren abgeschafft. mit andrea gehe ich ganz grundsätzliche dinge im übungsbuch für die fünfte elementare durch. ilg. the funniest protest signs from trump’s visit to the uk.
sonntag, 9. juni 2019 – grado: run bis zum wasser. passende hintergrundmusik  österreichischer, slowenischer und kroatischer folkloregruppen beim lesen des alpenkrimis. die brücke öffnet sich just im falschen moment. die hitze und sonstiges führen zu einem dreier- statt vierer-treffen. wie gerne würde ich sundee (und deni) öfter sehen und live sprechen. treviso lassen wir aus, dann lieber in der abendsonne im all’anfora. 
samstag, 8. juni 2019 – grado:
run bis zum wasser. nach langem wieder einmal nuller geschafft. das fast feministische ende von „sai mai stata sulla luna?“ am pariser hausboot habe ich nicht vorausgesehen.
freitag, 7. juni 2019 – grado: run bis zum wasser. sieben. es lichtet sich die to do liste rund um ilg. madonna hat sicher recht mit ihrer annahme, bei einem sechzigjährigen männlichen künstler würde im nyt-artikel nicht mehrmals das alter erwähnt werden.
donnerstag, 6. juni 2019 – venedig / grado: check out und koffer im ‚a tribute to music‘ unterstellen. ‚body as home‘ viertelstündiger film von aleksandra karpowicz im gad. estonian ‚birth v‘ mit keramik-händen, anderen körperteilen und prince-zitat: ‚dearly beloved, we are gathered here today to get through this thing called life‘. wir entdecken eine riesige bootsreparaturstädte und verstecktes restaurant für ein ander mal. das stucky hilton kann wie angenommen gar nichts. an den deutschen wartern vorbei ins isländische echthaar-paradies ‚shoplifter‘ von hrafnhildur arnardóttir im spazio punch auf giudecca. ‚the death of james lee byars’ mit blattgold und tönen in der chiesa di santa maria della visitazione, pino pascali (den wir aus polignano kennen) im palazzo cavanis. antigua and barbuda zum thema karneval im centro culturale don orione. lunch mit futura und tradizione und extra dry im ‚la rivista’ neben der schule und ‚odio la lega‘. die nordeuropäerin neben uns isst die spaghetti vongole mit gabel und messer. über die accademia brücke zu portugal (gummi, leder, lampen) und bulgarien (gläser auf glasregalen) im palazzo giustinian lolin. grosses highlight: „the spark is you: parasol unit in venice“ im conservatorio di musica benedetto marcello. ‚david & goliath n° 45, 2014‘ von mitra farahani jede sekunde wert. würde frau grill gefallen, denke ich. azerbaijan (stiegensteiger kommen aus schaufensterpuppen) im palazzo lezze. ende bei taiwan, das uns heuer nix sagt, im palazzo delle prigioni nahe san marco. der zweier bringt uns aussenrum zum bahnhof. bis bald, venezia! ’se dio vuole‘ mit marco giallini und alessandro gassman eine der besseren italienischen rai1-komödien.
mittwoch, 5. juni 2019 – venedig: majer beim frühstück auch nicht besser. biennale arsenale. visuelle verwirrung im indischen pavillon. man denkt, man nähert sich einem screen mit wasserfall, es handelt sich aber um nebel von oben mit schwarzem durchgang. das restaurant ist wieder neu umgebaut. meine highlights: ghana gesamt (3 screens mit eindrücklichen filmen), luxembourg (written by water … man könnte fast mein monopol-magazin einfügen), saudi arabia (sehen, fühlen, hören von Zarah al-ghamdi), don’t touch this. missmutige ferry-kapitänin. die hände von mr. quinn heuer als eine art dach. meine füße sind par terre. möglicherweise nicht notwendige cena bei denis.
dienstag, 4. juni 2019 – venedig: schlange bei den giardini und plötzliches chiuso-zeichen bei kassa sieben. accredito trotzdem möglich und die führung mit dem entzückenden roberto machen wir gleich mit. großartig: spinnen und chinesische kuka-vorführung. lieblingspavillions in den giardini: polen (flugzeug), griechenland (walking on glass), dänemark (riesenkugel), israel (klinik), deutschland (staudamm), ägypten (sphinx-screens), rosenblätter-wunschwand. halber liter im paradiso. agnes bei rialto und später bei diana am misericordia. orf schreibt „österreicher horten ungetragenes gewand“
montag, 3. juni 2019 – grado / venedig: wir kontrollieren mehrmals, ob wir alles haben und nehmen dann einen zug früher als geplant. das zimmer ist erstens fertig und hat zweitens den besten blick von oberhalb des spiegelhändlers aufs wasser und anlegende yachten. agnes zur katalog-übergabe. enoteca do colonne, lido zum beobachten der dortigen mafia und dem schaulaufen der einheimischen und ortsfremden. majer mit  schrägem service.
sonntag, 2. juni 2019 – grado: run nach pineta. mauri auch schon mit den hunden unterwegs. mit der champagne 2 und sara (+maurizio, stefano, soisses und zwei mal verona) nach barbana mit inselbesichtigung. alkohol und zu große portionen. dann auch noch faro und später toller sommerregen.
samstag, 1. juni 2019 – grado: run zum tor und zurück. schuh-krise. hansel. die rote dame vom salamistand ist sehr freundlich zu uns, weil sie nicht weiß, dass wir im gefängnis wohnen. hs kann keine komplimente punkto kleidung machen, weil er sie nicht gerne bekommt. mit andrea verfasse ich ein weiteres e-mail .. diesmal an die git wegen sexistischer newsletter im stil der achtziger. manche begreifen nicht, dass man im stadtzentrum nicht wie am strand herumgeht. mitteleuropea race erreicht grado. oldtimer von zwei spritz-positionen und dazwischen bazar.

mai 2019 – zack zack zack, baby
freitag, 31. mai 2019 – grado: run bis zum wasser und zwei mal sieben, um mein selbstgestecktes ziel knapp zu schaffen. sundee berichtet von vom regen unbeeindruckten geburtstagsfeiernden kindern.
donnerstag, 30. mai 2019 – grado: run bis zum wasser und zwei mal sieben. die frisch gesetzten bei den ehemaligen umkleiden blühen schon teilweise. brioche bei der fleissigen raggia-redi. alles voller österreicher hier. wann beginnen wir, die weissen anders zu färben als die braunen? biogenau wird „im sinne der wertschätzung und serviceorientierung nachschärfen“. sehr hübsch. habemus kanzlerin brigitte bierlein. radeln ins centro und die sonne kommt raus. aperitivo in der bar san marco. das neue bomben-eis kann man auslassen. die ciacolada aus anderer perspektive. das uns überholende auto enthält sara und mauro und zwei hunde. ab ins tergi. la madre degli ignoranti è sempre incinta. wenn er also in sieben jahren in pension geht, soll er sie erhalten. süditalien, thailand oder polynesien. man hat das noch nicht ganz durchdacht. eine schnell-langsame eridità.
mittwoch, 29. mai 2019 – wien / grado: kurz sagt immer „parteiinternas“. es ist das internum, mehrzahl interna. muß man nicht wissen, könnte man aber. regenfahrt und der grazer stop muss warten. der artikel im new york magazine „the incels getting extreme plastic surgery to become ‘chads’“ beschäftigt uns fast bis klagenfurt. zehn grad an der grenze. hs hat ein shuffle déjà-vu. trotz macchiato im autogrill wird es ein nuller dank der geschlossenen anfora.
auch interessant:
Sascha Lobo im Spiegel Marathon im Fettnapf

The Guardian how modern Vienna was shaped by women
SZ: Der mittelalte Mann und die Mädchen von Alena Schröder
dienstag, 28. mai 2019 – wien: später run zu kieser. öffis nützen klima schützen. jö bei bipa und die hotline hat erfreuliche antworten. christiane und ich sind im herzen bei greta, hs ist wirklich am heldenplatz. die fotos in der ausstellung „affairs“ by ellen von unwerth in der preiss fine arts kommen einem in zeiten von #metoo seltsam  vor. völlig zu unrecht und sehr schwarz-weiß-gedacht stelle ich mir dominique-strauss-kahn-artige männer vor, die sich ihre in schwarz und metall möblierte bleibe mit solchen werken zuhängen. bei biogena ist man so unfreundlich wie noch nie. ausgezeichnet wie immer im momoya. tuchlauben-eis im regen. papi würde sich sicher über sistas begleitung freuen.
montag, 27. mai 2019 – wien: run zu kieser. feines telefonat statt schönbrunn mit claudia. ich möchte nicht mehr die intelligenz anderer werten und wenn ich es doch tue, dann ohne die schlussfolgerung jene/r müsste ja dann wohl dieses oder jenes meinen, verstehen, finden etc. nicht nur ich misstraue kurz. wundervolle inszenierung von ‚der besuch der alten dame‘ in der josefstadt. auf ein fläschchen und zur barentnahme nach hietzing. elementary is back.
sonntag, 26. mai 2019 – wien:
sommerlicher gang auf der insel und nachbesprechung beider maturatreffen. bei einem günstigen auto ist man nicht enttäuscht, wenn es quietscht. die vignette gäbe es digital, sag ich nur. wählen auch ohne information. donaukanal. rolex-notizbuch bei tamara. schwedenplatz. wer ist schuld, wenn ein lautloses einsatzfahrzeug nur mit blinklicht den bei grün gehenden fußgänger überfährt? muss der zu-fuß-gehende schauen, ob etwas kommt, wenn gar nichts kommen kann? wir harren gespannt und ich lenke mich mit zweihundertfünfundreissig ilg-mails ab.
samstag, 25. mai 2019 – wien: mqdaily ist viel fescher als früher und spannt uns den schirm auf. ronke hat monatelange wohnungserzählungen verpasst und bekommt jetzt die kurzversion von manfred. eigentlich möchte ich das gegenteil von lang gar nicht mehr verwenden. wamp. das kleine blaue schraubt sich nach oben. roma-dame wie immer nett. 
freitag, 24. mai 2019 – wien:
café francais mit manne zur nachbesprechung. im libro ruhen sich die flamingos aus. karten für die führung abholen. keine schokolade bei meindl und auch keine bei demel. sisi und die starken männer mit toller kuratorin. café hofburg von querfeld kann den hals nicht voll bekommen. die menschen in der straßenbahn kommen nicht von wo, sie fahren alle zum donaukanaltreiben. köstliches essen im florentin 1090 und plan, zu viert den wolf zu besuchen. (z)wuzeln. lange nacht der armenischen kirche.
donnerstag, 23. mai 2019 – wien: nach dem kempinski muss man sich bei der nordsee stärken, um den kleinen spitz zu vertreiben. langer applaus für klenk und falte im burgtheater. beklemmende texte von vier großen gelesen.
mittwoch, 22. mai 2019 – budapest / wien: 
chinese im es sagt: i love your bag, it looks like a dog. (allerdings ohne gesicht, beine etc.) aber ich liebe sie natürlich auch. anstrengender und erfolgreicher meetingtag mit spoon, halászbástya, nyugati und lazar. nasse fahrt retour. shantel im wuk haut rein und gibt mir viel energie zurück. (partisan, sarajevo, ibiza)
dienstag, 21. mai 2019 – wien / budapest: rahma soll die vollmacht keinesfalls unterschreiben. cento nach budapest. upgrade mit blick auf stephanskirche und giant wheel. tamas wirkt fähig. babel großartig.
montag, 20. mai 2019 – wien: 
angebot für flüster-shireen. claudia donaukanal. boris & brudl im santos mit zinszahlung. sehr gutes steak. 
sonntag, 19. mai 2019 – wien: 
nach drei abenden zu spät schlafen gehen, tut  der gang mit papi von gumpoldskirchen nach baden trotzdem besser als erwartet. jesuitenwiese mit nike + drei grazien, gregor. später ronny und bingo im englischen reiter. spontan, flott, interessant, lustig.
samstag, 18. mai 2019 – wien: keine zeit zum duschen und anziehen. genieße den festtag im bademantel. margit, christine, ralf, gabi und ich feiern per imessage. #strache  #ibizagate unglaublich: „ein alkoholbedingtes machoverhalten. bsoffene geschichte. bitte um entschuldigung. teenagerhaft. silbersteinmethoden. möchte mich bei dir entschuldigen, philippa. gezieltes politisches attentat. frage mich, welche rolle der herr böhmermann spielt. ein dummer fehler.“. ich dachte, er fängt an zu weinen. #strachmatt. gudenus ist raus. übrigens ein großartiger zib moderator, der aussieht wie 12 und 36 ist: tobias pötzelsberger. kann man das #rauchverbot jetzt einführen? feiner song-contest abend nur nicht für stefan (dens ex). italien knapp nicht gewonnen.
freitag, 17. mai 2019 – wien: kieser, katja, see. mit ronke auf dem sonnenbankerl am schwedenplatz. feiner abend mit konrad und karin vom wild in die ow. themen sind sehr junge eltern, eltern kurz vor der pension, elterliche gesundheit, hartes arbeiten oder lasch werden, das leben mit zwei wohnsitzen, wein vom alphart. 
donnerstag, 16. mai 2019 – wien: 
nasskalter spaziergang bis zum propeller mit gabi. schade, dass der 13a nur mehr einen stock hat. yogesh kann nicht alles erkennen, wird aber sein bestes geben. regenbogen-sieben-tage. ilg kostet zeit und kraft. grossartiges maturatreffen im engländer mit immerhin elf von fünfzehn. botox, nein danke. politische diskussion fangen wir um ein uhr früh dann auch nicht mehr an. (schwarze lippen,) blaue haar, da kannst ja angst kriagn wirklich wahr. panda ist nicht im finale.
mittwoch, 15. mai 2019 – wien: kieser. eisen bei schuberth fast schon routine. fetzl-treffen interessant bis lustig. im bad werde ich es ausprobieren. bin nicht die einzige, die weniger lust auf hundertfünfzigprozentigen arbeitsaufwand hat (mo). mapstr sollte mir etwas zahlen.
dienstag, 14. mai 2019 – wien: melissa macht spontan doch. der wind weht kalt. der parfumeur meldet sich. stiftgasse durchaus nett, wenn auch – wie immer – alle kurz vor knapp etwas wollen. der duft des rindenmulchs. mit ralf durchs winterliche ins engländer. er nicht online banking, ich nicht bankomat. erstes semi in tlv mit hs in der ow und dankenswerterweise hat ralf die ndr-liste dabei. ich hätte ja andere weitergewählt.
montag, 13. mai 2019 – wien: die cloak vom kieser-trainer ist wunderschön, aber ich bin zu großer apple-watch fan. sehr kommunikativer spaziergang mit claudia. gumpi runter bis niemals vergessen; zurück über grünbaumige mariahilfer bis zum italienischen gelataio. der ausgang minoritenkirche ist viel besser. nb: vielleicht einmal eine italienische messe zum lernen neuer vokabeln besuchen? wir kommen aus den ratten und sehen eine maus.
sonntag, 12. mai 2019 – wien: siebzehn menschen in mödling. congratulations dem brudl und allen müttern. feines essen, unterhaltsame tischgesellschaft. danke eva, für das fettnäpfchen-buch! es wird vier jahre altes ausgegraben. ist es belastend, ein nachtragender mensch zu sein oder nur für die anderen?
samstag, 11. mai 2019 – grado / wien: 
run bis zum faro. packen und merken, was wo ist. all’anfora. ciao, bella italia. und bis sehr bald!
freitag, 10. mai 2019 – grado: run bis wasser. brioche bei redi nicht mehr so gut wie letztes jahr. liegt vielleicht am vergleich mit flumisel. jedenfalls ist nicht ebenfalls. der pudel- und elodia-vater begegnet uns am tor 7. die hunde sind alle internationale champions. menschen im hubschrauber wahrscheinlich guardia di finanzausschusses.
donnerstag, 9. mai 2019 – grado: ilg und sonstiges. nike hat für seine frau zwei kühe bezahlt. nach himmelaufriss run-versuch, aber ding der unmöglichkeit zu dieser späten stunde. alles wie frisch gewaschen und das volk kriecht auf die diga. buon compleanno, sara! supernettes aber unsererseits recht sprachloses brindisi in der brioni bar.
mittwoch, 8. mai 2019 – grado: goodbye, e&l. 30′ run: ich kann zufrieden sein. ‚dumplin‘ bringt dolly parton zurück auf meinen radar. delfino blu hat burrata und eine küche aus dem salento. calcio und ochsenauge im tergi. finanziell müsste sich alles ausgehen meinen berechnungen nach.
dienstag, 7. mai 2019 – grado: run bis zur diga. ich gewinne langsam überblick über die ilg-finanzsituation. ist ‚living in interesting times‘ vielleicht überbewertet? böhmer- ist ein guter mann. der orf scheint kurzfristig verrückt geworden zu sein. seit wann  distanziert man sich denn bitte von dem, was in einem interview gesagt wird? 
montag, 6. mai 2019 – grado: 
run bis zur diga. markt in palmanova mit pflänzchen-ständen und gepimptem crema caffe. weinkauf in der cantiniere und in doberdo. lunch bei renata. patatine rustiche mit schale. eigenes gefühl und außenwahrnehmung stimmen nicht überein.
sonntag, 5. mai 2019 – grado: kein fuss vor die Tür wegen nass von oben. das neue aufnahme-anhör-system mit andrea erweist sich als sehr sinnvoll für beide seiten. schenken statt vererben? zu zweit wohnen oder allein und wenn allein, dann wo? alle varianten gut, hauptsache es wird nichts verkauft. 
samstag, 4. mai 2019 – grado: 
laufen. hansel & stress, despar. ankunft e&l. prova dello spettacolo delle frecce tricolori. la ciacolada im griechischen teil. aktueller liebling bleibt die bomba stracotta.
freitag, 3. mai 2019 – grado: sieben geht noch. sundee gewöhnt sich an den neuen baum und schenkt mir bosch. sara und sabrina teilen sich die ciuffo-schneiderei und alles ist halb so wild. ‚knock down the house‘ erhellendes zum thema wahlkämpfen für außenseiter.
donnerstag, 2. mai 2019 – grado: mit andrea nicht nur just press record sondern auch mails an despar und municipio. statt stippvisite gleich die ganze strada neapolitanica (von via san nazario / strada vicentina nach oppizina) mit traumblicken auf triest. sistiana und portopiccolo. spritz mit spätem sonnenplatz im caffé commercio in monfalcone. genug der schritte für heute.
mittwoch, 1. mai 2019 – grado: sonne. wir fahren offen. ville aperte für uns: casa poz (pittore, scultore, architetto, haus aus den siebzigern noch bewohnt. guide mit flinserl), villa agricola pighin (park mit riesigen magnolien, libanon-zedern und einem blauregen, der sich am toten stamm emporschwingt, um selbst ein baum zu sein. hahn mit horn, riesenkrüge. guidin mit mikro), villa frattina caiselli (wild gestikulierende guidin, ehemalige volksschule, feiner stuck). pranzo e riposo in der trattoria menotti in san lorenzo bei manzano. der herr im nebenraum ist fast blind und macht töne auf seinem klapphandy, die stark an spielautomaten erinnern. manche fasttage müssen gebrochen werden. villa romano (park mit skulpturen, schuppen mit schönen ballonen, weinverkostung), weingut casa-forte nussi deciani, villa de brandis (die größte gruppe, die beeindruckendsten bilder, murano-luster). vollgefüllt mit eindrücken retour und die massen kommen uns entgegen vom meer. passeggiata mit telefon am ohr. enrico scheint einzulenken; claudia probiert das absetzen aus.

april 2019 – fülle nicht die leere, leere die fülle! (und fühle die leere)
dienstag, 30. april 2019 – grado: 
es ist kein scheitern, wenn man einsieht, dass etwas geschäftlich keinen sinn mehr macht, sara. zwei länder, ein thema.
montag, 29. april 2019 – grado: ungewöhnlich traurig. möglicherweise über den eisenverlust. manfred wartet auf anruf des trockenbauers und hebt schnell ab. walk zum ex faro mit blinkist. to do liste durchgehen und optimistisch bleiben. die caterpillars fahren fleissig. buchregal verbessern. is sedentary the new smoking?
sonntag, 28. april 2019 – grado: dann gerne allein laufen und zu zweit zum eurospar, bevor die sintflut kommt. lila pan(e)tone day. apartment in london gebucht. köstliche burrata. ‚pose‘ herzzerreißend.
samstag, 27. april 2019 – grado: 
die spirale erweitert sich um plum. sehr schön kuratierte apartments. run. markt. hansel. andrea nimmt neue idee an: wir nehmen zehn minuten auf und sprechen dann eineinhalb stunden darüber.
freitag, 26. april 2019 – grado: sundee berichtet von zu lautem sprechen, langweiligen aufsätzen und kennt auch das langweilig-monotone. run bis zum ende. valentina macht ihre sache gut und ist mir lieber als flavio. gut, dass mich instagram zu gervais‘ auftritten informiert. so klicke ich weiter zu billy joel und dem juni termin in london. easyjet wird uns hinbringen und wenn wir auch noch eine wohnung für drei gefunden haben, ist alles geritzt. versinke in einer booking-airbnb-trivago-spirale. da renata weniger tische besetzt als erwartet.
donnerstag, 25. april 2019 – grado: schönen feiertag, ihr italiener. run bis zum wasser und möglicherweise traue ich mir mal zu, bis zum nicht mehr existenten faro zu probieren. solarium. jeden zweiten tag kann ich momentan nicht. wäre zu wenig. dieses von charlotte geborgte ‚becoming‘ von der mir immer schon sympathischen michelle obama ist zurecht ein bestseller, weil interessant, flott und persönlich geschrieben. es gibt zwei neue michelins in budapest, von denen ich eins mit imola bald probieren werde. null. den geschwistern viel spaß in sizilien und tschechien.
mittwoch, 24. april 2019 – grado: run unter wasser. nur tergesteo offen. kein klopapier aus recyceltem papier beim despar. geduldig erklärt mir die kassiererin, wie ich das app am besten nütze. was es alles zu tun gibt, wenn man mal beginnt mit den ilg details. sabrina begrüßt mich als agnes. spricht die krankheit oder sind für sie alle nicht-gradeser gleich? carpe diem. der passero nimmt gerne die minibrösel. keine dunkelgrauen earth-schuhe. mia zia hat fast dieselbe tasche, die wir mami geschenkt haben. meine augen werden schlechter.
dienstag, 23. april 2019 – grado: null. einmal hat der meteo recht und es regnet den gesamten tag. habe ganz vergessen, wie sich zehn stunden arbeit am stück anfühlen. erstrebenswert ist es eigentlich nicht.
montag, 22. april 2019 – grado: der run zum faro klappt trotz genereller anfänglicher schwäche ganz gut. pasquetta-grillen und dann doch aus dem ofen bei sara und mauro am balkon neben der landstrasse, was den italiener aber scheint’s nicht stört. die themen sind divers und lustig. irgendwann wird nicht mehr nachgeschenkt und bevor mein vokabular gegen die xenofobia von sara zwei nicht reicht, gehen wir dann doch nach stundenlangem essen. danke an zwentner für den link zu allen italienischen netflix filmen. durchaus amüsant ‚come tu mi vuoi‘. viel besser das amelie-artige ’soap opera‘.
sonntag, 21. april 2019 – grado: null. danke für die schönen heiner-hasen. meine folgen dann am muttertag. run zum wasser, auch wenn die ersten minuten das komplett ausschliessen. viel los. solarium offen und die ersten beiden heißgetränke gehen aufs haus. der südtiroler kiosk könnte sich momentan in ‚mare e monti‘ umbenennen. sieben.
samstag, 20. april 2019 – grado: es wird für die fahrt vorbereitet und der parkplatz vorm udineser bahnhof hilft, locker zum in letzter minute geänderten bahnsteig zu kommen. markt auf  der piazza redipuglia mit ostereierkauf und lebendem huhn. wir hanteln uns von sitzplatz zu sitzplatz: piazza xx settembre, matteotti (das haus mit der netten boutique wird renoviert), letzte bestellung vor küchenschluss in der osteria alla ghiacciaia am fluss, orangene getränke in  der bar re barbaro. cannucce gibt es deutlich weniger; wir zahlen weniger als vorgesehen. dann auch noch sagra und  riesenradfahrt. ‚the good fight‘  wirklich eine großartige serie.
freitag, 19. april 2019 – grado: run zum wasser. sieben. wer chillen will, muss natürlich nicht nach triest. walk nach pineta, wo ein teil des meersandes verteilt wird. mit den rädern ins centro, die kleinen gasseln herzeigen. hotel metropole, ostermarkt, spar. und klarerweise ein abschiedsessen in der ciaccolada.
donnerstag, 18. april 2019 – grado: run zum wasser durchgängig möglich. sieben. „è proprio facile“. wilhelm in der bar al porto berichtet vom baldigen sabbatical und den geplanten reisen. ich würde vermutlich ein monat on the road abwechselnd mit zwei bis drei wochen a casa machen zwecks mentaler aufarbeitung und so. die ersten bei renata und das reservierungsbuch für ostern ist pieno.
mittwoch, 17. april 2019 – grado: erste gelsennacht des jahres. später run/walk zum nicht mehr vorhandenen faro mit muschelsammeln und sonnencafé. chilliger nachmittag in der neuen breiteren affenschaukel. die brummenden baustellengeräusche verleiten zum schlafen statt lesen. zanichelli schreibt mir vollkommen unerwartet zurück und schneefrei heißt wirklich wie makrele. aperitivi im tergesteo und salon; dann auch noch in der stadt und eigentlich bräuchte man wie immer kein abendessen mehr, geht aber dennoch in die ciaccolada.
dienstag, 16. april 2019 – wien / grado: je älter ich werde desto größer die nachwehen vom alkohol. oder bin ich die menge einfach nicht mehr gewöhnt? wir packen  und es passt alles in den cento; auch cs‘ wunderschöner  lederrucksack. ruhige fahrt trotz lkws  und baustellen. merke: moderate benzinpreise und saubere wcs beim autohof griffen. wieso sich der strom abschaltet in unserer abwesenheit, muss irgendwann geklärt werden. passeggiata ins centro. riesige baustelle am strand inklusive schiff, das auch irgendwie involviert ist. ob mauro eine erklärung für uns hat? bomben ist jetzt wer anderer. die ciaccolada brummt.  
montag, 15. april 2019 – wien:
run to kieser. seidenpapier und hase zu tc. wenn jemand einmal gesagt hat, dass das eine sehr schlechte idee ist mit den langen haaren, glaubt man spätere komplimente eher nicht. boris bringt eingeschweisstes. intensivberatung durch ausgesprochen freundliche bipa-damen. pärchen drucken. sonnenviertelstunde im menta. das mike elffünfzig ist eine großartige sache und brudl bestellt gleich die flasche. der font ist irreführend aber unterm strich alles in ordnung. der anfangsvorhang macht visuell einiges her. eros gibt gas und neue versionen alter hits zum besten. 
samstag, 13. april 2019 – wien:
hs läuft die 7k mit links trotz winterlicher temperaturen. spargelessen. so muss es sein: plan it in and do it anyway. die eloquenz und das verbindungen herstellen des ich hab die haare schön führenden im unteren belvedere macht besondere zuhör-freude. den frank-stoff habe ich gleich erkannt. ‚die stadt der frauen‘ läuft viel zu kurz. besuch bei bini, in deren zwickmühle ich nicht stecken möchte. danke für das kompliment punkto 2020 co2. ja, ich bemühe mich, zuzuhören.
samstag, 13. april 2019 – wien: café samedi im wild. manfreds wohnung und stefans uni-situation lassen mich staunen. kieser. unangenehmes wetter, das keinesfalls zu einem spaziergang einlädt. lieber „auf das leben!“ von paul chaim eisenberg auf der vinci mit licht von hinten. schön, das frisch angemalte gegenüber! null geschafft.
freitag, 12. april 2019 – wien: gar nicht so unsonnig wie angekündigt. melissa füllt karte aus und macht mir ein tolles angebot … gleich verschriftlicht zur sicherheit. den neonblauen würstelpolster gebe ich ab, ‚wir gehen in eine ausstellung‘ und brandstätters 1900 bei theresa. in altmannsdorf sind ein paar wände weniger. im cento schalte ich unabsichtlich zum radio burgenland nachmittag mit udo huber. boris und maria holen die step mit dem pritschenwagen. der engländer-kellner erinnert ein wenig an den meckerndend lachenden im edvard. aber eher von der zackigkeit her. bingos juristischer mitarbeiter ist halber jude und geht (daher?) jede zweite woche in die synagoge. eltern- und kinderbeobachtungen, fiats und helmanschaffung für zwölfjährige.
donnerstag, 11. april 2019 – wien: run zu kieser. mit charlotte engländer, walk, oberlaa. die zeit vergeht wie im flug. danke für den dariadaria-podcast-tip! die 2020 co2 idee findet anklang.
mittwoch, 10. april 2019 – wien:
freundlichster smalltalk mit serbisch-schweizerischem akzent und entscheidungsunfreudige haarverlängerungskundin bei melissa.  köstliche schiaccia. konfrontationstherapie mit eisen. würstel und thomas im bräunerhof. er kennt clam nicht und beide söhne wohnen jetzt um uns herum. spritzer-abend im engländer mit boris und es gibt viel zu besprechen. gratulation zum airbnb-erfolg.
dienstag, 9. april 2019 – wien: run bis kieser. ich werde stärker. sacha erwähnt lapidar, dass ich recht hatte. ein guthaben beim finanzamt stört mich natürlich nicht. nichts passendes beim meinl und demel. sonnenbankerl am michaelerplatz. fertigstellung bei mezei. kräuter für sara bei do-an am naschmarkt. e-card holen. sista bei goethe. palmenhaus die richtige entscheidung. spritzer am nuller immer eine gute idee. genieren wofür genau? anzinger bonbons sollte die namensgebung überdenken.  
montag, 8. april 2019 – wien: 
verna feiert mums neunziger. altmannsdorf wird umgestaltet. ich nehme zwei kleider, einen hund, verlängerungskabeln und schüsselchen. der würstelpolster muss ausprobiert werden, ob er sich mit ’no stopping‘ verträgt. fünfzig prozent des lunches in der hollerei zu hundert prozent gut. schlag-eis bei renata. spaziergang mit claudia durch den fast unbekannten fünfzehnten. die achtziger jahre bauten kann man mit wenig farbe stark pimpen. das tapfere schneiderlein hat meine löffler-hose und sich eine graue jean repariert. mit ralf spazieren und die laue luft genießen auf der jetzt schon als fußgängerzone genutzten rotenturmstrasse. köstliches im yori. urbanes feeling im quasi leeren klyo.
sonntag, 7. april 2019 – wien: der gang ist immer exakt gleich lang. männer und frauen sollten gleich bewertet werden bei den manieren. kieser. die hosenträger waren keine gute idee. bernstein, zweiter teil. im mak ein vortrag zu koloman mosers malerei und eine nicht funktionierende app. was kümmert mich mein geschwätz von gestern … nichts hindert mich, weiser zu werden. auf netflix spricht mich nichts an.
samstag, 6. april 2019 – wien: gemütliches frühstück mit Jutta und manfred ohne gerald und ohne bauernstaat im wild. bipa gibt zwanzig prozent und bald heisst das jö. hs macht scorzette lucane. kieser. art austria mit papi ohne vogelkauf. the good fight begeistert mich auch in der third season.
freitag, 5. april 2019 – wien:
 ich lerne, was eine aphte ist. die farbe habe ich falsch gewählt. halber leonard bernstein. lautes jazzduo und sekt im zweiten stock der mode-innung. glasperlenvorführung, hosenträger zum einhaken. ostermarkt am hof, manufactum. stephansdom steine und tuch. frau witek schenkt mir gleich zehn eier von wirklich glücklichen hühnern. das sofa ist viel plötzlicher da als erwartet und macht sich hervorragend und raumkonform. keine lust auf gang bei regen; cento parkt bei den anrainern. gut, dass ich durch strides jetzt nicht mehr zehntausend täglich sondern schnitt anstreben kann. den spritzer in der kantine zähle ich zum alkohol und nicht zum essen. wieso das akademietheaterpublikum lachen muss, wenn auf der bühne gebetet wird, bleibt unklar. aber ‚the who and the what‘ hat etwas von einer löwingerbühnen-aufführung, auch wenn peter simonischek, aenne schwarz, philipp hauß und irina sulaver (zum dritten mal diese woche) natürlich auf einem anderen niveau agieren.
donnerstag, 4. april 2019 – wien: toiletten im landzeit-palast, kaffee lieber an der tanke. zu dritt auf die schallaburg und grosses glück, eine fast-privat-führung mit dem gründer und namensgeber der clamer konzerte. landpartie auf derselben seite durch frisches grün und blüh mit blick auf die übliche wachau. das landhaus bacher beweist beim traditionell klingenden mittagsmenü, dass auch die bekanntesten gerichte viel feiner schmecken können. danke für die großzügige einladung; das nächste mal sind wir wieder schneller. mini-rast at home und mit der bim zur launigen buchpräsentation von „wien entdecken mit ebendieser“. spaziergang nach hause durch die stadt. die menschen können sich noch nicht zwischen pelz und kurzarm entscheiden. stop im graben 30, eisgreisler, schwedenplatz.
mittwoch, 3. april 2019 – wien: run zu kieser. alex lernt brav für den bootschein. prag läuft. mit ronke zur einser endstation, wasserturm, evangelischer friedhof, heimweh, karlskirche mit „aerocene“ von tomas saraceno. mapstr ist echt genial. ein herrlicher pollesch-trip mit wuttke, minichmayr und co im akademietheater. danke für das ballett der scheinwerfer und die kostüme (ball, all, abba).
dienstag, 2. april 2019 – wien: margit hat eine neue silhouette und ähnliche beobachtungen bei ihren eltern gemacht. sacha meint, tvs gehen schnell kaputt und teppiche kann man ja auch einrollen, wenn besuch kommt. raphael kann überraschend dinge beseitigen, von denen ich dachte, dass sie schon fix zu mir gehören. wildmittag mit sonne, festivalzentrale wieder geschlossen. mak-buchidee, comfie-probeliegen. vitamin d wöchentlich. danke für die hübschen blümchen. die rosafarbenen sind besonders entzückend. danke an hs für die reparatur des spiegelschranks!
montag, 1. april 2019 – wien: zu guter letzt ist das transportmittel der wahl zu mediclass dann doch cento. es ist alles in ordnung, nur das eisen verlässt mich wie einst das oben in wolfgang reingeschüttete wasser. kieser und diana komplimentiert. erfolgreicher s&b besuch für hs‘ oberkörper. während ich liegend sonne, gibt hs dem panetone eine Otranto-ähnliche form. die swombie-line würde ich den wiener linien glatt abnehmen, eventuell sogar willkommenheißen. empfehlenswertes ‚glaube, liebe, hoffnung‘ im burgtheater. aufschrei in der galerie wegen erschrecken durch gewehrsalven. schwierige ausleuchtung. es gibt einige überlegungen zum thema talent und was welchem schauspieler warum leicht oder schwer fallen könnte.

märz 2019 – schritte in süditalien und anderswo
sonntag, 31. märz 2019 – wien: gump – baden vergeht wie im flug und die hunde stören mich weniger als sonst, weil ich mich aufs blühende und das gespräch konzentriere. ob es da nicht doch zu einem streit kommen muss? die radparade verlängert meine fahrtzeit nach hause; hs war bei shefa & aida. gut, sich das monatsprogramm vorher statt nachher anzusehen: europäische tage des kunsthandwerks klingen doch interessant. 
samstag, 30. märz 2019 – wien: 
die italienische vogue hat gefühlte achtzig prozent werbung, die aber teilweise interessanter ist als der offizielle inhalt. babbel sagt ‚tutto fiorisce così felicemente‘ und hat recht. von dankbarkeit über die sonne geprägtes frühstück im wild mit claudia und manfred. kieser. der babenberger hat sich zur gated community gewandelt. im süden stehen drei neue höhere. zweite kärcher-session am see. morgiges treffen nicht mehr nötig nach rucki-zucki-antwort von enrico.
freitag, 29. märz 2019 – wien: wenn die fahrzeuge nicht wären, könnte ich mir öfter so einen frühen stadtspaziergang vorstellen.  weil es so fein und gemütlich ist beim zähnezeigen-team, lasse ich gleich alle drei baustellen bearbeiten. danke, top 15, für das übernehmen der großbestellung. das depot ersetzt die versalzenen pommes durch neue. großartige teilweise-backstage-führung ‚die couch des kaisers‘ mit herrlich trockenem guide, dem sein vortrag offenkundig freude bereitet. auf den spuren der foto_wien: mq, r. horn’s, galerie stürm & schober, charim galerie, kunstverlag wolfrum, tony subal, sophie tappeiner. mehr kunst als fotografie; nicht uninteressant aber meist nicht gefällig. die heute shows kann man auch noch gut nach ein paar wochen ansehen. hazel brugger halte ich im studio leichter aus als an der front. österreichisch-deutsch übersetzung: am längeren ast sitzen = am längeren hebel sitzen / das geht sich nicht aus = das klappt so nicht. das sind keine misslungenen metaphern sondern gängige österreichische redewendungen.
donnerstag, 28. märz 2019 – wien: zuerst telefonkonferenz mit australien, dann erst run zu kieser und mit voller kraft. der untendurchfahrbaum blüht. reservesäge vom umgebauten obi. die eulen haben sich dank der apparatur im panetone vom see verabschiedet, die pumpe funktioniert, hs baut einen neuen rechen, das kärchern ist durchaus erfolgreich. ob die flohsamen die gleiche wirkung haben wie die flohsamenschalen? hs laune hebt sich durch limoncello-zwischenverkostung. muss man studiert haben, um cewe-fotos zu drucken? restliche oscar besprechung durch horvath amüsant. ich bin nicht die einzige, die das kundenservice von n26 grottig findet. vielleicht wird die apple card ja auch den weg nach österreich schaffen?
mittwoch, 27. märz 2019 – wien: zwei mal zum tor oder so, aber leider wind. gyn erlaubt das schreddern der alten bilder. spontaner business lunch bei konstantin mit bestem cheesecake ever. ein kleiner prelog erwartet mich gegenüber der eingangstüre. patrizia ist zufrieden mit meiner putzerei und ich bin froh über das natürlich weisse. innovation heute mehr kaffeehausatmosphäre als sonst. wieso wir miete zahlen, fragt martin. drei paar schuhe, aber wirklich sehr unterschiedliche. geschwistertreffen im santos mit nettestem personal und sehr gutem mexikanischen essen. ein denkender hase in der apothekenauslage.
dienstag, 26. märz 2019 – wien:
laut mediclass-ärztin gibt es viele junge männer, die um einiges größere panik vor blutabnahmen haben als ich. wie beruhigend. windiger stadtspaziergang mit claudia. üben für bedarf: augenkontakt abbrechen / wegschauen, nicken einstellen, nicht nachfragen, verstummen. die new york times fragt mich „which of the following best describes you? male / female / not listed here / prefer not to answer“. bini in der ow mit karten und das kommende sonntagsgespräch scheint mich mehr zu beschäftigen als ich dachte.
montag, 25. märz 2019 – wien: 
cento zum lutz ist diesmal meine aufgabe, damit hs die tausenden fotos sichten kann für heute abend. bei leichtem nieselregen durch ottakring. socken beim inder am yppenmarkt. espresso in der aida. es gibt einiges neu gebautes zu sehen. caroline kümmert sich. susi muss möglichst wenig schneiden. tc hält sich informiert. foto-marathon in mödling und nochmaliges durchleben der stiefelumrundung. reisfleisch könnte ich immer essen.
sonntag, 24. märz 2019 – wien: run zu kieser. wir hätten fast im burgtheater übernachten können. jetzt sind wir schon wieder da bei einem höchst interessanten brexit-talk. in mödling die vier aus aachen. pipi langstrumpf war andrea als kind schon zu anarchisch. möglicherweise müssen wir uns an eine gewisse härte gewöhnen. das würstel im essig gibt rätsel auf. die suchfunktion von watch zu phone wurde nur für mich erfunden.
samstag, 23. märz 2019 – wien: ich liebe es, wenn sich der surak in der früh ohne widerstand von überdecke zu schultertuch falten lässt. duschen ohne haare ein komet. ich habe keine ei-le im sonnen-wild. wir sitzen für den spritz vorm hochhaus. schmidt und niavarani mit vollbärten und noch besser als erwartet. gleich zu beginn des Dialogs eine der schönsten fragen: ‚warst du enttäuscht, dass du nicht den iffland-ring bekommen hast?‘ provinz ist kein ort sondern ein zustand.
freitag, 22. märz 2019 – wien:
run zu kieser. wie entzückend: wegen telefonischer falscher auskunft schenkt uns das wien museum zwei gratis-tickets als entschuldigung. ‚wo dinge wohnen‘ auch der rest sehr interessant, wenn auch manches traurig und einsam wirkt. es gibt viel zu entdecken in den gassen im achten. da werde ich mal schritte machen. „geht in die schule, folgt mir bei instagram“ sagt brkn, bevor er seinen auftritt beendet. es scheint, grönemeyer geht auf tour wie andere zu den weight watchers. die bühne reicht viel weiter ins publikum, als man am anfang angenommen hat. wir wissen, dass wir uns nicht weit fortbewegt haben, weil ich von anfang bis ende in der klebrigen biersosse stehe. spritzer auf null fährt gut ein. 
donnerstag, 21. märz 2019 – wien: 
hs bereitet sich für das vorstellungsgespräch vor. ich laufe zu kieser. mir gefällt ’sky of stones‘ von peter baldinger im stephansdom und als wienerin muss ich keinen eintritt zahlen, um das spiegelnde fastentuch aus der nähe zu sehen. länger und besser ist allerdings der besuch bei frau witek, der ich bei post und altpapier helfen kann und so manches mehr über sie erfahre. die postsparkasse ist festivalzentrale und bietet eine große range an fotokunst und -journalismus. es wird vielleicht nicht bei dem einen besuch bleiben.
mittwoch, 20. märz 2019 – grado – wien: run (sic!) bis zum wasser bei herrlichster sonne. der wien ist ein culo. sara möchte das nächste mal unbedingt ein cuffio schneiden und die färbe leicht ändern. schaunmermal. werde noch ein tutorial zu locken ausprobieren, wenn ich sehr wenig zu tun habe. vielleicht kann ich mein hirn ja doch dazu überreden, spiegelverkehrt zu denken. den nächsten termin legen wir gleich auf den nachmittag, um anschließend hübscher trinken gehen zu können. der neue koffer ist ein raumwunder. den ganzen winter hat es nicht so viel geschneit im nahen slowenien wie in den letzten tagen. die schneebedeckten berge auf der fahrt nach palmanova zeichnen sich grandios gegen das frische grün und rosa ab. hochinteressanter podcast ‚ein satz für zwei‘ zum thema ‚ist das kunst oder kann das weg?‘. klingt so, als würden papi und ich darüber reden (nur, dass unser wissen nicht so fundiert ist). werde ich es je schaffen, nicht über die anderen verkehrsteilnehmer zu sprechen?
dienstag, 19. märz 2019 – grado: bis zum faro geht es halb run, halb brisk. la ciacolada ist aus dem winterschlaf erwacht und glaubt, wir wollen schon um halb zehn konsumieren. kennedy-gemüse. die gretel erfreut und freundlich wie immer. hs macht den lange lange vermissten salat. später mit sara und stefano dann zum pizza-genuß. je mehr man genossen hat, umso genauer weiß man, was man (nicht) will. dass zwei gläser bier tatsächlich teurer sind als ein halber liter prosecco, war mir nicht bewusst. danke für das unabsichtliche kompliment, mich viel jünger zu schätzen als eine ‚einundsiebzig geborene. das adverb definitivamente ist synonym mit per sempre oder mit risolutivamente und das gegenteil von provvisoriamente. was es nicht heißt und das werde ich mir hoffentlich bald merken ist sicuramente (oder auch certamente, chiaramente, indubbiamente, di sicuro, senza altro, indiscutibilmente, innegabilmente). diese sollte ich lernen und parat haben, wenn ich ’sicher‘ sagen möchte.
montag, 18. märz 2019 – grado: auch herrlich, so eine nacht im eigenen zuhause. wir schaffen einen lauf bis zur diga, bevor der ganz große regen beginnt. maria, hayley und jasmine müssen beantwortet werden. null trotz mangelnder zuversicht geschafft. ricky gervais‘ after life sehr empfehlenswert, wenn auch gegen ende etwas pathetisch.
sonntag, 17. märz 2019 – elba / grado: 
wieso verbrennen die italiener ihren gartenabfall, anstatt sich einen häcksler anzuschaffen und einen komposthaufen zu machen? villa napoleone heute gratis, weil vater- vor san giuseppe namenstag. man hat nur für uns geöffnet. wir brauchen etwas länger, um die wohnverhältnisse zu verstehen. beeindruckende hübsche canova skulptur von der sonne beleuchtet. immer wieder amüsanter lesestoff: menschen die kulturellen einrichtungen auf tripadvisor nur einen stern geben und ihre begründungen. das wetter entspricht nicht den erwartungen der meteorologen: mehr sonne als wolken. hs hat meine lieblingssocken an, die heute besonders phantastisch mit schuhen und hose harmonieren. abschiedskaffee im bistro in bagnaia mit blick auf portoferraio. der wahnsinnig nette conad mitarbeiter nimmt positiv anerkennend zur kenntnis, dass wir kein plastiksackerl von ihm wollen und hält uns (deshalb?) für schweizer. nach kurzer überlegung schenkt er mir auch das buch von geronimo stilton, das eigentlich erst morgen und nur für sammler der bonuspunkte zu haben ist. motor des großautos am margherita-parkplatz läuft. wir überlegen, es dem besitzer zu verstecken. fähre um halb zwölf; cento darf ganz vorne stehen. gute idee, ohne lkws zu reisen. die anderen fahrer sind schlimm genug. in der anfora ein welcome-back-mahl inklusive ribes-schoko-mousse.
samstag, 16. märz 2019 – elba: der tag geht früh los. herr specht bringt den strahler und die aircon zum laufen. erster kaffee bei francesca. neben uns isst die missgelaunte bambolina den rand nicht und geht danach sofort zum kaugummi über. francesca sagt, es sei freschino und das ist gu, weil es die zanzare tötet (amazza). ich werde von einem iveco gejagt am weg nach porto azzurro. die marktstandler sind ein bissl spät dran mit ihrem aufbau und wir entscheiden uns, uns zunächst zum zentrum zu begeben. der eklige sabbernde riesenhund von der fähre ist wieder da. ansichtskarte für eltern dann doch ohne ironie. kaffee bei rick mit talking heads sänger. hs hat augen- und rückenweh und ist auch ansonsten nicht happy mit der welt, aber wenn die sonne rauskommt und man eine zeit lesen kann, ist vieles besser. die schiebetür wird zwar auf- aber nie wieder zu gemacht. man stellt sessel auf, als würde man busladungen von menschen erwarten. noch nicht genug warm. wir entscheiden uns für bewegung und umkreisen das gefängnis. es blüht und über uns die möwen auf der suche nach nahrung. weiter bis barbarossa und zurück zum markt. intimidea, superkleber. inselteilrundfahrt. eine stunde auf der sonnigen piazza in capoliveri. seit langem wieder einmal zeit-magazin und nyt und ich komme zu dem, was ich eigentlich drei wochen lang auf reisen machen wollte, und wovon ich vorher wusste, dass es nicht klappen wird. die mimosen sind größtenteils noch im frühstadium. claudia vom bel mare hat zu. l’orchidea offen: deutsche fahrradtouristen; gute qualität wie immer, dasselbe personal wie letzten sommer. warum kann uns tomtom nicht marina die campo anzeigen? der flughafen (aber nicht nur) heißt la pila. man müsste die autos so umbauen, dass wenn sie stehen und die leute den motor nicht ausschalten, die abgase sofort ins wageninnere umgeleitet werden. so könnte man eventuell die italiener trainieren, die umwelt zu schonen. acqua nell’elba hat in marciana marina das laboratorium und deswegen dort eines der zwei auch im winter geöffneten geschäfte. entzückende verkäuferin, die im jänner in wien war und es hat ihr besser gefallen als erwartet. crai deprimiert mich. café vela am hafen hat die letzte sonne, weiter aperitivo im weißen backstein. treffen dann auch noch meine abc-martina am weg ins l’angolo.
freitag, 15. märz 2019 – sperlonga – portoferraio: tolle wellen, früher aufbruch. mein köfferchen rollt brav neben mir her. goodbye sperlonga. ein bisschen falsch durch den tunnel und an der innenstadt vorbei; später strasse über brücke gesperrt, umgedreht. erster kaffee im lo scoglio bei quatschkopf und group therapy mit wunderbarem strand nach der durchfahrt des architektonisch sehr imposanten sabaudia, das uns ein bisschen an canberra erinnert mit fluss/lagune/see parallel zum meer. russische nationalmanschaft der ruderer, läufer, geher, radfahrer .. immer weiter entlang zwischen dunen und strand mit eingeschränktem meerblick und telefonat an sundees krankenbett. das geräusch im auto kommt von vorne und nicht von hinten. 2,90 in im seit 1940 bestehenden kaffee sesta für einen café, einen cappuccino und ein cornetto.durch nettuno und anzio mit schülerdemo. zweiter kaffee in der bar in lido die pini. ≈2,90 in im seit 1940 bestehenden kaffee sesta für einen café, einen cappuccino und ein cornetto. vogue. zuerst lob der mist- und schlaglochfreiheit, dann revidierung. elf uhr, 18 grad, feierliche eröffnung des daches. mittagessen on the move (fuji, kekse). wir winken castiglione und agua fria. fetter sabbernder hund auf der fähre, internet, drin gesessen, ein bisschen mare mosso. wir finden die vom airbnb-wirt vorgeschlagene straße in der nähe, beschließen aber schon bei ankunft, die koffer bei abfahrt lieber ein stückchen weiter händisch zu transportieren, statt noch einmal durchs centro storico zu tuckern. es dunkelt und unser apartment ist wie erwartet nichts besonderes aber extrem zentral gelegen. spaziergang durch new town und erste aperitivi bei sicilia. fiat-jacke im nebencafé. in der bar siciliana bekommen wir noch zu öffnende erdnüsse. abend mit alice und wahrscheinlich viero: fixes menü obwohl eigentlich schon nach dem aperitif in der bar roma satt. themen: monopattine, bett am morgen machen, essen auf reisen. lucrezia, die zukünftige erfolgreiche malerin; der künstler, der eine rede hält, die nur die für leute links und rechts von ihm verstehen, weil er so leise spricht. der kellner schimpft in einer tour mit hs und dann auch mit dem künstler und ist überhaupt überzeugt davon, dass es seine bühne ist und nicht ein ort, an dem sich gäste wohlfühlen sollen. wir sind voll nach vier gängen vom überraschenden menü fisso im lido und überrascht über den zivilen preis.
donnerstag, 14. märz 2019 – atrani – formia – gaeta – sperlonga: auch hs spürt jetzt die wadeln und wir lassen das mit dem morgengang. der trick von il bertico ist, die brioches gewärmt zu halten, um die enorme knusprigkeit zu gewährleisten. wir tanken gemeinsam mit einem alten 500 an der tankstelle mit der vielleicht schönsten aussicht. mein liebling im leben ist der im besten sinne zwischenquatschende beifahrer. der barkeeper neben der apotheke in ravello erkennt, was ich tue und sagt mir den namen pino daniele quasi als mein persönlicher shazamer. in dem moment weiß ich, was global bedeutet (zumindest, wenn es um apps geht). ein schlagloch zu viel kurz nach dem großartigen blick auf den vesuv gefolgt von nur einstündiger pannensituation inklusive stress auf der ss7bis vor aufstellen des warndreiecks. herr specht kann nicht nur limoncello sondern auch reifen wechseln. pneus expert cristiano hilft schwarz weiter und cento hat einen neuen schuh. mittagessen bei zi anna am hafen von formia der volle erfolg zu einem höchst vernünftigen preis. n26 mastercard funktioniert bei der zahlung nicht. langsam ist es an der zeit, über eine alternative nachzudenken, auch wenn alle die durchsichtige kreditkarte wahnsinnig toll finden. mini passeggiata mit blick auf grandiose berge und einen laternenpfahl, der sich im wasser als seil widerspiegelt. gaeta: die stadt, in der die säulen herumliegen. entzückende begrüßung im malakiri b&b in sperlonga. begehung der musealen altstadt am hügel, in der kaum jemand wohnt, wie wir später erfahren. kitschiger sonnenuntergang über dem, was nicht ponza ist. aperitivi mit selbstbedienung bei fiorelli. mandarinentorte fatto a casa.
mittwoch, 13. märz 2019 – amalfi: das zweite schlafzimmer war die beste lösung. die heutige bar in atrani verlangt einen relativ normalen preis mit drei fünfzig. sie war nett und wir konnten die wettervorhersage am brüllenden fernseher verfolgen. melde mich endlich bei tripadvisor an, um dem nachbarcafé vittoria wenig sterne zu geben. es ist mittwoch und es gibt einen markt in amalfi, man muss ihn nur finden am hafen. bester blick auf die stadt von der mole kurz vor dem leuchtturm. hs kauft alle zutaten für den limoncello: sbuciatore, gläser, 95-prozentigen alkohol und biologische hiesige zitronen. der supermarktmitarbeiter hat einen bruder, der limoncello produziert und gibt daher genaue tipps: maximal eine woche, denn der doch viel stärkere alkohol entzieht dann den zitronen auch das nicht so interessante. herr pansa verdient wieder ein bisschen geld an mir. ob sie wirklich mitbringsel werden, ist noch zu entscheiden. das gran caffe ohne jede hektik. man wird sich später im jahr noch eine goldene nase verdienen. limoncelloproduktion läuft an. „possiamo prendere questa tavola qui?“ sagte die touristin mit starkem akzent und klingt wie „sono margarita da stuttgardo“ von abc elba. wir verlassen spontan den nostromo-zaccaria, da wir links von amis und rechts von deutschen eingekesselt werden. das gran café sieht uns ein zweites mal; der blick ist gleich schön, dafür gibt es noch andere eindrücke als beim non va, zum beispiel den geruch frischer motoren. wir bestellen eine flasche prosecco, die auch nicht mehr kostet als in wien, meiden die nicht italienischsprachigen tische und bestellen ein menu del giorno und pizza. die vongole schmecken. der ‚brasilianisch‘ sprechende italiener kommt zu uns zum laut telefonieren. eine dixfigur (nicht deix) geht vorbei. während ich ‚nachsehen‘ ins just press record spreche, entfällt mir, was ich nachsehen möchte. wie funktioniert eigentlich diese kooperation abart fiat? meine visuelle wahrnehmung kann keinen unterschied feststellen. weitere 2,6 kilo zitronen gekauft. when life gives you lemons, make limoncello. gelato um zehn euro bei marvi in amalfi. der 16:00 uhr bus nach agerola lässt um 15:51 uhr seinen motor an. die dame vor hs hat schuppen und der andere sita stellt sich quer. hs ist froh, dass er nicht der generation digital native angehört, der gruppendruck war zu unserer zeit schon schlimm genug. cento hat auf uns gewartet. wir haben il mondo è bello vor uns als leader. das mädel aus dem bus hat instagram kaputt gemacht mit ihren vielen selfies. es regnet, aber sky funktioniert.
dienstag, 12. märz 2019 – atrani – agerola – positano:  quietschbett und reinscheinlicht in der nacht. teuerstes frühstück im vittoria café. man nennt nur einen gesamtpreis und vor lauter baffheit fragen wir nicht nach. cento bringt uns die vielen serpentinen rauf; die damen vom pro loco in agerola sind sehr hilfreich. bäckerei klein aber voll. kaffee in der verlassensten bar beim traurigsten barmann italiens. wir gehen fünf minuten und es beginnt zu schneien. dann sonne, tolle wolken, immer wieder starker wind. der weg ist großartig, ich schwimme in glück, mir fehlen die worte. wir finden einen tisch mit einem blick, von dem mir das herz aufgeht und man bekommt eine so große gelassenheit, dass einen selbst die vorbeigehenden lauten amerikanerinnen nicht tangieren. in der hochsaison möchte ich lieber nicht hier sein. wir sind nach 2:37 in nocerelle und sitzen im chiosco del sentiero degli dei bei giorgio, der ein antonello venditti fan ist. beste spremuta, limoncello und bruschetta ever. so schön war das. dann kommen eintausendsiebenhundert stufen runter nach positano. busfahrt nach amalfi ein erlebnis. cento übernachtet allein am berg; wir sparen garagengebühren. der metzger von atrani lässt uns nicht nur alles kosten; er macht auch einen spezialpreis für das abendessen. verrückte wolken ziehen vorbei. höchst interessant zu lesen, was leute alles über den sentiero degli dei schreiben, denn von ein bis fünf sternen ist alles dabei.
montag, 11. märz 2019 – salerno – vietri sul mare – cetara – minori – atrani: early morning walk zum auto-umparken. tolle abschiedsstimmung mit dunklen wolken über meer, bergen und castello. arrividerci, salerno. vietri sul mare: fast mehr keramik als sonstiges. sogar der zahnart hat ein handbemaltes schild. kauf von zwei gläsern für hs’ limoncello-produktion. the only dandy in town (schmutzigweißer riesenschal, karierte hose, grünes oberteil, ausgefallene socken, grüne polierte lederschuhe, grundlose sonnenbrille) holt haushaltspapier bei unserem ferramento. wir erheitern uns an der fiat usa werbung, die an der amalfitana und in new york gedreht wurde. cetara: der arbeiter steht mit den gummistiefeln in der baustelle im meerwasser. daneben ein haufen steine, die später wie ein puzzle wieder zusammengefügt werden müssen. die blauen striche der parkzonen werden dabei helfen. wir sagen den deutschsprachigen, dass zuerst die targa in den parkautomaten eingegeben werden muss (hs hat zuvor der polizist geholfen). es gibt auch diesmal nur eine strasse durchs dorf. wir nehmen zeit von der uhr und legen eine trauerminute für das verlorene puschel und die vermisste schnalle ein. die perücke sitzt elend. der greisler hingegen ist coiffiert, als ginge er zu einem modelcasting. seine freundin oder storia kommt rein. fast überall in süditalien spielen ältere männer karten und es gibt meist mehr zuschauer als protagonisten. minori: di minoriner schieben dinge auf die lange bank (am wasser). möglicherweise ist der mann, den wir im libeccio ristorante als bedienung haben, beim non va in die lehre gegangen. hs unterhält mich mit der lustigen idee, es könnte sich um ein soft opening handeln. die allererste schlechte erfahrung, was restaurantpersonal, essensqualität bzw. -größe anbelangt, kann man am beginn der dritten reisewoche locker verkraften. dann noch das teuerste und sicher nicht beste eis im paradies der süßigkeiten. alfonso gatte verfolgt uns von der schneegasse in salerno an die amalfitana. atrani: phantastisches apartment, zu dem es nur 65 stufen vom auto sind. herr miracolo hilft uns, das internet zum funktionieren zu bringen, hs kann einen pellets-ofen ohne einschulung bedienen. das arbeitsfenster schaut auf gigantische felsen mit häusern; das schlafzimmerfenster zeigt auf einen enormen zitronenbaum, der hunderte früchte trägt. die dachterrasse werden wir morgen sicher nützen. das mit der anständigen kleidung vom strand richtung innenstadt bekommen wir hin um diese jahreszeit. keine zweihundert meter und zweitausend stufen später sind wir in amalfi: einige touristen sind für den sommerurlaub gekleidet und haben sich mit der chauffeur driven limousine herbringen lassen. die obsthändlerin meint, es gibt den reinen alkohol im supermarkt, feigen- und amarenabrote wiegen einiges.
sonntag, 10. märz 2019 – salerno: ilmeteo hat gottseidank unrecht und wir laufen bei sonne den leeren corso bis zum hauptbahnhof runter zum meer und dann den lungomare bis zum chiosco santa theresa, der uns mit kaffee in porzellan und glas versorgt. das wasser kommt weiterhin in plastik. die hundebesitzer treffen auf jogger. das castello erscheint sehr hoch oben am berg. wann sagt man fittassi und wann sagt man affittasi oder ist die frage: wo sagt man was? die italienischen arbeiter erfüllen ihr klischee und schneiden sich fast den finger ab, weil sie frauen nachschauen, die in den innenhof des kastells kommen. die bar hat wenig zu bieten. der ausblick ist grandios; der aufstieg war machbarer als erwartet. im ersten lokal ignoriert man uns die minute zu lange: wir gehen wieder. bei iris hingegen gibt es einen wendel-luster, vasco rossi singt laut für uns, die tischtücher schauen aus wie griechische keramiken und die besitzerin ist die einzige person, die so ausschaut, als würde sie arbeiten. haushaltspapierserviette. traurige familie am nebentisch mit schwangerer mutter. als nachspeise wird vom anderen tisch prosciutto krudo und mozzarella bestellt. wir schaffen eine pizza zu zweit. am abend zu feltrinelli und ins 089, wo sich hs über die mit ihm englisch sprechenden italiener erzürnt. gute besserung nach wien!
samstag, 9. märz 2019 – pizzo – maratea – palinura – pisciotta – castelabbate – salerno: auf wiedersehen pizzo, es hat uns sehr gefreut. dass man beim rauskommen aus dem haus sehr aufpassen muss, nicht überfahren zu werden, werden wir nicht vermissen. aber alles andere war phantastisch. nicht zu vergessen das cheesecake eis bei ercole. der neue slogan für italien: ziemlich überall schön. die frau im paradies schenkt mir die zeitungsbeilage im wert von zwei euro, weil sie aus dem dezember des letzten jahres ist. markt in cetraro dann doch nicht. zerschossenes stoppschild. mir fällt wieder diamante ein wegen biancheria-intima-kauf. die insel ist wirklich eine solche. es wird ein bagno aufgebaut, aber wir sind zu früh dran (ca. 2 monate). kiesstrand, castelloblick, glamping. die ss16 ist überraschend glatt und eher leer, wir kommen sehr gut voran. maratea: markt, mülltrennung, erdbeeren, himbeerfarbener selbstlackierter cinquecento. wunderbare fahrt vor und nach sapri. die menschen wissen, was outdoor furniture ist, aber meist auf der falschen dem meer abgewandten strassenseite. bunte blumen aus palmanova entlang der sp430 durchs cilento zur erinnerung an die vielen verkehrsopfer. immer wieder hinweise ‚giunto‘ gepaart mit einem symbol für räumfahrzeuge. seit langem erste radfahrerin, die weder schwarz noch passionierter rennradler ist. es weist uns mehrmals ein schmierfink darauf hin, dass „dio c’è“. weniger müll in der basilicato und cilento als in kalabrien, aber immer noch zu besichtigen. pranzo im ristorante belvedere bei pisciotta: ein paar laute ausländer aber auch ein heimischer einzelesser sitzen hier. das öl mit peperoncino wird sofort an den tisch gebracht, ebenso ein gruß aus der küche, der mir ausgezeichnet schmeckt (knuspriges brot mit kraut und kleine sehr olivige oliven mit wenig fleisch dran). der chef serviert nicht nur das sondern auch  einen digestiv aus finocchio selvatico sowie schale und hammer aus nussholz zum nussknacken; noci di sorrento. wir werden für südtiroler gehalten. castellabate: café in in der post aus dem film benvenuto al sud, riesiger weisser hund, der mit sich selbst beschäftigt ist. eine rotköpfige italienische frau, die betrunken scheint (in diesem land sehr ungewöhnlich) marlon waldbrando, ein suderndes monschgerl. nicht lustig zu sagen, dass der bus auf der kurvigen strasse von hinten kommt, wenn es nicht so ist. die sieben stunden fahrt auf den landstrassen sind uns wie im flug vergangen. wir kommen überall durch; auch dort, wo nur die ambulanz zwischen zwei pfeile passen soll. wir finden einen parkplatz im geringfinanzbereich salernos. die wohnung in der vicolo della neve war gut fotografiert und überrascht mit vielem, was der kameramann von elizabeth t. spira mit freude eingefangen hätte. leider etwas kühl. in der altstadt pop-up store aperol spritz, koffer von samsonite ziproll aus 100% boutteilles en plastique pet recycling flaschen bei anna spirito, die ihn mapstr nur als spirito anna zu finden ist. aperitivi in der fußgängerzone mit blick auf tausende gänger und feltrinelli. das wlan der buchhandlung erkennt mich wieder. man würde lieber einen tisch weiter gehen, um nach einem freien sessel zu fragen, um zu vermeiden, sich einer fremdsprache bedienen zu müssen. wie sehen eigentlich hipster frauen aus? welche klischees gibt es hier? die passeggiata findet bei wind und wetter statt – auch bei regen? die stöckelschuhrate ist geringer als noch vor ein paar jahren. hs erstaunt sich über mein selektives gedächtnis.und darüber, welche nutzlosen details meine körper-festplatte verwendet. ich erinnere mich, dass der taxifahrer in taormina vor dem geschäft twinset auf uns und die eltern gewartet hat, weil ich ein twinset in der fußgängerzone von salerno sehe.
freitag, 8. märz 2019 – pizzo: hs bekommt weniger schlaf als geplant. morgenspaziergang. ein pyji in meiner größe bietet sich an; er hätte sogar zwei taschen. das gedicht des todes von pino durante am hauseck. wir machen eine große runde runter, noch weiter runter, am meer entlang inklusive müll, kleiner hafen, steil rauf. später entdecken wir das feine viertel pizzos samt zwei mini grand hotels. café in der sonne vor der dante bar am hauptplatz. die dame bei der kirche weist uns den weg zu den stufen zur nazionale, wo wir dann einen eurospar finden. die firma de cecco macht seit 130 jahren pasta aus semola di grano duro und bietet in süditalien formen an, von denen ich noch nie gehört habe, zum beispiel festonati no°22. ein rasttag ohne autofahren vor der nächsten strecke bis salerno, dafür mit arbeit- und ausruhen-nachholen. der nachbar singt ‚i just called to say‘. beim aufblicken vom computer wasser soweit das auge reicht. alle frauen bekommen gute wünsche. passeggiata zum hauptplatz. der weg wird jedes mal kürzer. hier liesse es sich gut für einen berglauf trainieren. es gibt ein gässchen der küsse und ein gässchen vicolo degli abracci, das einfach so schmal ist, dass man sich umarmen muss, um gleichzeitig durchzukommen. neben der kirche ist eine zweite kirche für die, die ans fegefeuer glauben. ich bekomme mimosen geschenkt. ‚wo ist der plastikbecher-äquator?‘, fragt hs, während wir in der bar ercole gelateria sitzen. hs bestellt bei der jungen dame, ich lasse mich von dem sehr sympathischen gelatoio beraten. es werden crema siciliana, fichi e noci, cheesecake, nocciola e panna. sonnenuntergang neben dem stromboli von der dachterrasse.
donnerstag, 7. märz 2019 – reggio calabria – scilla – tropea – pizzo: cento umgeparkt, damit er wieder vor der tür steht. kleinen bio-markt beim morgensport entdeckt. domenico, unser hilfsbereiter gastgeber, hätte gerne mehr gäste in reggio calabria. ich bringe es nicht übers herz, ihm zu sagen, dass sie zumindest für jene aus den deutschsprachigen ländern ihr müllproblem lösen müssten. die handtücher riechen wie manfred. das kann ja kein detersivo sein, meint hs. verkehr noch sehr ruhig um sieben in der  früh. beim castello in scilla starker wind, entzückender blauer 500 im dorf oben. café beim superboy. das capo vaticano ist schlecht beschriftet, der panoramablick die suche aber wert. tropea renoviert, werkelt, malt an und hat in der hauptstrasse zur aussicht kein lokal offen. weder geschäft noch gastronomie. dann eben panini und crema caffe an der hauptstrasse in der neustadt. aufgrund von einer gesperrten landstraße weichen wir auf eine winzige aus, die ganz weit rauffährt und bekommen tolle ausblicke umgeben von schilf (nicht farn, nicht gras). die mit den ältesten autos haben vorfahrt, denn man weiß: ihnen ist es am egalsten. alina und spiegelbebrillte tochter zeigen uns ‚il terrazzo su pizzo‘. zwei plastikfaulteuils mit decken vor dem flachbildschirm. dachterrasse mit unfassbarem blick. wir bekommen komplimente für unsere sprachkenntnisse und haben wieder schnelles netz. sobald das tischtuch weg ist in der küche, wirkt der raum angenehm. pizzo ist eine erfreuliche überraschung: eine bergige altstadt mit enorm vielen stufen, ganz normales leben, viele lokale mit möbeln draussen auf der piazza. so muss italien. bergamotto tartuffo neben röchelndem raucher. wir schauen erstmals in unserem leben mitten in einer stadt, was tripadvisor über die umliegenden lokale sagt. kleine eingangstür zur pizzeria il porticato, dafür umso höherer raum in einer art turm. die pizzen essen wir nur zur hälfte heute. bin begeistert von der app mapstr, auf die ich eigentlich immer schon gewartet habe. dem review ‚an instant classic‘ kann ich nur zustimmen.
mittwoch, 6. märz 2019 – reggio calabria – melito di punto salvo – di petru i ’ntoni – bova – pentedattilo – ss106 – rc: wenn whatsapp nicht funktioniert, heißt es „woart’s ab“. gibt es den ausdruck windfarmen? manfred berichtet von seiner baustelle und wird sich kundig machen, was eine rückgabe finanziell bedeuten würde. markt in melito di punto salvo: man möchte sich wegen der sommerlichen temperaturen alles vom leib reissen, hat aber angst, verhaftet zu werden. wir finden tatsächlich einen stand mit denselben einzeln verpackten süßigkeiten (dolciumi di mandorle) wie in ragusa und erfreuen den venditore ambulante mit seinem möglicherweise größten umsatz. frauen erleiden lieber einen hitzschlag, als sich im märz von der vierten kleidungsschicht zu trennen, und müssen mit wasser übergossen werden. durch betrachten aus nächster nähe wissen wir jetzt auch, dass es der klee ist, der gelb blüht. ganz anders als bei uns. die tragische trias von kalabrien: müll(halden), schlaglöcher, bauruinen. ich würde eventuell noch die wahnsinnigen autofahrer und daher erhöhte anzahl der verkehrstoten als nummer vier hinzufügen. domenico gibt uns den tipp für petru i `ntoni (gute aussicht und cucina tipica). wir bremsen uns ein und wollen eigentlich fast schon wieder gehen, weil es umbewirtet aussieht. ich frage dann doch: natürlich, man hat offen, ist unglaublich freundlich, lässt uns sogar draussen sitzen. der schönst-vorstellbare panoramablick vor unserer nase. wir lassen uns beraten und nehmen das all inclusive paket mit antipasti, primi, carne, dolce, digestivo, wasser, wein. es kommen unglaubliche mengen an unterschiedlichen vorspeisen (oliven, nduja, croutons, brot, mit tonno und kapern gefüllte getrocknete tomaten, polpette, schinken, käse, eingelegte zwiebeln, karfiol und pilze, bitteres gemüse, trippa, parmegiana). dann noch pasta (wir bitten um gnade und winzige personen) … und das gegrillte fleisch können wir auch nicht abschlagen, ohne unhöflich zu wirken. der digestif aus lorbeer, lakritze und einer dritten sache ist bitter nötig. im pizzeria-teil des riesigen lokals findet eine schulung für jungköche statt. später stellt sich auch noch heraus, dass wir rein zufällig die richtige strasse genommen haben, denn es gibt eine zweite, fast parallele nach bova rauf, die später runterfahren. in bova parken wir ganz unten, gehen ganz rauf bis zum gipfelkreuz. 29 stockwerke, sagt die watch. wir sind die einzigen touristen; überhaupt die einzigen. wir haben einen 360 grad blick auf eine phantastische landschaft. zwei schafe verlassen die liebesgrotte unseretwegen. dem cafétier kaufen wir noch kalabrien-bücher ab. wir überleben die rückfahrt auf der dunklen ss106 knapp.
dienstag, 5. märz 2019 – reggio calabria: domenico stellt uns einen terrassen- als arbeitstisch ins zimmer und bietet ein hausgemachtes süsses frühstück an, dass den demel sprachlos machen würde. strassennamen in reggio vollkommen unleserlich weiß auf hellbeige. ein schlauer fuchs (der noch nicht überfahren wurde) hat bei manchen gassen eine schablone angefertigt und ihre namen schwarz auf die häuser gesprüht. pro kreuzung einige parkverbrechen. es mangelt an piazze. unglaubliche szenen im bergamotte-museum: zuerst erklärt uns die schon anwesende dame fast alles. dann wird extra eine guidin angerufen, die uns alles noch einmal und viel genauer beschreibt. tabakbeutel aus schale. wir kaufen kulinarische erinnerungen und fragen, ob wir später abholen können. es wird uns eine lieferung in unser b&b angeboten. zu unserem abschied kommt eine großfamilie aus dem arabischen raum, die kein wort italienisch (oder englisch oder sonstiges) kann. der lungomare ist großartig, der tag sommerlich. zum fast-verzweifeln: keine outdoor-gastronomie weit und breit. zwei erkenntnisse: unser b&b ist eine oase des guten geschmacks und das beste an reggio calabria ist der blick auf den aetna. übrigens eine kleine sensation dieser reise: cento steht eigentlich fast immer vor unserem jeweiligen haus. es ist tatsächlich settimana culturale und der eintritt zum Museo Archeologico Nazionale di reggio calabria die zwei bronzen aus riace, die sie in den 70ern gefunden haben, sind eigentlich weniger beeindruckend als der rest des museums. gut, dass wir uns in wien vorgebildet haben mit dem besuch des khm und einer führung durch die ägyptologische sammlung. so kann ich sagen, dass ich natürlich weiß, dass der sohn von isis und osiris normalerweise als junger bub mit etwas längerem haar dargestellt wird. er heißt auf deutsch horus. „stört das hier niemanden?“, frage ich hs und muss lachen. es geht darum, in einer italienischen bar einen anruf zu tätigen. glamour reicht gehaltvolles zu den spritz aperol und wir streichen den besuch des chicen restaurants. faschingsumzug vor dem lokal. die einzigen erwachsenen ohne kinder sind die feuersteins am corso von rc. fast schon stammgäste im i preistorici.
montag, 4. märz 2019 – crotone – stilo – gerace – reggio calabria: die dusche unseres zimmers in cotrone ist mit der toilette des nebenzimmers verbunden. das fell muss nicht sein; die stadt ist lebhaft (und war der geburtsort von pythagoras). wir gehen mit den einheimischen über die strassen, denn die autos nehmen sich hier prinzipiell den vorrang. im dom wird schon emsig gebeichtet. crotone (kroton auf griechisch) gefällt mir weitaus besser als dem herrn specht. wir finden einen sonnenplatz in einem café, in dem die decke wie im museo faggiano in lecce mit den böden von krügen oder flaschen gestaltet ist. ficus beniamini im freien, der fuji-markt-verkäufer ist in dortmund geboren. man wundert sich, dass nicht mehr passiert bei diesen verkehrssituationen, es scheint aber aufgrund des fehlenden vertrauens auf allen seiten zu weniger unfällen zu kommen als man annehmen würde. in stilo in der bar stylos lässt man uns recht lange auf unsere speisen warten, die dann aber ein ausgezeichnetes preis-leistungs-verhältnis darstellen. die ulkigen des ortes versammeln sich, um uns wie tiere im zoo zu betrachten. wir fahren zur cattolica, der zweitmeistbesuchten sehenswürdigkeit kalabriens, zahlen unseren eintritt, sind ergriffen von dem blick und bekommen dann noch eine privatführung auf italienisch. wir verstehen genug, um zu wissen, dass wir an einem ganz besonderen ort sind. der nette mann sagt uns dann auch noch, dass wir vom steinweg weiter oben einen noch großartigeren ausblick haben. gerace: aussichtsreiche fahrt und windiger parkplatz ganz oben; keine dorfbegehung; der mann am hauptplatz winkt mir zu. tata und bata haben beide nichts mit tatra zu tun. unser spaziergang durch reggio calabria ist eine mischung aus bewunderung des corsos und traurigem herumgesuche nach einem freundlichen lokal, das uns vielleicht eine art aperitivo zur verfügung gestellt. das eine einzige, das es vielleicht gewesen wäre, erschien zum zeitpunkt des vorbeigehens zu weit weg.
sonntag, 3. märz 2019 – matera – crotone: hs geht früh fotografieren. internet aus ein geht bewährt sich auch hier. wir schlafen mässig wegen sauerstoffmangels und zu viel essen, sind dafür aber schon um 07:15 uhr am weg in die sassi. die einen gehen joggen, die anderen rauchen, die dritten mit dem hund. wir machen einen walk in die abgründe der schlucht bis zum aussichtspunkt rechts hinten. letztes frühstück in der bar inklusive kauf der sanduhr mit magnet. hs weiß, was vendemmia heißt. wir nützen noch die annehmlichkeiten des wunderbaren apartments (freundliches bad, sonnenterrazza etc.) schwerer abschied von der wohnung, deren zweites schlafzimmer hs dann auch noch entdeckt hat. der föhn hat die stärke eines orkans. schriflticher dank an giuseppe. den karnevalszug in ciro’ kreuzen wir ganz am schluss. heute viele verkleidete kinder. unten fährt schon der faschingsumzug, oben in cariati noch mindestens zwei krippen. bestes eis italiens bei di fortino? der welt? wir vermissen frucht. langsam wird es unübersichtlich in meine kopf, zu welcher stadt ich mir was merken möchte. die frage nach dem stadtplan in crotone löst heiterkeit aus. hs zeigt mir auf einem der fotos von matera die sanduhr, die eines der skelette auf dem kirchenportal in der hand hält. nicht live gesehen, werde zurückkehren müssen. bei giorgio am lungomare konsumiert niemand etwas auf den sesseln draussen. am lungomare ist es ungefähr so wie bei den ausflügen bei den incentives. irgendwo steht sicher jemand und macht hakerln für ‚anwesend‘. „siamo in due e siamo tutti qui“ sage ich zu lievito madre, die um diese uhrzeit sowieso keine hiesigen gäste erwarten. stelldichein fast aller pizza-lieferdienste dieser stadt. beste pizza überhaupt mit ricotta zola e arancia.
samstag, 2. märz 2019 – matera – pietrapertosa – potenza – acerenza – irsina – matera: ich fahre gleich einmal den centro gegen die wand hinter mir. ein espressivo ist sowas ähnliches wie ein capo in b und ein macchiatone. von matera den hügel runter und dann in das tal des flusses mit bo. vierspurige schnellstraße. beginn des regens, sehr imposante dolomitische felsformationen zeichnen sich schon ab. (wo kommt das wort ‚dolomiten‘ her?). pietrapertosa der eine ort, der den andern mit dem flug des bischofs (der engel) verbindet. sehr unwirtlich und durchfahren des ortes nur mit maximal cento möglich. wir steigen nicht aus. weiter in die hauptstadt der basilicata, potenza. blätterteig süßes bei der bäckerin, stärkster kaffee beim professore. rolltreppe & aufzüge bis rauf in die via pretoria. die kunst in den tunnels ist etwas gewöhnungsbedürftig. kofferberatung. magnetische sanduhr nicht erworben, weil der geschäftsbesitzer uns nicht einmal grüßt. menschenauflauf vor dem vier sterne hotel, denn berlusconi kommt in die stadt (ich dachte, es geht um den karnevalsumzug). hs wird von der carabiniera ermahnt, er möge keine struttura poliziale fotografieren. unspektakulärer domplatz. einmal im monat in der via fisica im gewerbegebiet der hauptmarkt für fetzen, haushaltsartikel, lampen, möbel, schuhe (weniger lebensmittel), parfum. hs schlägt zu beim unverkäuflichen muster. das parfum heißt ‚iceberg‘ wie das lokal in sydney (hätte ich nur gewettet!). der marktstandler mit der kleinkosmetik schaufelt seine wäre zurück in die schachtel. durch kretische landschaften, ruinen. hs fotografiert, auch wenn vielleicht nur jedes fünfzigste foto etwas wird. niemand hat seine tore offen für uns. es muss auf die koscheren reserverosinen zurückgegriffen werden. mit einem kia wäre das alles nie gegangen. katzenstreukäufer in accerenza. keine chance auf mittagessen in den borghi piu belli. der lebensrettende caféheini am platz der ausgestopften faschingsfiguren verkauft uns zwei crostate mit albicocca und mirtilla. blühendes: mandeln, ginster, mimose, diverses kleines gelbes, orangenes, lilanes. eventuell gelsomino? wunderwunderschöne fahrt von irsina zurück nach matera durch organisch geformte landschaften mit zehn zentimeter hohem getreide. fast schöner als in der crete weil leerer. viele hübsche steinruinen, aktive gehöfte, aber schön einzeln auf den hügeln verteilt. aja, das wichtigste ereignis am heutigen tag war wohl meine panikattacke in der annahme, dass hs verschwunden ist. entweder schwer verletzt und stumm oder tot oder sonstiges. und das in der schönsten landschaft, in der er die beste zeit hatte und nicht gemerkt hat, wie die „stunden“ vergehen. übrigens sind nicht versperrbare toiletten hier state of the art. einfache verkleidung als kurz mit ohren-haarreif. die kandidaten für die wahl ende märz mieten leerstehende geschäftslokale an. das geräusch der in den leeren postkarten fallenden ansichtskarten. the fork gibt keine zwingend nötigen resultate; die mel-gibson-trattoria sperrt erst um halb acht auf und hebt das telefonat nicht ab. wir entscheiden uns für l’arco. das lokal ist zwar leer um viertel nach sieben, um halb acht aber quasi bummvoll. es friert uns ein wenig, aber das essen ist großartig und die belegschaft flott, freundlich und kompetent. auch hier lampenschirme ohne lampenschirme. in der stadt zirkusartisten und wartende musiker.
freitag, 1. märz 2019 – matera: ausgezeichnet geschlafen in diesem wundervollen konmari-apartment. ein freundlicher schlumpf wäscht den erdgeschossboden. die lavanderia finden wir nicht nur, die besitzer bieten auch zusatzservices an. cafés und brioches im stylishen caffè luxury shop ‚di bitonto‘ sind inkludiert. die sanduhr mit magnet wäre eine schöne ergänzung, die sackerl-vase zu teuer. die information der stadt ist nicht dort, wo jene der kulturhauptstadt ist. den passaporto schenken wir uns; matera hat uns auch ohne 2019 genug zu bieten. rauf zum castello aber kein blick. tausend kinder treffen sich zum carnevalsumzug samt disney-mäusen. die marching band trägt narrenhüte. der kavaliere ist jener von der stadtheiligen madonna della bruna. der confetti-mann preist seine ware an. vier farben sassi wege liegen vor uns. das einhalten der genauen strecke erweist sich als unmöglich. ob die bayerin mit den tollen scorzette (müssen wir nachbacken) auch die donna bruna ist, bleibt unklar. in den höhlen ist es immer zu feucht. diverse piatti mit peperoni cruschi gibt es, erfahre ich. google-punkte in der landschaft. die apes(t) kreisen wie möwen um die touristen, um die erschöpften einzusammeln. phantastische spiegel-kunst von alfredo pirri im hotel corte san pietro, das ein sehr hübscher schlafort mittendrin zu sein scheint mit entzückendem personal. die letzten schritte vor einem möglichen mittagessen lassen uns die oberschenkel spüren (über 30 stockwerke, sagt die watch), entscheiden uns aber gegen den arroganten gastronom und für die gestrige pizza aus der pfanne. auch die bäckerin in der via lucana hat einen background in deutschland und ist in die hauptschule in schwäbisch-gmünd gegangen.

februar 2019 – streaks
donnerstag, 28. februar 2019 – lecce / porto cesareo / maruggio / taranto massafra / matera: der  kellner im café cittadino hatte früher eine freundin in salzburg; der digestiv-einschenker war früher im ruhrgebiet. den  schal-dämpfer könnte man gerne anwenden, wenn man mich mit dem niesen weniger erschrecken möchte. in porto  cesareo gibt es die bach- und die beethoven-strasse, außerdem ist markttag beim großen hafenbecken. kaffee im schmetterling. blühender rosmarin, kein tourist. von hund geführte schafherde aufgrund von baustellenumfahrung bei marina di pulsano punktgenau getroffen. taranto etwas (sehr) heruntergekommen. auf manchen häusern schreiben die bewohner namen und stockwerkweil ein großteil der altstadt gar nicht bewohnt  ist. according to the bettlerin habe ich im pelzgeschäft dissertiert (dottoressa bella). ich glaube, die herrschaften, die die todesanzeigen und nachrufe auf den plakaten lesen, überlegen sich, was man irgendwann über sie schreiben soll oder wird. der pons zuckt mit den schultern, während treccani natürlich weiß, dass trigesimo der dreissigste tag nach dem sterben einer person ist. das sitzen in der sonne in der pralineria / bar / gelateria / pasticceria /ciocolateria / tea room bernardi bei der drehbrücke mit der wunderbaren bedienung, die hamburger deutsch versteht, war die beste idee überhaupt. der smart-wahnsinnige  in massafra lässt hs doch leben. ich rufe nach dem hasen; die bagnotür in der ehemaligen kirche wird geöffnet. in matera nagelneues design-apartment und langer willkommensspaziergang. pizzen beim aquarium. fragebögen bei fischen sind schwierig; die tropfen alles voll.
mittwoch, 27. februar 2019 – lecce / otranto / santa cesarea terme / castro / leuca / specchia / presicce / gallipoli / lecce: von lecce direttissima ans meer und selbiges entlang. ein paar graffiti. ansonsten gähnende leere. aufgrund von herrn spechts ungeduld verpassen wir fast die perle am östlichsten punkt italiens. in der garden bar ist töchtertag und auch die damen im castello sind noch nicht im alter für einen richtigen beruf. herr majoran hat 18 jahre lang in der schweiz uhren zusammengebaut und war das schnellste seiner abteilung. otranto heute sehr leer und sehr windig (tramontana sporca) aber der juweliervertreter sagt, in wenigen tagen könnte die hitze explodieren. der mann in santa cesarea terme warnt mich, dass er gerade hinter mir vorbeigeht, weil er annimmt, dass jeder mit smartphone in der hand ein selfie macht. ich aber fotografiere nach vorne (porta d’oriente). wir sind in castro und entdecken auf dem rundweg um die altstadt herum den vermutlich schönsten wäsche-aufhänge-platz süditaliens. enorme blicke die küste entlang. gelbe und lilane blümchen. knallige mimosen. die sonne brennt. lammfell nicht nötig. bei achtzehn grad wird das dach geöffnet. herr specht träumt von einem mittagessen in der sonne mit blick aufs meer. drei kurven weiter in tricase porto das restaurant casa mia, dessen besitzer und koch neben dem café mozart ein restaurant ‚melograno‘ eröffnen wollte. eur 9.000,00 miete waren ihm aber zu viel. es wird die katze gestreichelt. das beste caprese meines lebens. öl aus kleiner flasche, die zweite brotrunde weich. hafenspaziergang und die lustige frage der anderen anglerbeobachter, aus welcher region wir denn kommen. in andreas heimat leuca essen wir ein eis bei martinucci, der sich später als krake mit qualität herausstellt und machen auch beweisfotos. specchia und presicce sind sicher belli borghi, aber so dann auch wieder nicht. gallipolis historisches zentrum weit weniger belebt als gedacht. sonnenuntergang neben dem leuchtturm. korbmacher antonio vincenti unterhalb des uhrturms. plastikflaschen auf mauern bleiben ein mysterium, weil auch google nicht helfen kann. wir werden wohl daniela fragen müssen. hs holt noch was von draussen, während ich ein wenig babble und invente.
dienstag, 26. februar 2019 – lecce: das auto mögen wir bitte doch ein wenig näher an die wand parken, schreibt francesco, weil die anderen ‚presto‘ abführen. ich antworte, dass wir gerne weicher schlafen und schneller surfen würden, aber sonst alles bestens, vor allem die gestaltung des apartments. morning run mit sonnenkaffee. höchst faszinierendes museum der familie faggiano, die zufällig eine ganzes universum an ausgrabungen freigelegt hat. sonne auf der piazza gegenüber dem eingehüllten stadtheiligen oronzo. die ruhe wird hin und wieder von einer ambulanz und dem schreienden kopfhörerträger unterbrochen.  andrea rät zu pasticciotto leccese con la crema. karte mit der kathedrale von trani an theresa und posch. der kräuschen-mann unterschreibt mit. es gibt auch hübsche tauben. bei genauerer airbnb-nachlese der bewertungen des corte dei romiti stellt sich heraus, dass nicht alle loft und gastgeber super fanden. das pappmachémuseum im castello ist finster und die damen in der touristeninfo ebendort eher nicht so interessiert an uns. fuchs-trauben-eintritt wäre eh zu hoch gewesen. dann entdecken wir lieber ein ganz anderes lecce, nämlich das der einheimischen mit ‚normalen‘ geschäften, bars, fußgängerzone und einer piazza mit monumentalem brunnen. hs kauft unterschiedliche pikante kleinigkeiten. die gemüsehändlerin kühlt ihre ware mit sprühnebel. lecce ist laut reiseführer eine reiche stadt und wir glauben das, denn sonst könnten alle die händler nicht überleben. die kirche san antonio al fulgenza überrascht mit schlecht zuordenbaren malereien. adriano serviert zum aperitivo vieles und gutes und wir canceln die pizzeria. am rückweg noch kurzbesuch in einer pappmachéwerkstatt mit geschäft. bin überrascht über den preis.
montag, 25. februar 2019 – termoli / trani / castel del monte / cisternino / lecce: frühmorgendliches sehr kurzes erschrecken, ob wir vielleicht schon vorbeigefahren sind am schloss von friedrich. es gibt wohl mehrere gleichnamige in diesem land. krauternte am rande der fast leeren autobahn. prevista neve und sehr viele windräder. hs hat schon stimmbandprobleme vom vorlesen über die stauffer etc. in trani wahnsinniger wind. blick vom parco comunale und den hafen entlang. wir finden den eingang zur kathedrale nicht ohne die hilfe von dreissig kindern. es stellt sich heraus, wir waren doch schon da. castel del monte mit schneefahrbahn. alles mit acht, beeindruckende korallensteine, große feuerlöscher, schneehagel. lecce apartment im erdgeschoss. parken unklar aber möglich. die frau in der tourismusinfo sagt, wir sind die einzigen touristen (was nicht stimmt). aperitivi bei leicht desorganisierten nicht sehr sympathischen im ehemaligen wurstgeschäft. (handbeschriebene wände). wir sind die ersten gäste in einer stadt, wo man ab neun, halb zehn abend isst hinterm kino im lokal la cucina. köstliche burrata-antipasti und paste.
sonntag, 24. februar 2019 – grado / termoli: aufbruch um halb acht bei null grad. die ersten 300 km vergehen wie im flug. der italiener ist generell ein sehr unsteter autofahrer; wenigstens keine lkws. ein bisschen entlang der morbid-winterlichen küste bei senigallia. hs photographiert graffiti auf silos im hafen anconas. die messebesucher kommen vom berg, parkplätze werden frei. der dom hat im inneren ungewöhnlich viele stufen nach links und rechts. wunderbare grüne landschaftsfahrt über den hügel bei der riviera conero. es gibt verschiedene möglichkeiten, das restaurant dal pescatore in marcelli di numana in erinnerung zu halten zu behalten: pferde, die am strand vorbeilaufen, auf spiess gegrillter tintenfisch vom feinsten aber auch der caffé crema, der mir viel besser schmeckt als hs. dann auch noch juventus turin im stadion im fernseher. maria zeigt uns unser zimmer, das stark dem südschlafzimmer in 27 ähnelt. dringend nötige passeggiata durch die alte stadt und neue fußgängerzone von termoli. aperitivi am hochtisch der bar grecale.
samstag, 23. februar 2019 – grado: der rückenwind zum tor  ist ja nett, aber retour müssen wir durch den parco, weil sand in den augen.  kleines crema-cornetto squisito im vollen hansel; der markt höchst unterbesetzt. teresa neben  mir im salone unkenntlich gemacht als aluminium-nofretete am weg nach berlin. beide mütter anwesend. packen und vorfreude. tergesteo und timon mit sara. der limoncello hilft nur bedingt.
freitag, 22. februar 2019 – grado: mir wird kaffee ans bett gebracht, während ich mit sundee die themen ‚alter ist egal‘ und ‚kleidung ausmisten‘ bespreche. der nebel bleibt lange und geht dann doch. wir laufen schnell zum tor und retour für café in der piscina. sonnenfenster am balkon. l’eticchetteria holen in der liberia giunti. kein aperitivo mangels sonne. null also. arte dokus zur kommenden stiefelumrundung. mir ist kalt. mein liebling mahershala ali aber auch viggo mortensen virtuos im angeblich schlecht kritisierten ‚green book‘. rottentomatoes consensus ist meiner meinung.
donnerstag, 21. februar 2019 – wien / grado: run zu kieser, um den muskeln noch einmal zu zeigen, was sie nicht vergessen dürfen in den nächsten wochen. niemand sollte grundlos garstig über sozial schwächere reden. schritte zur post, zeit, spiegel, packen, kein koffer bleibt zurück. dicker nebel ab kurz vor palmanova. all’anfora willkommenessen und -limoncello. ob wir diese heizung je unter kontrolle bekommen?
mittwoch, 20. februar 2019 – wien: run zu kieser. boris erzählt mir nun schon als zweiter von dem schöps-filialen-aufkäufer. vielleicht fällt ihm eine lösung zu karin prisma ein. ralf möchte lieber drin. therapie in keinem fall schlecht. bitte nicht weiter bedanken; wozu hat man denn freunde, wenn nicht zum ohren leihen? auch beim zweiten mal ist die führung zu wesandersehen ganz wunderbar; mami ganz meiner meinung. ob astrologie die lösung ist? kangxins nana massiert ganz wunderbar in der nachbarschaft.
dienstag, 19. februar 2019 – wien: much loved, sky, mannerschnitten, bernhard, ausflug und zeitungshalter durchaus winner. wir verlassen bs ohne kauf; bei xxl finde ich trekking- und hs laufschuhe. kot wegschaufeln, geräuschemacher aufhängen. wenn die eulen nicht gehen, wird der panetone gestutzt werden. wer braucht ein lokal mit schanigarten im februar, wenn wir ein sonnenbankerl vorm seehäuschen mit tartatatas haben? aperitives mit blick auf die servitengasse. the wolf hat den schief hängenden stern mehr als verdient. wir kommen sehr bald wieder.
montag, 18. februar 2019 – wien: run zu kieser. sandra massiert auch gut; caroline verschätzt sich etwas mit der zeit. Brudl übernimmt meine vorletzten cds und zeigt mir die bedrückende Sammlung . mit claudia am liesingbach bis zur autobahn und alt-erlaa. manfred wenig auskunftsfreudig. posch, tartatata, ausflug aus der czerningasse (danke, falter!). der sky-neukunden-berater ist weniger auf zack als der für die bestandskunden. interessant, weil meist umgekehrt.
sonntag, 17. februar 2019 – wien: sonniger walk mit papi und graffitibewunderung am donaukanal. bis fussgängerbrücke und retour durch die stadt zum burgtheater. opi heini trug nach der sauna ein haarnetz. ein leben ohne unternehmertum scheint unvorstellbar. „europa im diskurs – debating europe. vorhang auf oder schotten dicht? was bleibt von 1989?“ eine gut vorbereitete lisa nimmervoll punktet bei mir mit interessanten zwischentexten und zitaten. den geladenen erhard busek, basil kerski, noémi kiss, ludger hagedorn und radek knapp hätte ich noch länger zuhören können. drei herren in der ersten reihe machen sich notizen. die kunst von christian ludwig attersee gefällt mir auch durch die führung im belvedere 21 nicht besser. der meterhohe diesmal wenigstens bekleidete heimlich strotzt weiterhin vor selbstliebe.
samstag, 16. februar 2019 – wien: run zu kieser. null. hs‘ schenkel ist noch nicht in ordnung; das spanische vertrauen äußerst gering. excel-überblick zu fixkosten seit 2013 sehr aufschlussreich. mit bini entlang der alten donau. das sofa wird in gute hände kommen; cento braucht keinen radweg befahren um umzudrehen. um drei uhr früh ist die polizei dann mein freund und helfer. zehn minuten nach melden der unangenehmen lärmbelästigung, ist selbige geschichte. aber vielleicht war ich nicht die erste oder einzige.
freitag, 15. februar 2019 – wien: mit manne im unverbrauchten wenn auch nicht sehr leisen joseph. das müsli weit mehr als erwartet. ja, ich helfe gerne beim ballkleidauswählen und auch beim schreiben zur maturatreffeneinladung. für die trekking-schuhe sollte ich mir ein besseres geschäft als hervis wien mitte suchen. ralf sieht cds durch und geht mit schlanker beute. die perle hat heute keinen platz für uns. mein kommentar während der leider nicht so guten pizza mari: ‚idiot‘.
donnerstag, 14. februar 2019 – wien: valentin-spiegel-beschriftungen. allein laufen zum postkastl und dann auch noch schwaches kieser. null. wenn man nur alle papsttode ein budget macht, fällt es einem ganz schön viel schwerer als früher. mit schwarzweißem hund und alex auf die hauptallee. iphone gefunden und besitzer glücklich gemacht. danke für die pralinen. was für ein toller tipp, die fünfzehn jahre alten wanderschuhe auszuprobieren. sohlenverlust auf dem weg der götter wäre schlimmer gewesen als im prater. die als liebesgeschichten versprochene führung in der ägyptisch-orientalischen sammlung hält nicht ganz. armin wolf interviewt thurnher im kasino zum jahr in amerika und die dame im gelben strickmantel ist frau bergmann.
mittwoch, 13. februar 2019 – wien: sieben und flotter gang mit jutta entlang des hübschen liesingflusses. ich freue mich sehr für ihr hamburg. meine obenaus pantoffelhelden sind fertig. petition ‚verpflichtende abbiegeassistenten für lkws‘ unterschrieben. eröffnung im musa ‚wo dinge wohnen – das phänomen selfstorage‘. sehr cool gemacht, feine musik, gute reden und überhaupt alles bestens. wir kommen wieder. wo wir nicht nochmal hinmüssen, ist das tre in der wollzeile, auch nicht mit dreissig prozent.
dienstag, 12. februar 2019 – wien: kieser muss warten. sieben geht. die u drei ist in diesem fall die beste lösung und ich habe begleitung. im hofmobiliendepot fungiere ich für mami als anekdoten- und highlight-erzählerin, was ich mir halt so gemerkt habe über ‚bruch und kontinuität‘. die frau auf der mahü möchte meine aura lesen. der neueste kanal von upc zeigt e-sports, also männer, die anderen männern in einer halle beim computerspielen zusehen. und das blut spritzt. die garderobe im bt kasino übt ihre macht in sinnfreier art aus; die kontrolleure im obergeschoss haben keinen plan. kurzweilige und hochinteressante diskussion zu thomas bernhard mit hermann beil, barbi marković, doron rabinovici, daniela strigl und günter kaindlstorfer. dass strache schon zu heldenplatz-zeiten ungut agiert hat, war uns nicht bekannt. ein spritzer kann ich noch als null durchgehen lassen, nicht aber als alkoholfreiheit.
montag, 11. februar 2019 – wien: ein mal sieben. anker-krapfen für tc und mich. billa-problem lösen. ‚passwort vergessen?‘ ist ein wichtiges feature jedes online shops. die wien museum jahreskarte geht im jüdischen aber nicht umgekehrt. kabbalah ausstellung interessant aber nicht erklärend genug. unaussprechliche brötchen und eine mitreise-idee des nicht-reisenden. dass viele n26 kunden so entnervt sind vom ‚kundenservice‘ wie ich, kann jeder auf trustpilot nachlesen. so wie es aussieht werde ich die nach china bezahlten hundertfünfzig euro nie wieder sehen. hoch lebe american express! die sicht nach vorne oben ist optimiert; der fernseher mit schwein, malerei, kaktusvase, sanduhr und edvard-gutschein ein genuß. nettes, interessantes und informatives geschwistertreffen mit dem vorsatz, bald einmal nachzufragen.
sonntag, 10. februar 2019 – wien: von der ow zum fu zu fuß. wir wählen die meidlinger bergauf; die edelsinn zieht sich. kieser dann auch noch. san remo gewinnerlied gefällt mir. selten so gefroren in der eigenen wohnung.
samstag, 9. februar 2019 – wien: frühstück mit claudia und manfred und hoffentlich geht es ab herrn nussbaumers besuch bergauf. alex wurde gefragt und hat ja gesagt. alles gute! apropos, wir gehen von donauniveau zum wienpanorama und es geht gut, muss aber an meinem tempo arbeiten. irrer gläserner neubau mit piano. herrlicher abend mit steaks und einer art susi-torte. danke für das grado-buch, brudl!
freitag, 8. februar 2019 – wien: das auf dem wohnzimmer-sofa-liegen kurz nach dem aufstehen eröffnet vollkommen neue visuelle perspektiven. run, kieser. null. sundee angespannt vor paulis erster richtigen party. ich drücke die daumen, dass der schon erlebte rausch eine nachhaltige positive wirkung hat. ilg deadlines sortieren. sonnenwalk bis in die gumpi. großartig: ‚über den umgang mit menschen‘ von deborah sengl in der galerie reinthaler. mit claudia kuratorenführung zu ‚bruch und kontinuität das schicksal des habsburgischen erbes nach 1918′ im hofmobiliendepot. ermüdend aber sehr interessant. muss ich vielleicht mit ’normaler‘ führung noch einmal ansehen. wie konnte ich nur nicht parat haben, dass claudia sara schon kennt? das café jelinek kann sich als servicewüste mit dem menta messen. definitiv unbequemer jedenfalls die sitzgelegenheiten. zum raschen nach-hause-kommen muss man die unterirdische in kauf nehmen.
donnerstag, 7. februar 2019 – wien: zwei mal sieben. kein rauchfangkehrer. nach wie vor auch kein einschreiben aus landshut. thomas im bräunerhof sieht wes aus der perspektive des budgetären verlierers und seine cousinen blitzen sich. jetzt ist wieder ende für den dreissigsten juni ausgemacht. turban, tuch und tallit führung hätte gerne doppelt so viel inhalt und damit zweifache geschwindigkeit haben können, aber mitgenommen wird einiges. kantine mq tischt orientalisch-vegetarisches köstliches auf und einen brownie, der nichts zu wünschen übrig lässt. im 30 tanzen kommt es uns heute vor wie bei einer ü60 party und das zelt gibt den rest.
mittwoch, 6. februar 2019 – wien: run zu kieser, training mit telefonat und englischsprachigem, der daraufhin sicherstellt, dass ich nicht mit mir selbst rede. dzu, witek, kanal, sonne. falter im nassen, umgeben von schaum. pluhars wortmeldungen zum thema #metoo unverständlich. blöd, dass hs etwas bestellt haben möchte, was längst in der geburtstagslade liegt. genial, die wordpress app scheint doch zu funktionieren mit zeit und muße.
dienstag, 5. februar 2019 – wien: margit im engländer berichtet vom nötigen decluttern in den nächsten fünf jahren und wir haben schon fixe silvestergäste. dzu hat nichts auszusetzen. die unfreundlichsten mitarbeiterinnen gibt es im zimmer 206 in wien mitte. stemans personal erfüllt mehr als seine pflicht, hader ist großartig wie erwartet.
montag, 4. februar 2019 – wien: lauf zu kieser. die neuen arm-maschinen wirken. mami kommt zum besprechen des ausfüllens und gut, dass ich den morgigen abend erwähne. das wien museum sollte deutlicher schreiben, dass es in der domgasse nur eine ermäßigung, aber keinen freien eintritt gibt. 777 hat was helles für mich bzw. hs. sehr sympathische flotte türkischstämmige interviewerin erkundigt sich nach meiner politischen haltung. gerne. für die statistik: nein, nicht beide elternteile wurden in wien geboren (wie sich das für einen bewohner dieser stadt halt so gehört). die politiker muss ich teilweise noch nachschauen; volt war nicht auf ihrer liste. vicki betont die drei kinder und holt die ordner verspätet.
sonntag, 3. februar 2019 – wien: papis idee ist besser als meine: wir parken also thalia höhe hasner und gehen one way zum khm die 46er schienen entlang. wie ich finde durchaus abwechslungsreich. kleiderbauer hat es nie geschafft, hip zu werden, ist aber weiterhin im geschäft. aufschlussreiche und kurzweilige ägyptenführung ohne antikensammlung. kurt heißt der mistkäfer. eine schabracke ist nicht nur eine fensterdekoration und ein schimpfwort sondern auch noch die spezielle form einer satteldecke sowie ein zeichnungsmuster bei mehreren tierarten. dass bini nun wütend statt traurig ist, finde ich gut. strandbeisl-kellner fast unsichtbar. es hat sich allein schon deshalb ausgezahlt, kurz den vier unterschiedlichen moderatoren-vögeln auf pro sieben zuzusehen, weil ich jetzt weiß, dass ein get back coach existiert und auch, was seine aufgabe ist.
samstag, 2. februar 2019 – wien: walk to kieser. ganz kluger rüttelt um fünf vor an der tür. die neuen maschinen gehen gut. jutta glücklich im wild, manfred unwillig, durch vorbeugung schlimmeres zu verhindern. der zoo wartet mit faultieren, armen flamingos und einer im freien turnenden affenfamilie. interessanter abend oberhalb des kaiserbründls. dass jemand, der nur zwei jahre älter ist als ich, nicht weiß, wie man über menschen anderer hautfarbe (nicht) spricht, erschüttert. dass man überhaupt über hauptfarbe spricht oder sich seiner pummeligkeit als junger mensch schämt, macht mich auch stutzig. jedenfalls köstliche drei gänge: avocado mit garnelen, fisch in salzkruste, tarte au citron.
freitag, 1. februar 2019 – wien: sieben freistil, sechs nyt. kleine störung des einsers durch joel. optische maui jim wird geholt, roma hat drei mal rot da. gamze bei melissa macht alles richtig. kryptonite sold.

januar 2019 – progress is rewriting your own story, baby
donnerstag, 31. januar 2019 – wien: run zu kieser. brudl berichtet vom nicht-aufhören-wollen enricos. irgendwer wird traurig sein, so oder so. der nette junge mann berichtet von seinen problemen mit schaukeln und tauscht mir c3 zu c2 und k2 zu h1, damit mir durch die auf-ab-bewegung nicht schwindlig wird. nach fünfundzwanzig jahren in der branche erstmals (eine vermutlich sinnlose) anmeldung einer veranstaltung beim magistrat. walk zur wiener städtischen und abgabe der erlebensunterlagen in der hoffnung auf rasche erledigung. bauherrenpreis 2018 im ringturm. meine sehr eindeutigen favoriten sind: häuser im wald _ kärnten, paneum – wunderkammer des brotes _ oberösterreich, georunde rindberg _ vorarlberg. und auch das von außen nicht einsichtige einfamilienhaus im burgenland. roma am schwedenplatz ist geschichte. walk zum akademietheater. schwere kost von werner schwab ‚volksvernichtung oder meine leber ist sinnlos“. wir bewundern aus dem parkett die puppen von nikolaus habjan und  die dazugehörigen schauspieler. großartige umsetzung,

mittwoch, 30. januar 2019 – wien: sieben freistil, sechs nyt, med. verabschiedung von drei t-shirts aus ferner vergangenheit: ‚las vegas‘, getragen beim ersten treffen, ‚lyrik nervt‘ von amazon, ‚ich freu mich so aufs neue büro‘ anlässlich umzug bg nach ow. ich danke den kleidungsstücken und widme mich dem falter, während hs in der bibliothek sortiert und flucht. filzschuhe aus der steiermark, alle reihen der koscheren lebensmittel abgehen. krönung ist die beste lasagne ever im supersense. andy wolf ist schon abholbereit mit neuer stärke rechts. „aufbruch ins ungewisse – österreich seit 1918“ im haus der geschichte gut gemacht, aber viel zu viel für die knappe stunde, die wir haben. im kameel tut sich ein vierertisch auf und wir werden ‚meine liebe‘ freundlichst bedient. zwei flaschen und sechszehn brötchen später ins burgtheater. kurz und -weilig. ein wichtiges stück, wie wir nicht alle sechs meinen. maria happel im rollstuhl als alte dame zu besuch wirkt dramaturgisch sogar richtig, auch wenn es nicht so geplant war. burghart klaußner als alfred wunderbar aber der star für mich ist roland koch als bürgermeister mit seinem monolog-gestammel, das ich mir weitaus schwieriger zu lernen vorstelle als einen ‚normalen‘ text. fabienne bei dunkelheit löst gier aus.

dienstag, 29. januar 2019 – wien: laufen zu kieser. null ist invent und so am block arbeiten eine hervorragende Idee. bei sonne die brille zu stino und das originalglas für die rechte seite zu sehen bekommen. fast italienischer kaffee im runden. privatführung im khm zu wes anderson vom feinsten mit ausgezeichneter guidin c. hogl.

montag, 28. januar 2019 – wien: sieben, sechs, walking meditation im liegen. fünftes tomatis und dann wirken lassen. ikea statt technisches museum. alles neu gestellt hier und lauter hilfsbereite mitarbeiter. frakta quadratisch wirklich unter null komma vierzig für familycard-besitzer.

sonntag, 27. januar 2019 – wien: ausschlafen und danken, dass nur zwei wochen im jahr ibes ist. run zum vollen kieser. alles gute, alex, zum deal und zum geburtstag! durchsicht alter handschriftlicher stücke aus den späten neunzigern aufwühlender als erwartet. walk vom fasan-gürtel und entdeckung des papierfliegers. würde man notizhefte benötigen, könnte man dort sicherlich manche finden. bohemian rhapsody hat meines erachtens nach einen oscar verdient, wenn nicht alle fünf. besonders remi malek sollte nicht leer ausgehen. so schön geweint hab ich schon lange nicht mehr wie bei der live aid schlussszene.

samstag, 26. januar 2019 – wien: darko und co im engländer würden uns vielleicht vermissen oder zumindest die bestellungen nicht mehr auswendig können, wenn wir uns nicht hin und wieder zeigen. mathematische erklärungsversuche und das mit dem abc ist 26*25*24. stino-beratung wie immer hervorragend. es wird die graue, weil ich die haare nicht umfärben möchte. endlich zeit für die großartige horvath-ausstellung im theatermuseum. gangl sowohl bei farben als auch form interessant, aber nicht genug für einen kauf. kurz nach uns und sieht aus wie ein wu-student. die erwähnung der erkenntnis, dass hs und ich beide durch wärme geschmolzene und durch kühlen neu und anders geformte schoko sehr mögen, wurde im cd 18 sträflich vernachlässigt. ebenso fast vergessen: das im taiwanesichen bus am ersten april entdeckte zeichen ‚no birds‘ (für spechte möglicherweise problematisch. just press record kann audio aus zweiter hand nur schwer verstehen. ich habe verständnis. die sterneschachteln von  allerlei machen die badezimmerlade zu einem paradies des findens.

freitag, 25. januar 2019 – wien: run zu kieser. telefonat mit sundee mit großer mitteilungsbedürftigkeit meinerseits. aber sie versteht mich halt am besten. melk ist für märz einprogrammiert. mit emoticon! null = invent. beim einundzwanzigsten mal hat man es dann intus, nicht? jutta holt semicolon-boxen; lisi ein weiteres paket. hannelore. rützel im spiegel-podcast erzählt von den anfängen ihrer trash-tv-erfahrungen (schuld trägt der röhrenfernseher). download der genialen app ‚just press record‘, während ich die k7 ‚cds 93‘ von manfred nachhöre.

donnerstag, 24. januar 2019 – wien: sechs nyt. gabi im von den frühstückerinnen zu sehr gelobten drechsler. tiefschlaf bei tomatis. sandra, caroline und fabiola kümmern sich bestens. staufrei gen dritten. briefmarke mit. losstiefeln. ralf und ich sind uns einig beim ziel: zur schönen perle, die angeblich demselben typen gehört wie teile des mentas. kulinarisch alles richtig mit blunzn und susitorte. kommunikationsmässig sowieso. nach hause zu ibes und im februar machen wir dann länger.

mittwoch, 23. januar 2019 – wien: ich genieße überraschenderweise den run bei leichtem schneefall zu kieser. null bedeutet also invent. das kann man sich leicht merken. zettel zum notizen machen ist erlaubt und leistet besten dienst. zwanzig minuten tiefschlaf am schluss. luksch bleibt entspannt und empfiehlt weniger kontaktlinsenstunden und eine weitere optische sonnenbrille.

dienstag, 22. januar 2019 – wien: sechs nyt, sieben, med. ein guter start. witek geht es den umständen entsprechend gut und freut sich, dass ihre freundin gleich neben dem geschäft wohnt. tomatis-neoleiterin erklärt den mir wohlgekannten unterschied zwischen für fremd und für eigene firma arbeiten, auch wenn es exakt der gleiche job ist. christiane ist die beste parkplatzzuweiserin, spaziergang im kleingeschäftreichen hietzing mit brot im nook. fein, dass sich bald ein geschwistertreffen ausgeht. roman textet aber nicht zu in der servicewüste. zu fuß durch die kalte stadt. inszenierung und schauspieler in macbeth wunderbar, plätze viel besser als sonst. aber shakespeare ist nicht mein favorit.

montag, 21. januar 2019 – wien: früh auf im wissen, dass ich untertags schlafen könnte. eiskalter kurzrun zu kieser. ganz andere menschen da um diese uhrzeit. der vierte aktuelle ow-schlüssel ist also in altmannsdorf. tomatis mit hörtest beginnen und eigentlich eh wissen, dass es daran nicht scheitert. lkw vorm fenster und schritte im vorzimmer sind das problem. die zwei stunden gehen ratzfatz um und vielleicht wäre es auch eine empfehlung gegen fatigue. ‚wiener küche‘ und piktogramme im wirtschaftsmuseum sehr interessant. verwunderlich, dass mir diese institution bis heute unbekannt war. invent kann losgehen. die nachbarin begegnet mir nach nie nun gleich zwei mal. walk zum rochusmarkt. den lila und rosa frühlingsgruß gewöhne ich wie empfohlen vorsichtig an die innentemperatur. easy null.

sonntag, 20. januar 2019 – wien: rund um den ring mit papi auf den spuren der familie spätauf. geschmäcker sind weiterhin höchst verschieden, wie auch der blick in die roche bobois auslage bestätigt. omnifocus wäre zwar schön mit mehr farben und neuen spielereien, aber ich bleibe bei 2do. walk & momoya mit claudia. köstliche crispy duck. die idee, null mit invent zu kombinieren und sich an den einsern in zurückhaltung zu üben, gefällt mir.

samstag, 19. januar 2019 – wien: das wild sperrt entgegen anderslautender info auf der frühstückskarte erst um zehn auf. kein problem, beim essen zuzusehen. claudia interessiert sich für volt und manfred hat einen termin mit nussbaum im februar. hoffentlich geht dann was weiter bei der entscheidung einziehen oder nicht. kieser und praterstrassen-walk. unglaublich, wie wenig schritte zusammenkommen, wenn man in der früh nicht laufen war. phantastische ‚floor routine‘ leistung von katelyn ohashi, die mit ihrer fröhlichkeit ansteckt und zurecht viral ist.

freitag, 18. januar 2019 – wien: sundee berichtet, dass herr leto nun nach kroatien kommen wird und die reise nach malibu nicht nötig ist. die unterkunft auf der privatinsel für das camp sieht höchst akzeptabel aus. minirun, 1x sechs nyt. boris im menta erzählt von seinem höchststand und vorgehensweise gegen selbigen. die enten und business cards machen sich an meiner statt auf den weg nach sydney. sauerkraut, apfel, ananas, rosinen, öl, salz, aus. köstlich (danke an ‚einfach gut leben‘)! schritte und papier von müller, wo ich zur armen kassiererin doppelt freundlich bin. hermès pamplemousse rose vielleicht noch besser als orange? dummenico ist raus und auch sein toupet. stein drüber.

donnerstag, 17. januar 2019 – wien: run zu kieser bei sonne, sechs nyt. wir werden zur paketannahmestelle. unsere nachbarinnen lernen wir ein halbes jahr nach einzug kennen. walk zum wienmuseum, das unterbesucht ist, weil alle wissen, der eintritt ab 19.1. ist frei. „die erkämpfte republik 1918/19 in fotografien“ sehr interessant. auch das video zum baldigen umbau fein gemacht. wir sagen dem modell im zweiten stock lebewohl. wim wenders im metro wollen wir heute nicht bezahlen. akg-aula. das riechen an den frankfurtern in der akademietheater-kantine ist ausreichend, um den nuller zu überstehen. nicholas ofczarek, dörte lyssewski und roland koch so realistisch, dass wir den dritten akt von ‚diese geschichte von ihnen‘ lieber lassen. der 4a ist echt gut.

mittwoch, 16. januar 2019 – wien: sechs nyt. mit mami im kunstforum bank austria zur sehr erhellenden ausstellung „faszination japan – monet · van gogh · klimt“, bevor sie vorbei ist. schön, was selbst auf twitter beworbenes dann auch selbst zu besuchen. durch unkonzentrierte benutzung der wordpress-app am iphone lösche ich fünf tage meines lebens aus. bleibe aber ungewöhnlich entspannt. alex sieht toll aus in knallfarben-streifen und ist in wartestellung. sobald man es mit anwälten oder mehr als einem entscheidet zu tun hat, muss man sich wohl in geduld üben. manfred wird den pfusch-am-bau-nussbaum engagieren. ich bin gegen vorhänge, deren farbe sich mit der natur vor dem fenster nicht verträgt. köstlicher/s (?) taboulé (auch tabouleh oder tabbouleh) im maschu. brudl verteilt beeren. tram nur bis zum ring. bei sonnenschein durch die stadt. hoffentlich geht es frau witek gut nach der op. ich kann nicht hören, was blinkist sagt, weil so viele andere eindrücke überwiegen. note to self: vielleicht musik statt bücher im ohr? mödling mit lieblingsessen überbackener karfiol und den themen grado in der toten zeit, befana, venezia, adesso vom spotlight verlag, zusperren, mitarbeiterfähigkeit, stiefelumrundung etc.

dienstag, 15. januar 2019 – wien: laufen, kieser, null. der upc-mann legt eine neue leitung und tauscht die mediabox. warum uns rai uno verweigert wird, kann er nicht beantworten. für die zehntausend erkunde ich die nähere umgebung und verhandle mit melissa punkto fä+fö. dank an die rtl-nachrichtenredaktion für ‚ich bin ein staat, holt mich hier raus!‘

montag, 14. januar 2019 – wien: laufen, kieser, drei mal sechs nyt. meine belletristik bibliothek reduziere ich razzfazz auf ein drittel. die postlerinnen tragen kanariengelbe outfits. viel kokolores im dschungel.

sonntag, 13. januar 2019 – grado / wien: alles gute zum geburtstag, sundee! die sonne lacht auf den südbalkon und uns aus, weil wir gen norden fahren. zweites null seit langem auch geschafft.

samstag, 12. januar 2019 – grado: laufen. markt ohne besorgungen. hansel. walk bis pineta bei kaiserwetter. andrea studiert mit mir das gar nicht so einfache il mio superquaderno cinque. carpe diem macht genau das. das letzte italienische abendmahl für längere zeit unter drei screens im panino.

freitag, 11. januar 2019 – grado: windiger run bis tor / piscina, hs holt vergessene soldi. traumwetter. sara macht die haare schön und hat honig im angebot. noch einmal walken. ibes kann losgehen. wir sind bereit mit der tvnow app.

donnerstag, 10. januar 2019 – grado: run-walk bei sonne bis spar zum überteuerten nescafé. sieben. ja, man könnte auch in wien am balkon sitzen, aber wie ich höre bei schneetreiben. konmarien im outdoorschrank und in der küche. papi verzögert aus rebellentum, nehme ich an. null nicht weiter schlimm, weil fast ersehnt. inch by inch, anything is a cinch.

mittwoch, 9. januar 2019 – venedig / grado: heute kein frischgepresster mehr. sebastiano erzählt vom geplanten skiurlaub in sölden. peggy guggenheim durchaus interessant aber keine unbedingte empfehlung. gondel-macher bei san trovaso. g. auf the fork durchaus ein netter abschied. zug zahlen erst ab mestre möglich. das schreiende baby halb so schlimm wie sein am telefon laut videos schauender vater. sieben geht auch am nachmittag mit vollem bauch, wenn man gerne einen streak hätte. woop probiere ich gleich mal.

dienstag, 8. januar 2019 – venedig: heute doch fischmarkt bei rialto. es riecht weniger streng als im sommer. frühstück nach den ersten kilometern fühlt sich besser an. der dumme amerikaner füttert die taube und sagt dann ‚i did not know that‘ wie ihre zehn besten freunde dazugeflogen kommen. ein drache im schafspelz hat einen entzückenden nachbarn, den wir aber in der obhut der netten geschäftsbesitzerin lassen. galerie contini zeigt im überheizten ersten stock bildhauerisches, das mich an die tempel auf sizilien erinnern. der titel ‚i don’t wanna wake you up but i really wanna show u something‘ ist das beste an der photoausstellung im spazio ridotto. harry’s bar zu wenig toll für die preise. mandarina duck in einem weiteren leicht funkelnden nylon. an der spielzeugbrücke essen wir chinesische brötchen. durch agnes’ grätzel und zur wohnungsbesichtigung. mit ihr durch cannareggio, zum spar im theater (ohne gekauft zu haben, darf man nicht mehr raus) und finalmente auf aperitivi ins do colomba, wo sonst kein ausheimischer zu finden ist. nb: saubere bagni im teuren kaufhaus neben der hohen-fluss-brücke. pikante pizza und salat in der birraria la corte.

montag, 7. januar 2019 – venedig: wo ist der fischmarkt oder hat er am montag einfach nicht offen? wir finden kräuter im neuen formen. wenn der müllmann zweimal klingelt, geht es um papier einer- und müll andererseits. den einen spiegel (zum lesen) kaufen wir. den anderen (zum aufhängen) diesmal nicht. das hotelnahe eckgeschäft, in dem mir schon letztes jahr einiges sehr gut gefallen hat, enttäuscht mit respektlos gähnender besitzerin. statt massenware siebgedruckte postkarten vom künstler persönlich an die genitori. gesamt fünfzehn kilometer und etwas mehr als zwanzigtausend schritte. hervorragendes filetto di manzo in la bitta ohne verrechnung der kost-gnocchi. orientierung in dieser wunderschönen stadt für mich nicht möglich, solange ich mit hs herumdackle.

sonntag, 6. januar 2019 – grado / venedig: der kleine graue freund wartet befüllt mit meinem leben und anderen dingen hinter dem minivan. dann nehmen wir eben den nächsten zug und lernen auch gleich noch, dass das frühere ticket vier stunden gültig geblieben wäre. jetzt wissen wir es. und immer schauen, ob noch etwas auf der strasse steht. dafür ist der rote handschuh wieder aufgetaucht. agnes erwartet uns am bahnsteig und wir machen kilometer. bibliothek, san marco dom, accademia. hostaria o sotto o sopra eine gute empfehlung. radicchio-risotto.

samstag, 5. januar 2019 – grado: run zur via veneto 7 mit fotoshooting und videodreh. hansel. venezia-recherchen zu museen und ristoranti. wieso ist uns nicht bekannt, dass es quadratische frakta-taschen zum kleinen family-preis in österreich gibt?

freitag, 4. januar 2019 – grado: laufen unmöglich, aber walken bis zum eislaufplatz geht. sieben. tillsyn verschafft 96 sekunden durchatmen. andrea hilft mir beim verstehen seines eigenen facebook-eintrags und zweier adesso artikel zu den themen ‚smartphones‘ und ‚mani pulite’. frieda mag keine großen männer mit kopfbedeckung. aperitivi im tergesteo mit den vier wien-reisenden; cena im il timon neben dem haus, das österreicher renovieren. maurizio weiß wie immer ein bisschen was zu dem zum verkauf stehenden objekt nähe eurospar. köstliche pizza, lautes geschnatter mit saras ehemaliger schulkollegin.

donnerstag, 3. januar 2019 – grado: ikea .. wir kommen rechtzeitig vor allen anderen für pfanne, vorleger, pfeffermühle und box. die blauen sackerln kosten wenig, was man für hs’ märkte bedenken sollte. der italiener kennt keine aufstellkalender, die einem täglich etwas neues servieren. aperitivi beim brandtweiner nahe cormons (hs war mit es dort). bestens eingeschenkte gläser in dieser vollen hütte. mein drang zur sonne hin erinnert mich an coney island und papis hemd-ablegen für vitamin-d-aufnahme. historisches foto mit unseren beiden visagen, passeggiata und köstlicher pranzo im all’antico leon d’oro in cividale del friuli. kaiserwetter-ausflug entlang des alpensaums (faedis, attimis, nimis, tarcento) mit panoramablick nach kurvenfahrt von valle di soffumbergo. ein weiterer alleinstehender handschuh in meinem leben. bei der bottega san giacomo ein nicht winterliches kindergartenkleid und später eine blaue crinkle-leder-tasche in neuer grösse. ein möglicher ersatz für das langsam zur neige gehende paris design parfum: eau d’orange verte von hermès. aperitivi im il desler, wo kein italiener die jacke auszieht.

mittwoch, 2. januar 2019 – grado: ob mir diese blocks beim neuen editor von wordpress gefallen, bin ich mir noch nicht sicher. und dass jedes enter einen absatz ergibt statt einer neuen zeile, finde ich unpassend. aber vielleicht gewöhne ich mich daran. bis zum abgedrehten wasser, café vor der piscina. sonnenbaden. konmarien. endlich arte doku ‚fasten und heilen‘ aus 2015 gesehen. vielen dank für den tipp, brudl! weiter mit ‚oasen der freiheit – anarchistische streifzüge‘ mit ilija trojanow gefolgt von amanda knox doku auf netflix. abschließend twinsters von und mit zwei sich zufällig findenden adoptierten eineiigen koreanischen zwillingsschwestern.

dienstag, 1. januar 2019 – grado: ausschlafen darf ich. run fast zum tor und sieben. prosit nach mödling, neujahrskonzert auf der ö1-app, salti di sci auf rai sport. gruschen.