Analyse der Kurz-Neuwahlkampf-Rede von @Natascha_Strobl

Analyse der Kurz-Neuwahlkampf-Rede von @Natascha_Strobl, 18.5.2019

Am Anfang referiert er über „24Stunden-Dramatik“, obwohl er mindestens seit 48 Stunden Bescheid weiß. Aber wir wissen seit 24 Stunden Bescheid und er will sich uns einfühlen – wir sind alle auf der selben Ebene. Er ist Einer von uns und auch geschockt. Wie wir.
Nur um dann den Timeframe zu verlassen und eine Nostalgiewanderung hin zu besseren Zeiten zu machen. Vor 2 Jahren, als alles gut war, ist ER (nicht wir, nicht die ÖVP) angetreten, um ein Land aus dem Moloch der gr Koalition zu holen.
Spannend die fast schon religiöse Erzählung. Es war Rückschritt u Stillstand, dann kam ER u es wurde gut u jetzt ist dieses Gute wieder dramatisch gefährdet. Immer, wenn er nicht Akteur ist (damals und jetzt) ist er Einer v uns. Wenn er Akteur ist ist ER gottgleich u individuell.
Das ist nichts Neues, das macht Kurz von Anfang an. Aber es ist spannend mal rauszustreichen. Dieses Nebeinander von einschmeichelnder Bescheidenheit und narzisstischer Selbsterhöhung. Einer von uns und dann im nächsten Moment the prince that was promised.
Als nächstes dann sein Versprechen uns gegenüber – er ist weiter unser Held. Er ist direkt für uns da. Er bricht seine Versprechen nicht. Er ist der, dem wir vertrauen. Alle, die älter als 30 sind haben noch im Ohr welche Klaviatur das ist. Das ist aus dem Haider 1×1.
Und ihr merkt wieviel wir schon an Emotion abbekommen noch bevor Kurz auf das Video und seinen Inhalt eingeht. Aber darum geht es nicht prioritär. Es geht darum, dass wir Sympathien für Kurz empfinden. Kurz‘ Thema in Zeiten der Staatskrise ist Kurz.
Und gegen alles was jetzt wieder schlecht und schwer ist (sowie damals vor Kurz), so wird er uns wieder retten. Er bleibt uns treu, standhaft und wird kämpfen. Weil es seine Bestimmung ist das Gute und Richtige tun. In diesen dunklen Zeiten ist er das Licht. Pathos pur.
Dann wieder timeframe 2 Jahre – damit wir uns erinnern, das war die gute Zeit. Er belegt das nicht nur mit guter Sacharbeit sondern auch positiven Emotionen – Freude. Und er bedankt sich bei allen Beteiligten. Es war kein Fehler, diese Zeit wird nicht beschmutzt. Sie bleibt gut.
Und der Subtext ist klar: da können wir wieder hin. Raus aus dem Schlechten, hin zum Guten. Und er ist noch immer nicht beim Video. Aber wir wissen schon, dass wir die guten Zeiten wollen, die er uns gebracht hat und die jetzt so je geendet sind.
Uff, wir reden schon so lang über so Vieles aber dieses Video spielt einfach keine Rolle. Denn jetzt kommt ans Licht was das Opfer für diese gute Zeit war, die wir dank Kurz 2 Jahre haben durften. ER hat sich geopfert. ER hat im Stillen und ohne Klage erduldet. Für uns.
Hier haben wir wirklich schon einen Jesus-Komplex. Damit es Allen gut geht muss einer leiden. Und woran musste er leiden? Rechtsextremismus, Einzelfälle etc. Also das wahre Opfer der menschenverachtenden Ideologie der FPÖ sind nicht die Betroffenen Menschen sondern Sebastian Kurz
Wir haben also Heilsbringer, Märtyrer, einer von uns und umsorgender Anführer bevor wir auch nur ein Wort zum Video verloren haben. Es geht einfach immer noch um das Heldenbild Sebastian Kurz. Es geht nicht um die Opfer der FPÖ-Politik.
Jetzt kommen wir ENDLICH zum Video. Und was ist das Erste was ihm dazu einfällt? Silberstein. Das Erste was Kurz zu diesem Video einfällt ist die Sozialdemokratie anzupatzen. Das muss einem erstmal einfallen. Die FPÖ führt sich auf, Schuld ist SPÖ.
Dieses Silberstein-Narrativ habe ich vor einigen Tagen schon mal besprochen 👇
Es passt gut zu dem aufbereiteten Feld. Er ist das Opfer. Silberstein. Die FPÖ. Alle sind gegen Kurz.
Und genau so geht es weiter. Ein gekonnter rhetorischer Kniff ist, dass er als erste Schrecklichkeit des Videos die Angriffe gegen ihn berichtet. Etwas was 0 im Fokus war und was uns überhaupt nicht aufgeregt hat bis jetzt. Es ist unwichtig.
Dadurch, dass er es als Erstes erwähnt macht er es zum Hauptaspekt. Nur um es dann wieder zu negieren. Rabiate Selbsterhöhung und einschmeichelnde Bescheidenheit. Er opfert sich wieder und stellt es offensiv zur Schau. Schaut wie arm er ist und was er erduldet.
So und jetzt kommen wir an gefühlt 57ter Stelle zu den eigentlich problematischen Dingen des Videos. Aber die Priorisierung zeigt uns, dass es nur noch ein Nebengedanke ist. Und auch nur, um wieder sein Narrativ des „für uns“ zu bedienen. Sein politischer Zugang ist uns dienen.
Und gleich wieder das Gegensatzpaar zu den Anderen, dieses Mal FPÖ, die das leider nicht so sehen, wie ihm heute plötzlich in Gesprächen klar geworden ist. Was für ein Schock. Deswegen muss es jetzt Rücktritte geben. Das war so zuvor nicht absehbar.
Als nächstes stellt er 3 Handlungsmöglichkeiten vor. Das zeigt Stärke und dass er keineswegs in die Enge getrieben ist. Er hat die Wahl. Er entscheidet. Egal wie unwahrscheinlich (SPÖ) oder nicht in seiner Hand (FPÖ tauscht Kickl) diese Optionen sind. Er entscheidet.
Es war also seine Entscheidung und nicht die Not der Umstände, dass es Neuwahlen gibt. Denn nur so kann er uns wieder die gute Zeit bringen. Mit uns und als einer von uns. Die Anderen sind nicht willens oder sind schwach. Die stehen ihm und uns gegenüber. Classic Haider.
Ganz am Ende sagt er dann zum ersten Mal Volkspartei. Klassische Wahlkampfrede, weil ja auch ÖVP am Wahlzettel steht und da müssen wir ja richtig ankreuzen. Aber es ist nur eine formale Erinnerung, denn es geht nur um ihn. Dementsprechend soll es Auftrag für EINE PERSON geben.
Wichtig auch noch einmal die quasi-religiöse Sprache am Schluss. Es braucht klare Verhältnisse. Es braucht Ordnung. Es braucht Eindeutigkeit. Weg aus dem Chaos und der Dramatik. Hin zum Guten und Schönen für das ER steht.
Fazit: es geht zu 99% nur um Kurz, seine Rolle und sein Empfinden für uns und unser Empfinden für ihn. Es geht nicht auf einer Sachebene um die schweren Verfehlungen der FPÖ oder den Schaden für die Republik. Es geht nur um Kurz. Faszinierend wieviel man über sich reden kann.

https://threadreaderapp.com/thread/1129817678057824256.html

Strache stellte gegen Wahlkampfhilfe Staatsaufträge in Aussicht

https://www.spiegel.de/video/fpoe-chef-heinz-christian-strache-die-videofalle-video-99027174.html

https://www.spiegel.de/politik/ausland/heinz-christian-strache-geheim-videos-belasten-fpoe-chef-a-1268059.html

https://www.sueddeutsche.de/politik/strache-video-fpoe-oesterreich-ibiza-1.4451784

https://orf.at/stories/3122807/

Die wichtigsten Zitate aus den Strache-Videos
LUKAS MATZINGER — 17.05.2019

Ibizenkische Nächte sind lang. Vom frühen Abend bis in die Nacht öffneten sich der jetzige Vizekanzler Heinz-Christian Strache und der jetzige FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus einer Unbekannten, die sie für eine reiche Russin hielten. Sie wollten der Frau etwas bieten.

Auf dem Videomaterial, das der Süddeutschen Zeitung und dem Spiegel übergeben wurde und das vor der Veröffentlichung vom Falter eingesehen werden konnte, plauderten die beiden über Großsponsoren der FPÖ und das Vereinskonstrukt, an das sie spenden. Sie wollten beim Umbau der Kronen Zeitung helfen und stellten dem vermögenden Lockvogel Staatsaufträge in Aussicht. Sie dachten laut über eine teilweise Privatisierung der österreichischen Wasserversorgung nach.

Eine Auswahl der brisantesten Zitate aus den geheimen Videos:

» Strache über seine Medienpolitik: „Wir wollen eine Medienlandschaft ähnlich wie der Orbán aufbauen. … Wir wollen uns sehr stark Richtung Osten öffnen, Richtung Russland.“

» Gudenus: „Es muss alles legal sein. Das ist einmal das Erste. Das ist ja mal klar. Und rechtskonform machbar. Aber das ist ja machbar.“

» Strache über die Oligarchennichte: „Dann soll sie eine Firma wie die Strabag gründen. Weil alle staatlichen Aufträge, die jetzt die Strabag kriegt, kriegt sie dann. So und über die Geschichte reden wir. Weil den Haselsteiner will ich nicht mehr.“

» Strache über sein Angebot: „Wenn sie wirklich die Zeitung vorher übernimmt, wenn’s wirklich vorher, um diese Wahl herum, zwei, drei Wochen vorher, die Chance gibt, über die Zeitung uns zu pushen (…), dann passiert ein Effekt, den die anderen ja nicht kriegen.(…) Na schau: Wenn das Medium zwei, drei Wochen vor der Wahl, wenn dieses Medium auf einmal uns pusht, dann hast du recht. Dann machen wir nicht 27, dann machen wir 34 Prozent. Und das ist genau der Punkt. (…) Und bei so einem Thema red ma. Aber es muss trotzdem immer rechtskonform, legal und mit unserem Programm übereinstimmen. (…) Wenn das ihr Asset ist, das sie mitbringt drei Wochen vor der Wahl, bist du deppat, dann brauch ma gar nicht reden.“

» Strache wiederholt sein Angebot: „Nehma Strabag, Autobahnen: Du, das Erste in einer Regierungsbeteiligung, was ich dir zusagen kann, ist: Der Haselsteiner kriegt keine Aufträge mehr. So. Dann ham wir ein Riesenvolumen an infrastrukturellen Veränderungen. Wenn da eine Qualität da ist und ein qualitativer Anbieter da ist, dann bin ich der Erste, der sagt … (hebt die Arme).“

» Strache über Gegenleistungen: „Nichts, nichts. Genau. Genau. Die einzige Gegenleistung, die wir erwarten: dass man korrekt mit uns umgeht, dass man eine Berichterstattung korrekt macht, dass man dort in der Redaktion des korrekt macht. Und dass, wenn, wenn es ihr gefällt, da oder dort eine Spende bekommt. Ende. Ende.“

» Strache wiederholt sein Angebot: „Nochmal. Autobahn bin ich sofort dabei. (…) Statt Haselsteiner jeden öffentlichen Auftrag abseits der Strabag.“
Lockvogel: „Es ist nicht der öffentliche Auftrag. Der Punkt ist der Überpreis, der garantiert wird.“
Strache: „Noch einmal, beim staatlichen Auftrag hast du das.“

» Strache erneuert das Angebot: „Du sagst ihr, wenn sie die Kronen Zeitung übernimmt drei Wochen vor der Wahl und uns zum Platz eins bringt, dann können wir über alles reden.“
„Wenn sie die Kronen Zeitung übernimmt und einen Lauf schafft, wo wir drei Wochen vor der Wahl einen Punch kriegen – dann können wir über alles reden. Da werden wir immer einen Weg finden, das zu definieren.“

» Strache über das Wasser: „Wo wir das Wasser verkaufen, wo der Staat eine Einnahme hat und derjenige, der das betreibt, genauso eine Einnahme hat.“ Man müsse sich dann eben „um die Prozente streiten“, und am Ende hätten sowohl der Staat als auch der Betreiber ihren Gewinn.

„Wenn es ihr gefällt“, sagt Strache zweimal, „wenn sie dann positiv gestimmt ist, kann sie uns jederzeit an den Verein spenden.“

» Strache über seine potenziellen Spender: „Es gibt ganz wenige, die an die Partei spenden, weil das an den Rechnungshof geht. Dann ist es offen. Das will keiner.“

„Es gibt ein paar sehr Vermögende. Die zahlen zwischen 500.000 und eineinhalb bis zwei Millionen (…) Ich kann ein paar nennen, die zahlen aber nicht an die Partei, sondern an einen gemeinnützigen Verein.“

„Der Verein ist gemeinnützig, der hat nichts mit der Partei zu tun. Dadurch hast du keine Meldungen an den Rechnungshof. Das ist ein gemeinnütziger Verein, mit drei Rechtsanwälten. Der hat ein Statut: Österreich wirtschaftlicher gestalten.“

„Die Spender, die wir haben, sind in der Regel Idealisten. Die wollen Steuersenkung. Gaston Glock beispielsweise, Heidi Horten. Heidi Horten ist ein Beispiel. René Benko, der die ÖVP und uns zahlt, einer der größten Immobilienmakler Österreichs, Novomatic zahlt alle.“

Anmerkung: Alle Genannten bestreiten vehement, an die FPÖ oder nahestehende Vereine gespendet zu haben.

» Strache über Journalisten: „Journalisten sind ja sowieso die größten Huren auf dem Planeten. Sobald sie wissen, wohin die Reise läuft, funktionieren sie so oder so. Man muss es ihnen ja nur kommunizieren.“

» Gudenus: „Die Kronen Zeitung wär für uns alle gut, für sie geschäftlich, für uns politisch.“

» Strache: „Wenn sie dann positiv gestimmt ist, kann sie uns jederzeit über den Verein spenden.“

» Strache über sein Medienkonzept: „Sobald sie die Kronen Zeitung übernimmt, sobald das der Fall ist, müssen wir ganz offen reden, da müssen wir uns zusammenhocken. Da gibt es bei uns in der Krone: Zack, zack, zack. Drei, vier Leute, die müssen wir pushen. Drei, vier Leute, die müssen abserviert werden. Und wir holen gleich mal fünf neue herein, die wir aufbauen.“

Florian Klenk interviewt Jan Böhmermann

„Das geht nicht! Das geht nicht! Das geht nicht! Das ist nicht normal!“
Der deutsche TV-Satiriker und Aktivist Jan Böhmermann über Kurz, Strache, Wolf und das rechte Versuchslabor Österreich
FLORIAN KLENK, FALTER 19/19 VOM 07.05.2019

Jan Böhmermann spaziert unter Polizeischutz durch Graz und wundert sich. Denn die Stadt ist voll von riesigen Plakaten der FPÖ („FPÖ voten, gegen EU-Asylchaoten“), die anderen Parteien verzichten hier auf Wahlkampf. Eine merkwürdige Stimmung liegt über der schwarz-blau regierten steirischen Landeshauptstadt.

Die Plakate würden eigentlich auch ganz gut in Böhmermanns Grazer Ausstellung mit dem Titel „Deuscthland#ASNCHLUSS#Östereich“ passen, und schon am ersten Tag standen die Menschen hunderte Meter lang Schlange, um all die Exponate zu sehen, die der „Clown“ (Böhmermann über Böhmermann), Satiriker und Aktivist hier zusammengetragen hat. Wer die Ausstellung betreten will, muss an einer Passkontrolle vorbei und das Handy abgeben, nur Faschisten dürfen unkontrolliert durch eine Hundeklappe rein.

Die schräge und sehenswerte Ausstellung dokumentiert mit Installationen, Verwirrspielen und Gemälden nicht nur die Banalität rechter Politiker, sondern sie spielt auch mit der Normalisierung rechter Codes im Alltag.

Rund um die Ausstellungseröffnung stand Jan Böhmermann dem Falter eine Stunde lang für ein Gespräch zur Verfügung.

Falter: Herr Böhmermann, wenn man hier im Grazer Künstlerhaus Ihre Ausstellung betritt, muss man beim Eintritt bei einem Wachposten das Handy abgeben. Sogar für das Pressegespräch mit Ihnen. Viele Journalisten erlebten das heute wie einen Übergriff. Warum sind Sie so streng?

Jan Böhmermann: Bei uns soll sich jeder Besucher so fühlen, wie sich Journalisten fühlen, wenn sie Ihren Innenminister Herbert Kickl besuchen. Da muss man auch das Handy abgeben, ehe man sich zu ihm setzt. Das Handy ist ja Tagebuch, Notizbuch, Adressbuch und Fotosammlung. Alles wird abgegeben und ist der eigenen Kontrolle entzogen. Das macht nervös, oder?

Ja, es wirkte überraschend autoritär, als mich eine Museumsmitarbeiterin ermahnte. Und im Pressegespräch mussten wir neben Ihnen in einem Sitzkreis sitzen.

Böhmermann: Und Sie sind auch noch zu spät gekommen, Ihre Kollegen haben das bemerkt! Bei mir herrscht eine österreichisch inspirierte Schmusediktatur. Aber keine Sorge, nur weil ich mit ähnlichen Mitteln arbeite wie Ihre Regierung, heißt es ja nicht, dass ich genau so gefährlich bin.

Ihre Pressebetreuerin meinte sogar, wir sollten Fotos von Ihnen zur Genehmigung vorlegen. So eine Message-Control fordert nicht einmal Sebastian Kurz.

Böhmermann: Kurz sieht ja auch im Gegensatz zu mir wahnsinnig schön aus.

Sie haben hier eine sehr ungewöhnliche Ausstellung aufgebaut, die die Normalisierung des Faschistoiden unseres Alltags dokumentiert. Bundeskanzler Sebastian Kurz hat die Schau sogar finanziell unterstützt. Sie nehmen Geld von ihm?

Böhmermann: Da sieht man mal, wie wichtig dem 32-jährigen Kinderkanzler die Kunstfreiheit ist. Ganz liebe Grüße und vielen Dank! Sowohl er also auch die deutsche Bundeskanzlerin haben uns übrigens ihr Urlaubsoutfit zur Verfügung gestellt, das wir hier ausstellen. Die Wanderkleidung von Kurz ist übrigens viermal so teuer und viel schicker. Die Kanzlerin trägt bloß Tchibo, Ihr Kanzler eine sündhaft teure atmungsaktive Trekkingjacke aus deutscher Produktion. Wo hat der Kurz eigentlich das Geld her?

Man kann hier im Hinterzimmer der Ausstellungshalle auch in einen dunklen Wald gehen und trifft dort auf eine bewaffnete Puppe in Tarnfleck und Sturmhaube.

Böhmermann: Ihr Vizekanzler. Er war ja 1989 ein Hardcore-Neonazi und damals war er bei einer Wehrsportübung in Kärnten. Aus dieser Zeit gibt es dieses legendäre Foto, das ihn uniformiert mit Messer und Waffe zeigt. Ich poste das Foto gerne regelmäßig unter die Postings Ihres Kinderkanzlers, um die Temperatur im Bundeskanzleramt nicht absinken zu lassen.

Nun steht da im Wald die an Strache erinnernde Schaufensterpuppe und daneben hängt ein Baseballschläger von der Decke. Ein Aufruf zur Gewalt!

Böhmermann: Im Gegenteil! Man kann hier noch ganz traditionell mit dem Baseballschläger den Faschismus bekämpfen. Wie das genau funktioniert, möchte ich hier aber nicht preisgeben.

Der Baseballschläger ist so aufgehängt, dass man die Strache-Puppe nicht erreicht, aber man kann ihm eine von der Decke baumelnde Bundesverfassung um die Ohren hauen.

Böhmermann: Ist Ihre Verfassung nicht lediglich eine Lose-Blatt-Sammlung?

Kommen wir nun zu Ihnen, Herr Böhmermann. Ich habe lange überlegt, wie ich Sie anspreche. Was gefällt Ihnen besser: ihr Kampfname als Anführer der „Reconquista Internet“, „Commandante Wichsfürst Captain Halbsteif von Onanista Germanica“, oder sind Sie doch lieber der „Bademeister“, der jene aus dem Moralbecken pfeift, die sich nicht benehmen? Die Zeit hatte Ihnen das vorgeworfen.

Böhmermann: Titel, auch akademische, sind Schall und Rauch. Mal bin ich Bademeister, Doktor, Professor oder meinetwegen Wichsfürst gegen den Faschismus.

Der Kurier drückte Ihnen zwar kürzlich eine Romy in die Hand, dessen Chefredakteurin Martina Salomon meinte aber, Ihr Humor sei „dumm und primitiv“. Geben Sie die Romy zurück?

Böhmermann: Nein, sicher nicht, denn die Romy ist aus purem Gold und fließt dem Kurier so aus dem Bilanzgewinn ab. Jede nicht zurückgegebene Romy ist ein herber wirtschaftlicher Schaden für dieses Regierungsblatt. Chefredakteurinnen kommen und gehen, Gold aber bleibt! Und zwar bei mir. Übrigens ist der Titel „Chefredakteurin“ auch nur ein Fantasietitel. Wer weiß, ob Frau Salomon nächstes Jahr noch an ihrem Posten sitzt, vielleicht ist ja die Regierung dann nicht mehr im Amt. Was macht sie dann? Zum Glück hat sie sich mit ihrem eigenen, geschmackvollen Kurier-Satireportal ein zweites Standbein aufgebaut.

Ich entdecke ein sehr starkes Interesse an Österreich bei Ihnen. Angstlust?

Böhmermann: Österreich ist so eine Art Versuchslabor, in dem man von außen sehen kann, was passiert, wenn man den falschen Leuten die falschen Chemikalien in die Hände gibt. Man sieht die Erosion demokratischer Errungenschaften im Reagenzglas. Österreich hat einen ähnlichen Minderwertigkeitskomplex wie die Leute in Sachsen, aber die Sachsen sind wenigstens wirklich durch die Scheiße gegangen, erst 40 Jahre Kommunismus, dann 29 Jahre CDU. Das ist hart. Österreich war dagegen relativ entspannt unterwegs, man hat nach dem Krieg Schuld und Verantwortung einfach nach Nordwesten delegiert.

Wir haben die Nazis bald integriert, statt sie marodieren zu lassen. Sie saßen bald wieder im Parlament. Warum randalieren sie bei Ihnen?

Böhmermann: Weil sie es müssen. Sie sind nämlich noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen wie in Österreich. Hier müssen Rechtsextreme nichts mehr abfackeln, um aufzufallen, sondern sitzen einfach in der Bundesregierung. Es braucht auch keine schrille Grenzüberschreitung mehr. In Österreich geht es nicht mehr um die Frage, ob Rechtsextreme salonfähig sind. Sondern wie salonfähig man noch ist, wenn man nicht mit Rechtsextremen am Buffet stehen will.

Was hat Deutschland richtig gemacht? Ein Vizekanzler, der nach dem Christchurch-Attentat vom „Großen Austausch“ spricht, also die Parole eines Massenmörders verwendet, wäre bei Ihnen undenkbar, oder?

Böhmermann: Es macht mir schlechte Laune, darüber nachzudenken. Ihr Land ist kleiner. Sie sind gezwungen, mit weniger Leuten auszukommen, die sich noch dazu sehr gut kennen. Hier beobachte ich die Normalisierung von Wahnsinn. Früher gab es noch Menschen, die als Kinder oder Erwachsene eine totalitäre Zeit erlebt haben. Diese Generation der Zeitzeugen stirbt jetzt weg und mit ihnen die Erzählung von dem, was war. Und wir als Nachkommen müssen die hinterlassenen, eher abstrakten Mahntafeln „Nie wieder!“ wieder in konkretes Handeln übersetzen. Hier Widerspruch zu leisten und „Nein!“ zu sagen ist viel schwieriger geworden. Die Normalisierung des Unnormalen fühlt sich so bequem, so normal an. Dagegen muss man sich wehren, zuallererst in sich selbst.

Die rote Linie verschiebt sich?

Böhmermann: Die Gesellschaft überschreitet nicht über Nacht eine rote Linie, sondern es sind kleine einzelne Schritte im Zwischenmenschlichen, die das Radikale normalisieren. Einen Nazi, der als normaler Nachbar neben einem lebt und rübergrüßt, akzeptiert man eher, als einen Nazi, der in Plauen mit einer Fackel durch die Straßen läuft.

Sie verspotten nicht nur die Nazis, die sie als gelangweilte Onanisten verhöhnen, sondern Sie nahmen auch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan aufs Korn. Sie lösten eine Staatsaffäre aus. Hatten Sie damals wirklich Angst um Ihr Leben, wie der Spiegel berichtete? Hier in Graz haben Sie Polizeischutz.

Böhmermann: Eine eindrückliche Erfahrung, die ich niemandem wünsche, aber jederzeit wieder auf mich nehmen würde.

Ihr Spottgedicht wurde vom Hamburger Oberlandesgericht in Teilen als strafbar bewertet. Sie dürfen es nicht mehr verbreiten. Aber zugleich kann es jeder auf der Website des Hamburger Oberlandesgerichts lesen. Die verbotenen Passagen sind im Urteil auch noch rot hervorgehoben.

Böhmermann: Das ist doch wunderbar, oder? Der türkische Präsident könnte theoretisch das Landgericht und das Oberlandesgerichts Hamburg verklagen. Oder einen Jura-Professor, der seinen Studenten den Fall erklärt. Alles juristisch zurzeit ziemlich unsicher. Darum wandert diese drei Jahre alte Nummer auch tapfer weiter durch alle Instanzen. Stichwort Rechtssicherheit. Meine Vermutung ist, dass im Humorentwicklungsland Deutschland der Witz als probates Mittel im Diskurs erst dann gesellschaftlich akzeptiert wird, wenn er höchstrichterlich erlaubt wird.

Sie haben vergangenes Jahr in Ihrer Sendung satirisch eine Internetbewegung ausgerufen, die den rechten Trollen der „Reconquista Germania“ den Kampf ansagt, die „Reconquista Internet“. Aus der Satire wurde Realität: 60.000 Leute haben sich der Bewegung angeschlossen, Hasspostings werden nun gemeldet, die Polizei bekommt die Namen von Extremisten. Hat Sie das überrascht?

Böhmermann: Wir haben einem Phänomen den Kampf angesagt, nämlich dass eine kleine, extremistische Minderheit ständig ihre Scheiße ins Internet drückt und damit den Gesamtdiskurs verschiebt und verfälscht. Das haben wir zunächst einmal aufgedeckt, und ich bin dann aber einen Schritt nach vorne gegangen und habe mich gefragt, wie begegnen wir der Neonazi-Blase? Ganz einfach: indem wir eine eigene Blase bilden, die dieser Hasssprache entgegentritt! Die Nazis machen das ja sehr geschickt. Sie gehen in ein digitales Hinterzimmer, sprechen sich ab und attackieren ihre Gegner mit je 30 Fake-Accounts. So beeinflusst eine kleine Minderheit den öffentlichen Diskurs in sozialen Medien, aber auch in den Onlineforen der etablierten Zeitungen. Dort steckt der Hass die Leute dann weiter an. Da muss man nun gehörig intervenieren. Etwa indem man diese Accounts einfach blockt, das tut ihnen am meisten weh. Wir machen also Blocklisten. Wir müssen wieder klar definieren, wer am Diskurs nicht mehr teilnehmen darf. Das bewährte gesellschaftliche Abseits ist eine Bubble, die es im Internet dringend wiederherzustellen gilt.

Die Zeit warf Ihnen vor, Ihr Projekt würde Andersdenkende diskreditieren. Sie würden nach dem Motto „Verrühre und herrsche!“ keinen Unterschied mehr machen.

Böhmermann: Nicht ich habe etwas verrührt, sondern es gibt Leute, die sich unter Extremisten mischen. Die Verrührung hat bereits stattgefunden, man muss ihr entgegentreten. Man muss das Verworrene wieder entwirren. Manchmal sind es klassische Extremisten, manchmal auch ehemalige Journalisten von „Mainstream-Medien“, die bemerken, dass es schön klickt, wenn man den Leuten Quatsch verkauft und sie aufhetzt. Sie sitzen dann zu Hause ganz alleine an ihren Blogs und haben kein Korrektiv mehr, niemanden, der ihnen Grenzen zieht.

Das ist kein rechtes Phänomen.

Böhmermann: Das stimmt. Aber das Problem ist gegenwärtig auf der rechten Seite wesentlich stärker und gefährlicher ausgeprägt. Wenn zum Beispiel der ehemalige Spiegel-Journalist Matthias Matussek bekannte Rechtsextreme oder erklärte Zivilisationsfeinde von der Identitären Bewegung zu seinem Geburtstagsfest einlädt oder sich auf einer Pegida-Demo auf eine Bierkiste stellt und schreit: „Merkel muss weg!“, dann finde ich es richtig, da mit seinen Spiegel-Kollegen, die neugierig und unbefangen mitfeiern, in den Streit zu treten. Von Journalisten, die ihren Job ernst nehmen, kann man kritische Distanz und moralische Übersicht verlangen. Wer sich bei solchen Gelegenheiten gemeinmacht, muss damit rechnen, dass das hinterfragt wird.

Man nennt Sie deshalb einen Gesinnungsblockwart.

Böhmermann: Man kann mich auch Wichsfürst, Doktor oder Chefredakteurin nennen, das ist mir doch egal, herrje, ich bin Clown von Beruf. Bedauernswerte Gefallene wie Matussek haben publizistisch und persönlich den Verstand verloren und reden gequirlten Mist, weil es halt gut klickt oder weil sie es wirklich glauben – der Grund ist ja am Ende egal. Ich meine, das zu ignorieren, das geht nicht! Das geht nicht! Das geht nicht! Das ist nicht normal. Schon gar nicht für Spiegel-Journalisten. Und wenn man aus Mitleid und Verbundenheit dem alten Freund helfen will, dann soll man nicht heimlich als Schaulustiger zu dessen Neonazifest rennen, sondern einen guten Psychiater organisieren.

Würden Sie sagen, dass das, was auf Matusseks Party passierte, in Österreich auf der Regierungsebene zu beobachten ist? Rechtsextreme Politik ist bei der Party dabei.

Böhmermann: Ja, und diese Normalisierung ist in Österreich weiter fortgeschritten als bei uns. Es ist ja auch alles kleiner, man rückt näher zusammen. Es ist halt so gemütlich.

Die ÖVP würde nun kontern, man solle nicht so hysterisch sein und die Nazikeule schwingen. Der Faschismus breche nicht über uns herein.

Böhmermann: Nein, er bricht nicht herein. Er kommt von unten durch die Tür gekrochen, ganz langsam. Die Normalisierung fühlt sich eben normal an. Nehmen Sie aktuell den Fall Armin Wolf. Von außen betrachtet steht er in Österreich beinahe allein gut sichtbar ein und auf für die Selbstverständlichkeit Pressefreiheit – ein Grundpfeiler einer offenen und freien Gesellschaft. Etwas, das eigentlich von einer aufmerksamen Zivilgesellschaft breit und laut verteidigt werden sollte. Wie hat sich denn die Kurier-Chefredakteurin dazu eingelassen? Oder ist die gerade mit Satire beschäftigt? Es ist ein faschistischer Taschenspielertrick, Kritik auf eine Person zu konzentrieren. Und immer wieder drauf, und immer wieder drauf. Wenn es immer nur einen trifft, fühlen sich alle anderen nicht zuständig oder betroffen. Und am Ende ist es Feind und Freund ganz recht, wenn der Wolf weg ist und niemanden mehr nervt. Dann ist endlich Ruhe und dann war es das mit Pressefreiheit. So schnell geht das. In Deutschland wird der Fall Armin Wolf darum sehr breit diskutiert und aufmerksam verfolgt. Konservative Publizisten wie Ulf Poschardt (Welt) oder Paul Ronzheimer von der Bild äußern sich ebenso solidarisch wie liberale oder linke Kollegen. Es gibt einen Grundkonsens, der enorm wichtig ist. Gewisse Dinge gehen einfach nicht: die Angriffe der FPÖ auf Armin Wolf und, genau so schlimm, das überforderte Achselzucken des Bundeskanzlers.

Ist die rote Linie in Deutschland deshalb schwerer zu überschreiten, weil das Land größer ist?

Böhmermann: Ich weiß nicht, ob es bei uns wirklich besser ist. Vielleicht sind wir auch nur langsamer und schwerfälliger. Es gibt in Deutschland eine große aktive Zivilgesellschaft, die eine gewisse Notwendigkeit darin sieht, staatliches Handeln nicht einfach hinzunehmen, sondern es zu hinterfragen.

Soll man mit Rechten reden?

Böhmermann: Mit Rechten wird nicht geredet. Aus. Ihr Kanzler hat das Reden mit Faschisten zum Grundprinzip seiner Regierungsarbeit gemacht, aber das schwächt die Rechten nicht. Rassismus oder der Wunsch, Menschen die Gleichheit abzuerkennen, sind keine Meinung. Das ist schlicht Unrecht, das spricht Menschen die Würde ab. Es muss Konsens sein, dass wir das überwunden haben. Keine Diskussion!

Kurz würde einwenden, es würde die Rechten groß machen, wenn man sie ausgrenzt.

Böhmermann: Das Gegenteil ist wahr. Rechte werden kleiner, wenn man ihnen das Forum entzieht. Es gibt keinen Grund, Leute mitregieren zu lassen, die Menschen als Ratten bezeichnen oder im Stürmer-Stil Muslime auf solche Art verspotten. In Österreich attackiert eine Partei aus der Bundesregierung heraus Menschen, die nicht mehr verbrochen haben, als anders auszusehen oder eine andere Herkunft zu haben als sie selber. Und der Kanzler hüstelt leicht und stellt lieber seine tolle Steuerreform vor.

Sie stellen rechte Hetzer immer wieder als gelangweilte Jungs dar, die „das Internet durchgewichst haben“ und dann den Hass aus Langeweile verbreiten.

Böhmermann: Je mehr Autoritäten von sich selbst überzeugt sind, umso mehr trifft es sie, wenn du sie auf das zurückwirfst, was sie wirklich sind: Menschen, ahnungslos, unvollkommen und letztlich peinlich, wie jeder von uns nun mal ist. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

Sie arbeiten beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Einer wie Sie wäre für den ORF schlicht zu aktionistisch.

Böhmermann: Es gibt im ZDF ein großes Einverständnis, dass wir uns frei artikulieren dürfen.

Auch Ihren Twitter-Account könnten Sie nach der Social-Media-Richtlinie des ORF vergessen.

Böhmermann: Das ist doch mein Account! Ich sehe sowohl bei der ARD als auch beim ZDF ein großes Bekenntnis zum Meinungspluralismus. Ja, der Sender greift auch mal in Sendungen ein. Aber ich greife ja auch manchmal in den Sender ein. Und dann diskutieren wir und am Ende geben wir uns hoffentlich in Freundschaft wieder die Hand. Wenn es sich lohnt, wehre ich mich auch. Aber im Grunde bin ich da pragmatisch.

Würden Sie einen Zensur-Piep akzeptieren?

Böhmermann: Der Piep über dem Maschek-Sketch ist dem ORF ordentlich auf die Füße gefallen. Du kannst die Wahrheit nicht autoritär unterdrücken und in die Kiste sperren. Das hat noch nie geklappt. Das wird nichts an der Wahrheit ändern: vom Neonazi zum Sportminister, vom Neonazi zum Sportminister, vom Neonazi zum Sportminister.

Zur Person
Jan Böhmermann, 38, ist einer der bekanntesten deutschen Satiriker. Er gestaltet für das ZDF die Show „Neo Magazin Royale“ und ist als Buchautor, Sänger und Aktivist bekannt. Auf Twitter folgen ihm rund zwei Millionen User. Internationale Bekanntheit erlangte er durch ein Gedicht über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sowie ein Jahr zuvor durch seine Satire um den ausgestreckten Mittelfinger des damaligen Finanzministers Griechenlands, Yanis Varoufakis, für die Böhmermann mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Vergangenes Jahr gründete er die Plattform „Reconquista Internet“, die rechten Hasspostern im Netz den Kampf ansagte

Zur Ausstellung
Böhmermanns realsatirische Ausstellung „Deuscthland #ASNCHLUSS #Östereich“ ist im Grazer Künstlerhaus bis zum 19. Juni zu sehen. http://www.Km-k.at

offensichtliche wahrheiten

offensichtliche wahrheiten, die ich erst später als andere gelernt oder verstanden habe:
… dass das home-symbol auf twitter ein vogelhaus ist
… dass der pfeil im amazon-logo auf von „a bis z“ zeigt
… dass büffel auch weiblich sein können und damit ‚büffelmozzarella’ sinn ergibt.
… dass bei der tankanzeige im auto angezeigt wird, auf welcher seite des autos der tankdeckel ist.
… dass überraschungseier wie braune eier sind: außen braun, dann weiß wie eiweiß, dann gelb wie dotter.
… dass das wort bandscheibenvorfall daher kommt, dass die bandscheibe vor fällt und nicht von vorfall wie ereignis.
… dass der name des spar supermarkts nicht von sparen kommt sondern aus dem holländischen für tanne, die im logo ist
… dass bob marley mit „no woman, no cry“ nicht „keine frau = kein weinen“ meinte, sondern auf kreolisch „nein frau, weine nicht.“
… dass der name des baumarktes obi ursprünglich aus frankreich kommt und auf das französisch ausgesprochene „hobby“ zurückgeht.
… dass vampire angeblich eine zwangsstörung (arithmomanie) haben und ständig dinge zählen müssen und deshalb der vampir in der sesamstrasse graf zahl (count of count) heißt.