Boris Podrecca wird 80

Boris Podrecca (*1940) – Architekt
Volksschule und Gymnasium in Triest, Italien
Studium der Architektur an der Technischen Universität Wien und an der Akademie der bildenden Künste Wien
Diplom Meisterklasse Prof. Roland Rainer.
Gastprofessuren in Lausanne, Paris, Venedig, Philadelphia, London, Harvard-Cambrigde (Boston), Wien, Zagreb, Triest, Ljubljana und Maribor
Ordentlicher Professor an der Universität Stuttgart, Direktor des Institutes für Raumgestaltung und Entwerfen.
Studios in Wien und Venedig
Werkliste
2018 Austria Campus, Wien, Österreich
2017 Dommuseum Wien, Wien, Österreich
2016 Competence Park, Salzburg, Österreich
2016 Kirche und Pfarrzentrum Pentecoste, Mailand, Italien
2016 Stadt Centrum, Meran, Italien
2013 Hotel und Bürogebäude Belgrade, Belgrad, Serbien
2013 Palais Hansen, Hotel Kempinski, Wien, Österreich
2013 Neubau der medizinischen Fakultät, Universität Maribor, Maribor, Slowenien
2012 Mestna Galerija, Piran, Slowenien
2012 Musée National de la Porcelaine – Adrien Dubouché, Limoges, Frankreich
2011 Punta Skala Resort, Hotel Iadera, Zadar, Kroatien
2011 Porzellanmuseum im Augarten, Wien, Österreich
2011 Cvjetni, Zagreb, Kroatien
2011 Ideenwettbewerb Bahnhofsareal Bozen, 1.Preis, Bozen, Italien
2010 Grain Bridge, Ljubljana, Slowenien
2010 Villa Škrabec, Bled, Slowenien
2010 Slovenischer Pavillon Expo, Shanghai, China
2010 Hochhaus Severna Vrata (Northern Gate), Ljubljana, Slowenien
2010 PP1, Padua, Italien
2009 Rathaus und Gerichtsgebäude, Novi Sad, Serbien
2009 Öbb Konzernzentrale, Wien, Österreich
2009 Valamar Lacroma Hotel Resort, Dubrovnik, Kroatien
2009 Wiener Städtische Versicherung – Landesdirektion Steiermark, Graz, Österreich
2009 Praterstern Bahnhof Wien Nord, Wien, Österreich
2009 Donaupark Urfahr, Wettbewerb 1.Preis, Linz, Österreich
2008 Vienna Bio Center, Wien, Österreich
2008 Areal Zanussi, Conegliano, Italien
2008 Neuer Platz, Klagenfurt, Österreich
2008 Vila Urbana, Ljubljana, Slowenien
2008 Schlossplatz Laxenburg, Laxenburg, Österreich
2008 Primorje Firmenzentrale, Ajdovščina, Slowenien
2007 Villa Petritsch, Mlini, Kroatien
2007 Bar Grifoncino, Hotel Greif, Bozen, Italien
2007 Museum für Wissenschaft und Technik, Belgrad, Serbien
2006 U-Bahn Neapel, Linie 6, Station San Pasquale, Neapel, Italien
2005 Mestni Trg, Idrija, Slowenien
2004 Hotel und Kongresszentrum Mons, Ljubljana, Slowenien
2004 Judeca Nova, Venedig, Italien
2002 Motta di Livenza, Motta di Livenza, Italien
2002 Villa Himmer, Maria Enzersdorf, Österreich
2002 Umbau Museum Moderner Kunst Ca’Pesaro, Venedig, Italien
2002 Weingut Brič, Brič, Slowenien
2002 Strossmayer Park, Split, Kroatien
2002 Lungomare, Wettbewerb 1.Preis, Triest, Italien
2002 Marktplatz, Ottensheim, Österreich
2002 Porta Susa, Turin, Italien
2000 Wohnbau In der Wiesen, Wien, Österreich
2000 Greif Areal, Bozen, Italien
1999 Millennium Tower, Zentrum Handelskai, Wien, Österreich
1999 Via Mazzini, Verona, Italien
1997 Hauptplatz Leoben, Leoben, Österreich
1997 Ausstellung Mastering the City, 100 Jahre Europäischer Stadtbau, Rotterdam, NL
1996 Rathausplatz, St. Pölten, Österreich
1992 Autohaus Mazda-Lietz, Waidhofen / Ybbs, Österreich
1990 Galerija Sv. Donat, Piran, Slowenien
1990 Piazza XXIV Maggio, Cormons, Italien
1989 Piazza Tartini, Piran, Slowenien
1989 Umbau Villa Moralić, Cavtat, Kroatien
Preise und Ehrungen
Chevalier des Arts et des Lettres, Paris, überreicht von Präsident Francois Mitterand
Kulturpreis der Stadt Wien für Architektur
Jože Plečnik-Preis, Ljubljana
Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
Premio „San Giusto d’oro, Triest“
Premio „Maestro della Pietra“; Verona
Premio „Il Principe e l’Architetto“, Milano
Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
Premio „Virgilio d’Oro“, Mantova
Premio „San Valentino d’Oro“, Terni
Doctor honoris causa der Universität Maribor
Doctor honoris causa der Akademie der Bildenden Künste Belgrad
Ehrenmitglied Bund Deutscher Architekten
Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften von Slowenien, Kroatien und Serbien

kleider machen leute

Kleider machen Leute ist eine Novelle des Schweizer Dichters Gottfried Keller. Erstmals 1874 im zweiten Band der Novellensammlung Die Leute von Seldwyla erschienen, gehört sie zu den bekanntesten Erzählungen der deutschsprachigen Literatur, diente als Vorlage für Filme und Opern und gilt als Musterbeispiel für die Stilrichtung des poetischen Realismus.
Die Geschichte handelt von dem Schneidergesellen Wenzel Strapinski, der sich trotz Armut gut kleidet. Er gelangt in eine fremde Stadt namens Goldach und wird dort wegen seines Äußeren für einen polnischen Grafen gehalten. Nachdem er aus Schüchternheit versäumt hat, die Verwechslung aufzuklären, versucht er zu fliehen. Doch da betritt eine junge Dame, Tochter des Amtsrates, den Schauplatz. Die beiden verlieben sich ineinander, worauf der Schneider die ihm aufgedrängte Grafenrolle weiterspielt. Ein verschmähter Nebenbuhler sorgt dafür, dass der vermeintliche Hochstapler entlarvt wird. Auf der Verlobungsfeier kommt es zum Skandal. Strapinski flieht, seine Braut aber findet ihn, rettet ihn vor dem Erfrieren und stellt ihn zur Rede. Als sie sich davon überzeugt hat, dass seine Liebe echt ist, bekennt sie sich zu ihm und setzt die Heirat durch. Der Schneider gründet mit ihrem Vermögen ein Atelier und bringt es zu Wohlstand und Ansehen, womit das Sprichwort „Kleider machen Leute“ sich bewährt.

google 2019

Die zehn meistgesuchten Begriffe des Jahres in Österreich
1. Strache
2. Notre Dame
3. Dominic Thiem
4. EU-Wahlergebnisse
5. iPhone 11
6. 30 Jahre Mauerfall
7. Nationalratswahl
8. Julen
9. Böhmermann
10. Kurz

Die zehn meistgesuchten Begriffe des Jahres in Deutschland
1. Rebecca Reusch
2. Notre Dame
3. Handball-WM
4. Karl Lagerfeld
5. Julen
6. Europawahl
7. Frauen-WM
8. 30 Jahre Mauerfall
9. Thomas Cook
10. Greta Thunberg

Die zehn meistgesuchten Themen weltweit
1. India vs South Africa
2. Cameron Boyce
3. Copa America
4. Bangladesh vs India
5. iPhone 11
6. Game of Thrones
7. Avengers: Endgame
8. Joker
9. Notre Dame
10. ICC Cricket World Cup

Die Aufreger und Schicksale Österreich
1. Ibiza-Video
2. Florian Janny
3. Misstrauensantrag
4. Lisa Alm
5. Identitäre
6. Lernsieg
7. Johannes Dürr
8. HTL Ottakring
9. Donauzentrum Brand
10. Original Play

Chronik International
1. Rebecca Rausch
2. Sri Lanka
3. Greta Thunberg
4. Artikel 13
5. Area 51
6. Baby Sussex
7. WhatsApp Störung
8. Venedig Hochwasser
9. Heidi Klum Hochzeit
10. Amazonas

Was?
1. Was macht Ingwer scharf?
2. Was soll ich kochen?
3. Blasenentzündung – was tun?
4. Was ist mein Auto wert?
5. Was hilft gegen Sonnenbrand?
6. Was soll ich wählen?
7. Was macht Strache jetzt?
8. Was bedeutet LOL?
9. Was tun gegen Sodbrennen?
10.Was schenkt man zur Erstkommunion?

Wie?
1. Wie spät ist es?
2. Wie heißt die Mutter von Niki Lauda?
3. Abnehmen aber wie?
4. Granatapfel wie essen?
5. Wie wird das Wetter heute?
6. Wie schnell ist mein Internet?
7. Wie viele Länder gibt es?
8. Wie schnell wachsen Haare?
9. Wie heißt der Sohn von Marcel Hirscher?
10. Wie viele Tage bis Weihnachten?

Was? Deutschland
1. Wie geht Floss Dance?
2. Grundrente wie hoch?
3. Wie heißt das Baby von Prince Harry?
4. Wie unterschreibt die Queen?
5. Wie alt ist Mero?
6. Wie geht es Harald von den Wollnys?
7. Wie funktioniert die Europawahl?
8. Wie lange geht ein Handballspiel?
9. Wie alt ist Notre Dame?
10. Wie lange lebt eine Biene?

Wer, wann, wo?
1. Wer steckt hinter Ibiza-Video?
2. Wer schafft die Arbeit?
3. Wann wird es wieder wärmer?
4. Wo wurde die Pummerin gegossen?
5. Wo liegt Andorra?

Technik
1. iPhone 11 Pro
2. Samsung Galaxy S10
3. Huawei P30
4. Peugeot e-Legend
5. Tesla Cybertruck
6. Huawei P20 Lite
7. AirPods Pro
8. iOS 13
9. Huawei Mate 20 Pro
10. Disney+

Wirtschaft
1. Jö Club
2. Wirecard Aktie
3. Thomas Cook
4. Familienbonus Plus
5. Smyths
6. Neuro Socks
7. Hartwig Löger
8. Vignette
9. Apple Pay
10. refurbed

André Hellers „Spätes Leuchten“: Ein fliegender Klangteppich

Nach 35 Jahren musikalischer Pause überrascht André Heller mit neuen Liedern. Gregor Auenhammer begab sich auf eine Pilgerfahrt zu ihm nach Marrakesch

„Im Leben geht’s darum, dass man aus dem Entwurf eines Menschen durch beharrliches, sich treu bleibendes Arbeiten einen möglichst gelungenen Menschen macht.“

„Die permanente Verwandlung“ sei ihm die liebste seiner vielen Künste, sagt der manische Verwirklicher während eines Spaziergangs durch seinen Garten in Marrakesch. „Dass ich heute bewusst jemand anderer bin als gestern, weil ich aufmerksam etwas dazugelernt habe. Wenn mir jemand sagt, bleiben Sie bitte, wie Sie sind, antworte ich: Das ist kein guter Wunsch! Stillstand in der Entwicklung bedeutet ja, dass man seine Lebenszeit veruntreut.“

Unter dem Aspekt, Klischees des Seins und der Ästhetik stets neu auszuloten, erscheint André Hellers Entscheidung, in welcher Form er Erfahrenes und Erlebtes künstlerisch umsetzen möchte, in neuem Licht. Die unendlich vielen Drehungen eines Kaleidoskops will Heller erleben und mit unendlich vielen Bildern in die Welt hinein und hinaus schauen. Seiner Intuition und Inspiration folgend entstand Spätes Leuchten eben nicht als Erzählung, Roman, Aquarell oder Skulptur, sondern als Komposition feierlich arrangierten Sprechgesangs.

In den Klangbildern des neuen Albums tanzen Derwische, drehen Engel Pirouetten, exaltiert, exzessiv, entrückt, werfen irrlichternd Schattenrisse auf nächtliche Mauern. Schalmeien erklingen, brechen den Rhythmus von Trommeln, schmieden Allianzen mit Streichern, fügen sich in Klezmersounds à la Giora Feidman, in Walzerklänge eines Joseph Lanner und Blues à la Tom Waits.

Man hört Menschen ausgelassen lachen, tanzen, singen, musizieren. Piano und fortissimo. Aus dem Off klingenSchritte und Hufe von Pferden auf Pflastersteinen – atmosphärisch aufgenommen auf dem Djemaa el Fna in Marrakesch, dem Wiener Heldenplatz und der Piazza San Marco. Dämonen erwachen und verschwinden auf magische Weise.

Ein maghrebinisches Wiegenlied mündet in eine alte sephardische Melodie. Echte Weana Bazi und der Quiqui, der Wiener Tod, treffen auf gefallene Engel und einen als Elvis getarnten Satan. André Hellers Klangwelten sind maßstabsgetreue, fein ziselierte Abbildungen seiner Gedankenwelten selbst, sind die assoziative Fusion sorgsam ausgewählter Exponate der musikalischen Menschheitsgeschichte, gepaart mit den Klängen der Natur.

Da hört man den Wind zwischen Blättern, die Sonne auf Palmwedeln, die Erde zwischen wachsendem Getreide, exotisch singende Vögel, zischende Nattern, klappernde Schlangen der Versuchung und der Erkenntnis.

Heller, emeritierter Popzar, über die Jahrzehnte bekannt als Ermöglicher und Schöpfer von zirzensischen Abenteuern, Impresario erstaunender Varietés, Kurator von Shows und an das Paradies gemahnenden Zaubergärten, schichtet in seinem neuen Opus Wortkaskaden und Klangbilder wie Reisig zu Ballen und entzündet ein grandioses Feuerwerk an Ideen.

Begleitet von virtuosen Musikern wie „Glücksfall“ Robert Rotifer (der auch als Produzent fungierte), Voodoo Jürgens, Ina Regen, dem Nino aus Wien, der ja schon länger als Hellers legitimer Nachfolger gehandelt wird, Florian Sitzmann, Marwan Abado, Eloui, Martin Klein, Soundbastler Andy Lewis, Master Mike Thorne und anderen, stellte Heller, nach diversen Umwegen, vagen Aufschüben und langen Pausen, währenddessen ihm andere Projekte dringlicher waren, ein 16 Lieder umfassendes Album fertig.

Bewusst wechselt die Gesamtkomposition der Texte und Arrangements zwischen Virtuosität und Trivialität. Der Liedermacher bleibt sich als Sprachkünstler und Jongleur der Worte treu.

Wechselhaft flirrend und fiebrig, sanft und episch sind André Hellers neue Lieder. Schubertesk klingen manche Akkorde, manche hallen nach wie bei Bob Dylan, der Heller einst einen wichtigen Sprachmuskel nannte.

Das Musizieren war lange verschüttet, weder Sohn Ferdinand Sarnitz (Youngsters bekannt als Left Boy) noch seine Enkel wussten von Hellers Vorleben als Popstar, erzählt er in seinem nach Minztee und Räucherstäbchen aus dem Oman duftenden Refugium.

Heller war derart weit entfernt von der eigenen Vergangenheit, dass diese nahezu inexistent war. Trotz seiner Weltkarriere im Zusammenspiel mit ganz Großen wie Freddie Hubbard, Astor Piazzolla, Toni Stricker, Peter Wolf, Chaka Khan und vielen anderen. So war es ihm ein Bedürfnis, den Enkeln Lucky und Kiwi ein wenig von dem zu vermitteln, was das Wesen ihres „Nonno“ ausmacht.

Heller setzt einen Kontrapunkt zur allgegenwärtigen Beschleunigung, ohne unmodern zu sein. Im Gegenteil – er mischt wie üblich traditionelle Melodien mit modernen Rhythmen. Seine Schöpfung ist eine Art akustische Rauminstallation in Form einer exotischen musikalischen Fusionsküche. Appetitlich angereichert mit Gewürzen des Orients und Okzidents. Serviert abwechselnd als feine Happen wie Miniaturen und große elegische Epen.

Als Erzähler singt er von Einsamen, von Gestrandeten, von unglücklich Verliebten, Vertriebenen, Entwurzelten, aber auch von maßlos Glücklichen. Heller ist ein Prophet der stillen Worte, der leisen Töne – und des großen Pathos (sofern man das Faktum, dass jemand ernsthaft und dauerhaft nach der einzigen und unabdingbaren Wahrheit sucht und nach der reinen, bedingungslosen Liebe strebt, als pathetisch einschätzt).

„Jeder Ton sollte der im Moment Kostbarste sein“, schärfte er seinen Musikern ein. Dass sie diesen Wunsch verinnerlicht haben, ist im Ergebnis hörbar. Heller, selbst einer, der sich mit der Kraft des Geistigen, mit der Energie des Spirituellen beschäftigt, dürfte scheinbar selbst zum Schamanen geworden sein, dem die guten Geister hörig scheinen.

Heller wäre aber nicht er selbst, würde er nicht Fallstricke einziehen, Zweifel säen, den Finger in offene Wunden legen und auf Kontrapunkte und Kontraste zielen. „Spüts, Buaschn, spüts, bis ’s Herz an de Guagl klopft.“ Nein, über die Klinge lässt der erklärte Pazifist niemanden springen, auch wenn es noch so schrummt und schrammt wie beim bewusst besoffenen Papirossi. Schau oba, Quasi! (Helmut Qualtinger) Servas, H. C.! (Artmann, nicht Strache)

Erdig ehrlich, ja intim wird der Weltbürger, wenn er tief ins Wienerische driftet. Schade, dass die weder politisch korrekte noch jugendfreie Version von Saint Bob Dylans Du Engel Du nicht ihren Weg aufs Album gefunden hat.

„Zum Suchen zu früh, zum Finden zu spät“, lautet ein fast vier Jahrzehnte alter Vers auf André Hellers Album Abendland. Dessen Titelsong, gehalten im Stil eines getragenen Lamento, eines sakral anmutenden Gebets, beseelt vom einzigartigen Timbre Hellers, das ekstatisch in einen Gospelchor wechselte, war einst der Versuch, ein Glaubensbekenntnis abzulegen, erzählt André Heller mit Blick auf das Atlasgebirge. Ein aktualisiertes Credo findet man auf dem neuen Album.

Nahtlos knüpft Heller an sein früheres musikalisches Können an – und erfindet sich doch neu. Nach Millionen verkauften Schallplatten, zwölfmal Gold, siebenmal Platin, nach tausenden Konzerten, die ihm Überwindung und Kraft raubten, weil sie wider seine Natur waren, hatte Heller 1984 den Olymp der Popmusik verlassen.

Aus gesundheitlichen Gründen und persönlichen, weil er sich anderen Projekten widmen wollte und weil er damals der Meinung war, am Zenit des Erreichbaren angelangt zu sein – etwas, das er rückblickend allerdings als leicht überheblich empfindet.

Manche haben ihm das – wie vieles davor und danach – als Arroganz ausgelegt. In Wahrheit aber war das der konsequente Weg eines Menschen, der nach Qualität und Integrität strebt. Immerhin war der 1947 als Francis Charles Georges Jean André Heller-Hueart Geborene Gründungsmitglied von Ö3 (was damals Aufbruch und Avantgarde gegen den Schlager- und Operettensumpf bedeutete), der als DJ und Bürgerschreck in der bis heute legendären Musicbox Goldene Zitronen für Unerträgliches vergab.

Liebhaber intellektueller Chansons beweinen seine Abstinenz bis heute. Als Ersatz beehrt er die Welt als Bewahrer des Verlorengehenden, Zeremonienmeister des Exzentrischen und Außenseiterischen. Ohne sich auf die Niederungen des alltäglichen Kleinkriegs und Hickhacks einzulassen, ist Heller politisch. Mahnend, ermahnend.

„Wenn wir nicht begreifen, dass jeder mit allen anderen energetisch vernetzt ist, dass wir für einander Verantwortung übernehmen müssen und dass wir auf einem Planeten wohnen, der jeden Augenblick unseren äußersten, klugen, behütenden Einsatz benötigt, damit es ihn in Zukunft überhaupt noch in einer umfassenden Qualität geben kann, dann handeln wir verbrecherisch an uns selbst, unseren Kindern und deren Nachfahren. Es gibt Frauen, Männer und Kinder, die agieren wohl informiert, weise, liebevoll, beharrlich sowie mitfühlend, und es gibt diejenigen, die den Kopf in den Sand stecken, die bitteren Fakten negieren oder verharmlosen und das längst Überfällige boykottieren. So einfach und so schwer ist das.“

Bezogen auf die aktuelle Situation will Heller auf gute Energien hoffen, auf dass wir eine Regierung kriegen, die „wie unser Bundespräsident“ registriert, worum es in der Zukunft geht. „Wenn sich die Demokratien, ihre Parlamentarier und Parteien sowie alle gesellschaftspolitisch wesentlichen Gruppierungen nicht ohne Zaudern der Avantgarde der Retter anschließen, werden wir in einem Maß als Versager und Schuldige in die Weltgeschichte eingehen wie keine Generation davor.“

Er glaube nicht mehr an tradierte Rollen von links und rechts. Ebenso bezweifelt er, dass es eine Gruppierung gibt, die im alleinigen Besitz der Wahrheit ist.

„Wir sind von der Drastik der Tatsachen aufgerufen, dafür zu sorgen, dass eine von Vernunft, Lauterkeit und Courage getragene friedliche Revolution zum Schutz unseres, an Herrlichkeit so überreichen Himmelskörpers, alle Schichten der Gesellschaft durchflutet. Man darf die Verhinderer aber nicht beschimpfen, sondern muss sie mit Leidenschaft und den besseren Argumenten überzeugen. Die Klimakatastrophe, die ich auch als große Chance für weltweite Solidarität und Auflösung des Nationalismus begreife, schafft ja Tag für Tag brachiale Erlebnisse und Veränderungen, die eine immer größere Menge Menschen am eigenen Leib erfährt. Diese persönliche Anbindung am Schrecken wird das Umdenken mit Sicherheit beschleunigen. Aber hoffentlich letztendlich noch rechtzeitig.“

Hellers Vers „Dieser Stern ist uns doch nur geliehen / von Künftigen, die nach uns sind“ ist heute aktuell wie damals. Diese utopisch anmutende Vision aus Erhebet Euch Geliebte könnte heute, 36 Jahre nach Entstehen, die Hymne der Fridays-for-Future-Bewegung sein. Als Muttersprache empfiehlt er Weltenbürgern „Mitgefühl“.

Auf die Frage nach einem freien Wunsch für all unsere Nachkommen nennt der Prophet der klaren Worte Würde und Verantwortung. Ewig grantelnde Nörgler in der Heimat erinnert er daran, dass wir hier in Österreich den Haupttreffer in der Glückslotterie gezogen haben, was Raum und Zeit betrifft. Bestes Beispiel, dass man auch als Einzelperson Veränderungen bewirken kann, ist Hellers Refugium in Marokko. „Anima“, benannt nach der Seele, von ihm als „befreundetes Glücksterritorium“ bezeichnet, ist ein Ort, für den das Wort Staunen offenbar erfunden wurde.

„Um das Jahr 2005“, sagt Heller, habe ihm eine innere Stimme zugeflüstert, „brich deine Zelte in Europa ab und verwirkliche in Afrika einen weitläufigen Ort von Schönheit, Sinnlichkeit, Heilung, Kontemplation, Frieden, Kühle und höchster ökologischer Qualität und erschaffe für Marokkanerinnen und Marokkaner einige dringend benötigte, dauerhafte Arbeitsplätze. Viele haben das zunächst für den Luxusspleen eines verwöhnten ,Fratzn‘ gehalten, aber heute müssen sie wohl zugeben – und ich sage das, ohne zu erröten –, dass ich nichts Klügeres hätte tun können. Besucher aus aller Welt und viele Einheimische kommen und finden dort Freude, Ruhe, Ermutigung, Trost – je nachdem, wonach sie gerade auf der Suche sind.“ Heller ist sich der Verantwortung bewusst. In den letzten Jahren hat er – auf eigene Kosten – drei Wasserleitungen, eine Schule, eine Ambulanz gebaut und hunderte Arbeitsplätze geschaffen. Wissend um die Hybris des Scheiterns: „Aber die Götter wollten es anders.“

Als Beispiel der politischer Dimension seiner Songs gelten aber auch die dichotome Hommage an Wiener Judenkinder und Otis Redding, an den Wiener Kasperl und den Zauber des Maghreb, das jiddische Volkslied Dem Milners Trenn oder die in englischer Sprache intonierten Popperlen Maybe it’s true und My River, mit dem Heller sich – Virginia Woolf salutierend – vorläufig verabschiedet.

Aus der Art gerät einzig das getriebene, ins Hysterische kippende Mutter sagt. Heller wird am besten wissen, warum. Zwischendurch huldigt er privaten Göttern, Säulenheiligen, persönlichen Helden respektive Heroinen. Sehnsucht nach der Liebsten ist von besonderer Anmut und Intimität. Ebenso sein Zugang zu Vergänglichkeit und Tod, der trotz aller Präsenz positiv und versöhnlich erscheint.

Jedes Chanson steht für sich, darf für sich wirken, dennoch ist das Album, das übrigens für Gralshüter des Analogen auch als Schallplatte auf Vinyl gepresst wurde, in seiner Gesamtkomposition stringent und ergibt ein großes Ganzes. Keineswegs eine anämische Soundtapete, sondern ein lebendig-pulsierender, von Weltbürgern sorgsam gewobener fliegender Klangteppich.

Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass es eine Art Rückkehr zu den Wurzeln ist, wenn ein anerkannter Universalkünstler wie Heller es wagt, nach 35-jähriger musikalischer Pause ein Album neuer Lieder zu publizieren.

In Wahrheit aber ist das mehr als ein Wagnis, ist das eine bewusste Versuchung der Hybris, ein Drahtseilakt ohne Netz, eine selbstinszenierte Versuchung der Saturiertheit. Verweigerung von Erwartungshaltungen war früher Teil des Heller’schen Konzepts, ebenso Provokation. Heute klingt er hingegen versöhnlich.

Auch Verrat und Verleumdung, Schuld und Sühne, Angst und Missgunst, Trauer und Tod sind Themen dieser späten Lieder. „Sterben bedeutet für mich alles hinter sich lassen, das man zutiefst nicht ist. Aus dieser Hülle, mit deren Hilfe ich mich in der Polarität ausbilden durfte und darf, werde ich dankbar aussteigen, um in höhere Dimensionen heimzukehren.“

Angst vor dem Tod habe er nicht, sagt er, denn das hieße ja, Angst vor dieser Heimkehr zu haben. Poetisch überträgt sich dies im Vers „Auch der Tod ist Zärtlichkeit“ oder repetitiv im Refrain „Doch in ihren alten Seelen wachsen Damaszener Rosen (…), die ganz unvergleichlich sind“.

Das Album wirkt wie eine Inventur, die melancholisch und wehmütig stimmt. Das liegt nicht nur an so manch nostalgischem Zitat wie „Damals, als damals noch damals war“, Geschichten aus der Kindheit, den immer wiederkehrenden Dämonen, dem ständigen Sich-Hinterfragen, sondern wohl auch am immer wiederkehrenden Topos der Wiener Todessehnsucht. Trotz alle dem regieren aber auch Optimismus und Hoffnung sowie die Freude an einem stillen Glück.

Musikalisch manifestiert sich Hellers Weltsicht in seinem Zärtlichkeitsvermächtnis Hab so Sehnsucht sowie anschließend in seinem Glaubensbekenntnis Esgibt. Dieses – man kann, nein, man muss es so nennen – Jahrhundertlied beginnt ganz sanft, ganz leise, nur begleitet am Klavier, steigert sich langsam und endet in einer wuchtigen Symphonie mit großem Orchester. Die mit einem neuen, monumentalen Text versehene Komposition von Claudio Baglioni erinnert an alte Heller-Klangperlen wie Erhebet Euch Geliebte, die Trilogie eines Traums,Wia mei Herzschlag oder Verwunschen. André Hellers einzigartiges Timbre kulminiert in den Worten: „Es gibt ein brennendes Verlangen nach Würde und Geborgenheit / nach Zärtlichkeit und Frieden / Es gibt die Hoffnung auf die Freude und die Gewissheit, nie genug lieben zu können, / und Liebe / Liebe ist bedingungslos.“

Spätes Leuchten beinhaltet die Weisheit von einem, der nach langer Odyssee mit sich selbst Frieden geschlossen hat, enthält Be- und Erkenntnisse eines ewig Suchenden, der angekommen ist. Heller schlichtet Buchstaben zu Psalmen und zelebriert ein Hochamt: „Alles in allem, vom Glück verfolgt / Alles in allem, gesegnet …“ (Gregor Auenhammer, 16.11.2019)

Manspreading (Doris Knecht)

Googel das doch bitte einfach mal selber
DORIS KNECHT — KOLUMNEN & ZOO, FALTER 46/19 VOM 13.11.2019

Die satirische Tagespresse titelte letzte Woche: „Erstmals ohne Manspreading U-Bahn gefahren: Mann fallen Hoden ab“, eine tipptopppräzise Antwort zu den Reaktionen auf die „Halt deine Beine zam“-Kampagne der Wiener Linien.

Würde man nur ganz isoliert den Shitstorm rezipieren, den diese Kampagne auslöste, man käme zu dem Schluss, die Wiener Linien hätten „Manspreading“ erst letzte Woche gemeinsam mit ein paar radikalfundamentalistischen Männerhasserinnen aus der Luft gegriffen und zu einem abartig-abstrakten, völlig unrealistischen Konstrukt aufgeblasen, um weiter auf die von #MeToo eh schon völlig gedemütigten Männer einzuprügeln und daraus schnelles Marketingkapital zu schlagen.

Man würde aus den Reaktionen nicht ableiten können, dass es sich um ein international seit Jahren debattiertes Problem handelt, auf das zahlreiche Metropolen mit öffentlichem Verkehr mit ähnlichen Kampagnen reagierten. Tokio kampagnisierte 2012 gegen Manspreading, New York 2015, Madrid 2017, Washington 2019. Der Guardian zeigt online eine kleine Sammlung weiterer Anti-Manspreading-Kampagnen, darunter eine des New York Board of Transportation aus dem Jahr 1947.

Aber bei uns wird das Thema wieder als eine dieser Debatten geführt, in denen Feministinnen jedes Mal ganz von vorne anfangen und Leuten das kleine Einmaleins erklären sollen, die eigentlich eh den ganzen Tag im Netz herumhoppeln und sich leicht selbst ergoogeln könnten, was, wie und wo zu einem Thema schon alles publiziert und debattiert wurde.

Stattdessen prasseln Wörter wie „aufhussen“ und „Vernaderung“ aggressiv auf die nieder, die es ohne Aggression begrüßen, dass die Diskussion nun auch in Österreich angekommen ist. Und letztlich kommt dann auch diese Debatte wieder an einem schon länger bekannten Punkt an: Wenn so viele Männer das nicht gern hören, vielleicht sollten wir’s dann lieber nicht mehr sagen? Das ist aber halt auch der Punkt, an dem wir entscheiden, ob wir das mit der Gleichberechtigung lieber lassen sollen, weil sie für viele Männer so unbequem und brüskierend ist. Weil sie alle schon so nervt.

Feminismus und der Kampf um Gleichberechtigung sind aber halt kein Beliebtheitswettbewerb. Natürlich hätten auch die Wiener Linien ihre Kampagne anders anlegen können, auf Twitter las ich von einer, ich glaube, schwedischen Metro-Kampagne, die ganz geschlechtsunspezifisch einen Sitz pro Person propagiert, was auch sitzergreifend abgestellte Taschen von Frauen einschließt und die Männer nicht so ärgert. Aber es sind nun mal meistens Männer, die im öffentlichen Verkehr mehr Platz beanspruchen, und wem es bisher noch nicht aufgefallen ist, dem wird es jetzt auffallen.

Das ist natürlich Absicht, das will die Kampagne bewirken: Sie verändert den Blick. Auch bei denen, die das Problem zornig bestreiten. Verhaltenskorrektur follows Bewusstsein follows Wahrnehmung; so.

those untranslatable words

Those untranslatable words that teach us how to travel better
by Brian Johnston

Anyone who enjoys travel should appreciate the Dutch word voorpret. Literally translated as „pre-fun“, voorpret refers to the pleasant anticipation of a forthcoming event. Yet it’s more than just looking forward to something, in which the focus is on the future. It’s more about the here-and-now pleasure that comes in the preparation.

Surely there’s no keener manifestation of voorpret than preparing for a journey. Pleasure can be found in the turn of pages in a holiday brochure, in reading guidebooks, in planning what you’re going to see and where you’re going to eat. When I first started travelling, my voorpret would last for months. As a university student heading to Greece, I surrounded myself with maps and history books, read novels set in Greece, plotted which islands I was going to visit.

As my life became busier, the voorpret dwindled. And as travel information moved online and became ever more ubiquitous and readily available, I began to do my research on the hoof. It was easier to check out local restaurants online a half-hour before dinner, or details of the Parthenon’s architecture even as I sat beneath its columns. Eventually, though, I realised anticipation had been sacrificed. The pre-fun had been lost, and my life was a little less rich.

It was coming across the Dutch word that reminded me something was missing. Since discovering it, I’ve taken time once more for some old-fashioned preparation. I was in Greece again this year, and before I went, dug out my old history books. I reread Captain Corelli’s Mandolin and took the time to study the difference between Doric and Ionic columns. I enjoyed Greece twice, once in my head before I went and again when I was there.

There are other foreign words that might teach us how to travel better. They’re often described as untranslatable, which isn’t really true – although it might take a few sentences to explain their subtleties. Nor do I believe that foreigners are graced with special insights. The Japanese aren’t the only people who can appreciate filtered sunlight through trees, even if they have the special word komorebi to describe it. Such joys are universal.

Still, what strikes you when you travel and tune into language is the ways in which that language is used to shape thought. Paying attention to concepts that lack easy English words gives you an insight into another society’s philosophy and aesthetic sensibility, and the qualities it particularly values. In the last few years, whole self-help industries have arisen around concepts such as hygge (Danish cosiness), lagom (Swedish just-enough-ness) and Marie Kondo’s joy-sparking tokimeku, a word more commonly used to mean „flutter“ or „throb“.

Few people are associated with esoteric words as much as the Japanese. Their language abounds with clever philosophical vocabulary to make you marvel, such as wabi-sabi (the beauty to be found in impermanence or imperfection) and omotenashi, the philosophy of thoughtful, considerate acts that results in the country’s impeccable customer service. It could be that we all travel in search of ukiyo, literally a „floating world“ in which we live in the moment, detached from life’s worries.

But what can we learn from such terms? Perhaps to sit a moment longer in contemplation of the cherry blossoms, which erupt in such beauty yet die so suddenly. Perhaps to get up early, step outside and listen to early birds sing, an experience for which Swedish provides the word gokotta. Perhaps to indulge in spontaneous urban meandering that leads to pleasant discoveries, which the French call a derive or „drifting'“.

Certain cultures share certain concepts, and we’d do well to enfold ourselves in them while travelling. Only in dark, chilly northern nations can you really appreciate the almost existential nature of cosiness encapsulated in the German word Gemutlichkeit, hygge and a dozen others. This isn’t just the creation of a warm atmosphere of crackling fires, candlelight and wood-carved interiors. It’s about appreciating rustic simplicity, tradition, the company of family and friends. If you sit in a posh, minimalist Copenhagen hotel room watching CNN or checking your work emails while on holiday, that’s the antithesis of all that hygge stands for.

All humans understand hygge, but it’s hard to truly live it in a sunny climate. Similarly, there are Mediterranean rituals that just wouldn’t work on the Baltic, as you’ll discover if you join the passeggiata, the pre-dinner stroll along the main street in Italian towns. It’s a timeless ritual that involves dressing well, gossip with neighbours and aimless relaxation, and relies on a balmy climate. The Greeks call it the volta, the Portuguese passeio, the Spanish passeo.

The Spanish have the sobremesa too. It’s the after-lunch, mid-afternoon slump around cafe tables in sunny plazas, when the whole afternoon can drift away with drinks and conversation in the pleasant acceptance that life is about more than work. As a traveller, you can charge around all the cathedrals and palaces you want, but you haven’t soaked up Spain until you’ve wasted half a sobremesa day away.

Contrary to stereotypes, there are idle moments to be enjoyed elsewhere. The Germans have their Feierabend or „celebration evening“, a complete disconnect from the office for a moment of carefree, do-nothing wellbeing. The Dutch have their uitwaaien, a walk in the countryside that clears the mind. The Norwegians, admittedly, only occasionally get to enjoy an utepils, literally „outside lager“, a beer outdoors on a sunny day, especially the first sunny day of the year. It’s a niche word, but conveys all the particular joy of a blue-sky afternoon in a cold climate.

There are various niche activities that we all might enjoy, even if we don’t have a word for them. Who doesn’t secretly long to cast off their clothes in some uninhibited dancing? That’s mbuki-mvuki in Swahili, from which boogie-woogie is purportedly derived. Who doesn’t enjoy walking across warm sand (hanyauku)? That’s apparently a Kwangali word, though perhaps the Namibian who told me so was pulling my leg.

The Italians in particular must appreciate the pleasant drowsiness that overcomes you after a good meal, since they coined the word abbiocco to describe it. The Germans like the solitary feeling of walking alone in a forest, Waldeinsamkeit. And what is it about the Turkish mind that especially delights in light reflecting in water? That’s yakamoz, and can be used for anything from moonlight to the glitter of swimming fish.

Some words are ambivalent. I love the Swedish term resfeber for the fluttering mix of excitement and anxiety that might keep you awake before a journey. But is there a word for the sheer delight that sometimes overwhelms us after we’ve set off? Not that I know of. The upwelling of emotion encapsulated by the Arabic word tarab is usually used only in the context of music. The Spanish call it duende, the power of a performance to make your nape prickle or move you to tears. Such a feeling is what we want when we travel and occasionally find, whether at the Taj Mahal, the summit of a mountain or a wild-animal encounter.

Cherish those moments, though. The Italians may have a warning about attempting to recreate them. Going back to travel destinations where we were once particularly happy is a mission fraught with disappointment. The dismissive Italian phrase cavoli riscaldati (literally „reheated cabbage“), used to describe a doomed attempt to revive a love affair, might be applied. You visit a destination you loved in your youth but find both it and you have changed. You find traffic jams, a rash of souvenir shops and fast-food stores where once there were rice paddies and temples piled with pyramid offerings of fruit.

Who else but the Germans would have a word (Weltschmerz) for the feeling of sentimental sadness and world-weariness that seeps into you in such moments? The German language has all kinds of melancholy words for complicated thoughts. And some delightful ones, too. Like Fernweh, the longing for faraway places that might overcome you on a rainy winter’s day, and Sehnsucht, the yearning for something indefinable that can be evoked by anything, from the sound of waves on a shoreline to the lonely sight of birds flying overhead in a big sky. A lovely notion in any language.